Einbruch bei den Kreditkarten soll Transaktionen von Bargeld begrenzen

Asunción: Durch neue Gesetze im Sektor der Kreditkarten kam es zu einem Umsatzverlust von fast einer Milliarde US-Dollar. Jetzt sollen beim Bargeld Beschränkungen eingeführt werden.

Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Finanzminister Manuel Ferreira wies darauf hin, dass der kumulierte Umsatzverlust beim Gesetz der Kreditkarten bereits 2,9% des Bruttoinlandproduktes (BIP) ausmache, also etwa 876 Millionen US-Dollar.

Er versicherte, dass die neue Regierung wichtige Maßnahmen ergreifen müsse, um diese Auswirkungen zu bekämpfen, indem sie zunächst die Fehler des Gesetzes abändere. Als zweiten Punkt sei es notwendig elektronische Transaktionen durch Anreize zu stimulieren.

Ferreira sagte weiter, dass vor dem neuen Gesetz in dem Kreditkartenbereich die Menschen mehr gekauft haben, weil sie unter anderem verschiedene Vorteile gehabt hätten. Er fügt hinzu, dass man nach begrenzten Bargeldtransaktionen Ausschau halten sollte, die zusätzliche Vorteile, wie die Verringerung der Informalität, erzeugen würden. Er erwähnte, dass Paraguay mit 92% das Land mit der größten Anzahl von Bargeldtransaktionen in Lateinamerika sei.

Und mit dem Gesetz in dem Sektor der Kreditkarten werden andere Probleme, wie die Geldwäsche, impliziert.

„Wir müssen darauf hin arbeiten, elektronische Transaktionen zu stärken, weil es uns ermöglicht, solche Art von Problemen, wie die der Geldwäsche, loszuwerden. Es gibt Dinge, die wichtig sind, und das Land hat hart gearbeitet, um den inländischen Verbrauch durch das vorgeschlagene Kartengesetz nun aber vollkommen zu entmutigen. Wir müssen zunehmend die Verwendung von elektronischem Geld fördern und beim Bargeld Änderungen herbeiführen“, betonte Ferreira.

Der Ökonom wies darauf hin, dass Menschen mit weniger Ressourcen durch dieses Gesetz ein äußerst nützliches Instrument für den Konsum entzogen worden sei. „Sie brauchen immer noch eine Finanzierung, nicht, dass sie aufhören Gelder zu leihen, aber sie greifen auf teurere Finanzierungsalternativen zurück“, schloss Ferreira seine Ausführungen.

Christian Cieplik, Präsident der paraguayischen Handelskammer, sagte seinerseits, dass das Ziel nicht darin bestehe, mehr zu verkaufen, sondern das Land zu formalisieren, sodass die Rückverfolgbarkeit von Geld möglich sei.

Er erwähnte, dass bei der Verwendung einer Karte das Papier, das bei der Transaktion ausgedruckt werde, bereits ein rechtmäßiger Beweis der Zahlung und daher die Wichtigkeit seiner Verwendung bestätigen würden.

Wochenblatt / 5 Dias

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8 Kommentare zu “Einbruch bei den Kreditkarten soll Transaktionen von Bargeld begrenzen

  1. Zitat. „Wir müssen zunehmend die Verwendung von elektronischem Geld fördern und beim Bargeld Änderungen herbeiführen“
    Das versuchen weltweit zur Zeit alle Staaten. Ziel ist die Abschaffung von Bargeld
    Zitat: “ sodass die Rückverfolgbarkeit von Geld möglich sei.“
    Die Abschaffung von Bargeld führt zum direkten Zugriff des Staates auf das elektronische Geldvermögen über die Zentralbanken. Ohne Bargeld wird jeder Schritt des Bürgers in seinem Leben nachvollziehbar. Wohin sie reisen, was sie essen, was sie trinken, womit sie sich waschen, welche Medikamente sie brauchen welche Unterhosen sie tragen usw.
    Die Finanzdiktatur breitet sich unhaltbar aus. Die späteren Generationen werden es nicht einmal bemerken, weil sie es gar nicht mehr kannten. Und wie leicht kann man diese „Menschen“ die ihre Freiheit verloren haben führen.

