Eine Milliarde US Dollar pro Jahr aus Itaipú

Asunción: Die Verhandlungen über die Zukunft von dem binationalen Wasserkraftwerk Itaipú kommen langsam voran. Falls Paraguay taktisch gut agiert, könnte das Vorgehen hohe Einnahmen für Paraguay generieren.

Wenn der aktuelle Tarif, der bereits vor einem Jahrzehnt eingefroren wurde und der aktuelle Anhang C, der neu verhandelt werden muss, beibehalten wird, könnte Itaipú aus einem Fond eine Milliarde US Dollar pro Jahr einnehmen.

Derzeit liegt der Stromtarif von der Anlage bei knapp über 22 USD pro Kilowatt. Unter Berücksichtigung dieser Zahl und der von Brasilien sowie Paraguay resultierenden Einnahmen sind es bei Itaipú insgesamt 3,291 Milliarden USD. Davon sind zwei Milliarden USD für die Zahlung der Schulden zuzüglich Zinsen bestimmt.

Laut dem paraguayischen Direktor von Itaipú, James Spalding, seien die Schulden 2022 abbezahlt. Das bedeutet, dass das Wasserkraftwerk, bei der Beibehaltung der gegenwärtigen Situation, über zwei Milliarden US Dollar pro Jahr zur Verfügung hat. Der paraguayische Vorschlag sieht vor, dass die Summe zu gleichen Teilen auf beide Länder aufgeteilt wird.

„Es gibt eine Ressource von rund zwei Milliarden USD, wenn die Schulden getilgt sind und der aktuelle Kurs beibehalten wird. Wir wollen einen Fond schaffen, der mit Brasilien diskutiert werde, in dem jedes Land eine Milliarde USD pro Jahr in Form einer neuen Lizenzgebührt erhält. Es ist auch ein anderes System möglich, um soziale Investitionen zu stärken, das Netz der ANDE auszubauen oder jedes andere von der Regierung zu diesem Zeitpunkt beschlossene Ziel“, sagte Spalding.

Der Anhang C muss neu verhandelt werden. Dieser beinhaltet den Stromtarif der von Itaipú erzeugten Energie. In den Bestimmungen wird erwähnt, dass die Stromkosten den Betriebskosten, den Dienstleistungen, den Schulden und deren Interessen entsprechen müssen.

Die Verbindlichkeiten werden verschwinden. Wenn der Anhang C unter den gegenwärtigen Bedingungen fortgeführt wird, muss der Energietarif drastisch reduziert werden.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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3 Kommentare zu “Eine Milliarde US Dollar pro Jahr aus Itaipú

  1. Transparenz über die Verwendung dieser Unsummen? Fehlanzeige! Damit könnte man jedem Büger in Paraguay den Mindestlohn bezahlen ohne Probleme, wär Portokasse?

  2. Ja, das ist das Märchen, das dem Paraguayer schon seit vielen Jahren aufgetischt wird. Ich habe mir hier über dieses Thema schon oft genug die Finger wundgeschrieben, aber es hat scheinbar nichts genutzt,. Die Situation ist nämlich folgende: Der Bau des Kraftwerks kostete 17 Mrd Dolares, trotz einem anfangs erstellten Kostenvoranschlag von 2 Mrd. Dolares. Brasilien übernahm die Finanzierung zunächst über die BID, und Paraguay sollte mit der Zuverfügungstellung der von ihm nicht benötigten Energie exklusiv an Brasilien und zu einem Preis, der zunächst provisorische festgelegt wurde, seinen Anteil „erkaufen“. Inzwischen hat aber die Elektrobras die Rolle des Gläubigers übernommen, und durch sehr hohe Zinsen ist die Schuld der „Binacional Itaipú“ an Elektrobras auf weit über 40 Mrd. angewachsen. Der Anteil Paraugays an diesen Schulden der Binacional beträgt dem Vertrage gemäß 50%, die Frage ist nur noch, wie Paraguay jemals in der Geschichte diese mind. 20 Mrd. Dollars aufbringen soll. Bis zum Jahre X, den Jahre 2023, auf gar keinen Fall, und in den nächsten 100 Jahren auch nicht. Dér Anteil Brasiliens an diesen Schulden belästigt Brasilien überhaupt nicht, denn im Grunde schuldet Brasilien diese gut 20 Mrd. Dollares an sich selbst. Wartet nur mal ab, das „Jahr des Heils“ 2023 ist nicht mehr ferne, ab welchem angeblich Paraguay jedes Jahr eine Wahnsinnssumme aus Itaípú bekommen wird, wenn man den Märchen glauben darf. „Die Verbindlichkeiten werden verschwinden“, das kann man zwar sehr wohl lesen, nur wie diese verschwinden werden, das ist in diesen Märchen nicht näher erklärt. Warten wir mal ab bis zu jenem Jahr 2023, da werden wir die Wahrheit erfahren.

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