Eine notwendige Übung

Asunción: gestern Morgen hatten Busfahrer der Stadt die Möglichkeit sich in die Haut eines Fahrradfahrers zu versetzen. Sie strampelten, während hautnah die Busse vorbeifuhren und sie bedrängten.

Als Teil einer Sensibilisierungskampagne wurden gestern Busfahrer zu Radfahrern um zu sehen wie schlecht es sich anfühlt wenn ein Bus schnell und nah an einem vorbei fährt, einem zum Schlingern bringt und man Angst bekommt vom Rad zu fallen.

Die besagte Kampagne heißt “Respektiere den Radfahrer“ und begann um 09:00 Uhr vor dem Haus des Touristen auf der Straße Palma. Von. Da aus ging es über die Costanera hin zu weiteren von Bussen befahrenen Straßenabschnitten. Laut Verkehrsgesetz muss man dem Radfahrer 1,5 m Platz lassen, ein Abstand, der leider kaum eingehalten wird.

Am morgigen Sonntag den 17. Februar soll um 09:00 Uhr eine Radtour vom Rathaus der Hauptstadt starten. Mit dabei werden Vertreter des Straßenbauministeriums sein sowie von der Verkehrsbehörde und der Stadtverwaltung sein.

Wochenblatt / Abc Color

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7 Kommentare zu “Eine notwendige Übung

  1. Die halten nicht einmal den Abstand zu Autofahren ein, wo die sich auch ne Beule holen, es wird überholt, ohne zu schauen, es wird „Ausgeparkt“ ohne zu schauen, wenn die Straße etwas enger ist, weil parkende Fahrzeuge, dann fliegt eben mal ein Spiegel weg im günstigsten Falle. Oder man wird so bedrängt, das man selber ausweicht, im nächsten Schlagloch landet oder auf dem unbefestigten Randstreifen ausweichen muss. Für diese Kerle, ist außer „ich bin auf dieser Piste der König“, nichts anderes von Bedeutung, fahren, können die meisten eh nicht. Dann kommt noch der Zustand der Busse hinzu, was eine kurzfristige Reaktion unmöglich macht.

    1. Immer werden nur Misstände angeprangert.
      Wirkt man dem entgegen wie dem Artikel zu entnehmen ist, selbst dann noch wird gelästert.
      Weiter so, die Hoffnung stirbt zu Letzt.

      1. So ist es eben hier, Gutes kann man ja nicht anprangern, erstens, gibt es kaum Gutes und zweitens, wird Gutes nicht angeprangert, sondern gelobt. Das ist der feine Unterschied. Ein entgegenwirken für die aggressiven Busfahrer sehe ich hier nicht, das ist nur damit die mal merken, wie man sich als 2-Radfahrer fühlt. Aber wenn alle Behörden dabei sind, werden die anderen Busfahrer natürlich Rücksicht nehmen, aber morgen haben alle Beteiligten alles vergessen und es geht weiter wie vorher.

  2. klingt nach einer sinnvollen Initiative. Jeder Fahrradfahrer mehr und jeder Autofahrer weniger ist gut alle. Verkehrs- und Schadstoffbelastung, gesellschaftliches Klima, eigene Gesundheit. Jetzt müssen nur noch bezahlbare und qualitativ ordentliche Fahrräder angeboten werden. Ein mehr als gut geeignetes Gebiet für Steuervergünstigungen, Subventionen oder andere Form von Zuwendungen.
    Ohja, brandgefährliche Worte für unsere Dauernörgler-Einwanderer. Freu mich schon auf nachfolgende Frustkommentare.

  3. Also Hut ab vor den Busfahern die sich das geben, Respekt,
    Ich wurde mit dem Moped schon des öfteren am Aussenspiegel berührt wenn ich überholt werde, auch von PKWS, Motofahrer haben hier keine Rechte!

  4. Wer sich hier als Radler auf einer befahrenen Strasse bewegt, ist als potenzieller Selbstmörder zu bezeichnen. Da die allgemeine Rücksichtnahme eine absolute Nullnr. in Paraguay ist, wird sich durch beschriebene Übung sicherlich kaum eine Änderung in der allgemeinen Fahrweise zeigen.

  5. die Deutschen sind nicht nur besser und toller in Allem, sie haben auch die Fähigkeit in die Zukunft zu sehen. Ich frage mich wieviele der Kommentatoren unter 25 sind und überhaupt direkt Einfluss auf die Zukunft des Landes haben, oder doch einfach nur langsam dem Lebndsabend entgegenblicken?

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