  2. „Wir müssen zunehmend die Verwendung von elektronischem Geld fördern und beim Bargeld Änderungen herbeiführen“
    Das wirkliche Argument ist nicht die Unterbindung von Geldwäsche ( siehe Messers Transaktionen ) sondern dass Angst besteht durch einen Bank-Run diese in ernsthafte Schwierigkeiten kommen. Das Eigenkapital der Banken liegt teilweise unter 5 % der Bilanzsumme und die faulen Kredite die schon zum großen Teil „refinanziert“ werden über die Höhe des Eigenkapitals. Damit ist die Bank theoretisch Bankrott, wird aber noch liquide durch eine lockere Geldvermehrung der Zentralbanken am Leben gehalten.
    Die mir bekannten Schwierigkeiten aus den Banken das eigene Guthaben in Bargeld abzuziehen zeigt eindeutig wie knapp die Banken sind und der Kampf gegen Geldwäsche nur Augenwischerei ist. Entweder sind die Experten naiv oder unehrlich.

  3. Ein Gesetz zur Einschränkung der Bargeldmenge verhindert die Geldwäsche nicht. Hier wird so ein Vorschlag kein Gehör finden, denn die Herren Senatoren werden sich nicht selbst einschränken wollen.

    1. Nur indirekt in dem keine höheren Banknoten als diejenige über Gs.100.000.- ausgegeben werden. Diese kam ab 1996 in Umlauf als damals der US$ um die Gs.2.000.- stand. So man auch die Entwertung des US$ berücksichtigt hat also diese Banknote mindestens 2/3 bis 5/6 an Kaufkraft verloren.
      Das ist eben eine Maßnahme um die Verwendung des Bargeldes zu verringern und die Bevölkerung in ein marodes Bankensystem zu treiben um alles elektronisch abzuwickeln und den Banken die Möglichkeit zu geben dicke Spesen zu berechnen.

  4. Geld sollte weltweit nur derartig gestaltet sein, dass es auch den tatsächlichen Wert darstellt, keine bedruckten Papierschnipsel oder elektronischer Mumpitz, sondern Goldstücke ,Silber oder Kupfer, welches schlicht dem nominalen Wert entspricht, und basta. Keine Kredite aus lauer Luft, keine Börsenscheisse oder Hedgefonts, keine Computergeschäfte! Alle Parasiten, Bänker, Politiker usw austrocknen, und voila, gesunde Wirtschaft.

    1. Wer ist der Gegner von werthaltigem Geld? Schon immer die Staaten besonders die Demokratien die eine Geldverwässerung brauchen um die Stimmen der Wähler mit unsinnigen Versprechungen zu gewinnen. Nach dem Spruch „ Hartz 4 bezahlt mein Bier“
      Die Demokraten haben nur einen Zeithorizont bis zur nächsten Wahl und hinterlassen gerne den folgenden Kandidaten den Mist den sie angerichtet haben. Hierfür braucht man dumme Menschen als Politik-Marionetten die gar nicht erkennen dass sie benützt wurden.

      1. Es sind immer 2 Seiten. Die Wirtschaft ist dort dick da, wo es auch etwas zu verdienen gibt, und man kann richtig zuschauen, wie Firmen je mehr sie verdienen, umso rabiater darauf schauen, dass sie nur ja keine Steuern zahlen müssen. Wo nichts zu holen ist, da soll dann der Staat machen, weil es ja doch irgendwie gebraucht wird und mit den Steuern von irgend jemand anders aber nicht mit meinen.
        Gerade der Spruch Hartz 4 bezahlt mein Bier, erinnert mich wieder an jenen stolzen Unternehmer meines Heimatdorfes, der immer über den Staat und die Arbeitslosen schimpfte, aber gleichzeitig waren quasi alle seiner Kunden genau diese.
        Es ist schon so, dass Politiker oft unfähig sind und hier viel Geld verplempert wird, aber um bei meinem Beispiel zu bleiben muss der Staat im gegensatz zum Unternehmer mehr tun als nur Bier kaufen und wieder verkaufen und dabei noch ständig darauf hinzuweisen, dass man ja Arbeitsplätze schafft. Dass man von denen meist kaum leben kann, ist ja nicht so wichtig und sobald das Geschäft nicht mehr so läuft, gehört der Arbeitslose wieder dem Staat, denn ansonsten müsste zumindest jener erwähnte stolze Unternehmer sein Geschäft schlissen und wäre auch bald unter den Arbeitslosen über die er immer schimpfte.
        Es haben beide Systeme ihre Vor und Nachteile sowie Fehler, eigentlich also bräuchte keiner über den anderen meckern.

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