Eine Schlacht gewonnen, aber nicht den Krieg

Curupayty: Am 22. September 1866, also heute vor 153 Jahren, fand der größte militärische Sieg der paraguayischen Armee in ihrer Geschichte statt, die uneinnehmbaren Schützengräben von Curupayty.

Gewaltige Verteidigungsanlagen und tödliche Fallen, die von Mcal. Francisco Solano López und von Franz Wisner von Morgenstern entworfen wurde sowie deren Bau und Verteidigung von dem tapferen paraguayischen Oberhaupt, General José Eduvigis Díaz, befohlen wurde, war die uneinnehmbare Linie, die den Feind vernichtet hat.

Nach tagelanger, unermüdlicher Arbeit der paraguayischen Soldaten, selbst unter dem anhaltenden Septemberregen, waren diese uneinnehmbaren Schützengräben die Protagonisten des überwältigenden Sieges, der den Tod Tausender alliierter Soldaten bedeutete, die stolz in voller Montur zur Schlacht erschienen waren. Die intensiven Bombardierungen des Geschwaders konnten die Verteidigungsanlagen nicht beeinträchtigen, sodass später die paraguayischen Linien, bestehend aus Schützenbataillonen und Artillerie, mit ihren Kanonen und Gewehren ihre ganze Wut auf die alliierten Kolonnen, die sich erfolglos in den sicheren Tod drängten, ausbreiteten und den Fluss mit Blut und unsere Flagge mit Ruhm füllten.

Etwa 10.000 Tote hatte der Feind zu beklagen, während die paraguayische Armee weniger als 100 Mann verlor. Curupayty war die tödliche Falle, in die die Angreifer fielen und die die Lagune von Mendez, die angrenzenden Sümpfe und das offene Feld vor der gewaltigen Verteidigung mit Leichen füllten.

Der Anführer der argentinischen Truppen, Bartolome Mitre, sowie der Anführer der brasilianischen Truppen, Joaquin Marques Lisboa, waren beide der Meinung in nur wenigen Stunden den Kampf zu ihren Gunsten zu entscheiden. Auch wenn dem nicht so war, hatten die Alliierten weitaus mehr Truppen für weitere Angriffe, was das Endergebnis des Krieges jedoch ein anderes sein ließ.

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5 Kommentare zu “Eine Schlacht gewonnen, aber nicht den Krieg

    1. Mit Wiki stimmt da was nicht. Die geben nachher an dass etwa 25% des alliierten Heeres vernichtet wurde, welches 20.000 Mann stark war. Das Video gibt 5.000 bis 8.000 gefallene Alliierten an was wohl korrekt sein duerfte.
      Bei Curuzu verlor man weil die Artilleriestellung der paraguayer nicht ueberdacht waren und damit die in der Luft explodierenden Schrapnelle die Artilleriebesatzung dezimierte.
      Das hatte man sich besser bei Curupayty ueberlegt und die Kanonen mit Daechern versehen durch die wohl die Schrapnelle nicht durchdrangen. Dann noch der Halsgraben vor den erhoehten Artilleriebefestigungen. In Curuguayty waren die Kanonen meist auch eingegraben und auch getarnt.
      Das machte den Unterschied zu Curuzu.
      Was machte den Unterschied? Die Ingenierkunst Franz Wisner von Morgensterns (k.u.k. Offizier) und Oberst Thompsons (Amerikaner als Ingenieur in Diensten Paraguays). Das Design und die Planung machten den Unterschied und dann die wenigstens halbwegs plangetreue Ausfuehrung von General Diaz (Lateiner).
      Die Kanonen auf Seiten Paraguays verschossen eine spezielle von den Ingenieuren entwickelte Kartaetschenladung von 30 Eisenkugeln die 5 cm im Diameter waren. Diese schoss man vor den anrueckenden Truppen auf den Boden damit die Kartaetsche aufging und die Kugeln zerstieben wie bei einer Schrotladung und in die Reihen pfluegten. Es funktioniert nach demselben Prinzip wie ein Bleigeschoss aus einer 9mm Luger Pistole die man auf hartem Zement vor eine Schlange schiesst – die Kugel zerschmettert als Schrapnell und zerstiebt in kleine Teile dann in den Leib der Schlange. Das reisst dann solche Wunden dass der Schlange die Gedaerme aus dem Leib haengen. Oft Zentimeterlange Schlitze die den Pansen halt aufgeschlitzt haben.
      Im Video erwaehnt der “paraguayscho” mit keinem Wort Thompson oder von Morgenstern. Ohne die Europaeer haetten die Paraguayer keine Schlacht gewonnen.
      Paraguay fehlte es an Menge und Technologie.
      Der Fusssoldat Paraguays ging praktischerweise zu Fuss auf Fusssohlen und hatte keine Schuhe wie man auf dem Bild sehen kann. Warum denn auch den Sonntagssoldaten der Bundeswehr in Afghanistan Schuhe geben – lass sie doch auf Fusssohlen laufen. Wozu haben sie denn eigentlich Fusssohlen, nicht wahr?
      Hier das Design der Stellungen: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Curupayt%C3%AD#/media/Datei:Curupayty_trench.png
      Ja wusste ichs doch und hatte es korrekt in Erinnerung: Es war Oberst Thompson der das Design von Curupayty entwarf und nicht von Morgenstern.
      Wiederum, die Paraguayer verlieren keine Hommage an Oberst Thompson. Thompson ist es zuzuschreiben dass Curupayty ein Erfolg wurde und nicht den Paragauyern oder General Diaz.
      Damit das klar ist: von Morgenstern entwarf Humaita und Oberst Thompson entwarf Curupayty. Wo diese beiden dran waren da siegten die Paraguayer – wo diese fehlten da machten die Paraguayer nur ein einziges Schlamassel.
      Dienen sie bloss nicht mit den Paraguayern im Heer denn wenn sie z.B. mit denen in einem U-Boot eingesperrt waeren besoeffe sich die Mannschaft regelmaessig oder messerte den Weissen aus Langeweile ab.

      1. Fe errata: Oberst Thompson war Englaender und nicht Amerikaner. Er loeste Wisner von Morgenstern als Chef Ingenieur ab als dieser kraenkelte.
        Wisner von Morgenstern war der Mann hinter Humaita und Oberst Thompson der Mann hinter Curupayty. Thompson entwarf auch den schwimmenden Baum der der Fluss vor Humaita im Wasser sperrte so dass er nicht beschossen werden konnte aber auch kein Schiff durch konnte.
        https://en.wikipedia.org/wiki/George_Thompson_(engineer)#/media/File:Fortune_chain_boom.png
        https://en.wikipedia.org/wiki/George_Thompson_(engineer)#/media/File:Curupayty_trench.png

  1. “Etwa 10.000 Tote hatte der Feind zu beklagen, während die paraguayische Armee weniger als 100 Mann verlor.” Jaja, das glaube ich sofort. In Sedwylastan ist nichts unmöglisch. Ne, nicht 1:10, sondern 1:100 Opfern. Unglaublich.

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