Eine seltsame Erklärung zum Sturz der Diktatur

Asunción: Der 31. Jahrestag des Sturzes der Diktatur und des Wiederaufbaus der Demokratie löste das offizielle Schweigen der Regierung. Es gab jedoch eine recht seltsame Erklärung des Stabchefs der Präsidentschaft für die historische Tat vom 2. und 3. Februar 1989.

Verantwortlich dafür, dass das offizielle Schweigen der Regierung gebrochen wurde, war der Stabschef der Präsidentschaft, Juan Ernesto Villamayor.

Er selbst betonte, dass es aufgrund der „Pluralität“, die die Gesellschaft zu diesem Thema habe, kein entsprechendes Statement  seitens der Regierung gebe.

„Gedenkveranstaltungen sind oft mit nationalen Daten verbunden. Ich habe an diesem Tag ruhig gefeiert und es gibt Leute, die nicht feiern. Egal, das alles spielt keine Rolle. Die Gesellschaft ist pluralistisch und wird auch in Zukunft pluralistisch sein“, antwortete Villamayor auf die Frage, warum es keinen offiziellen Akt gegeben habe, der an die Wiedereinsetzung der Demokratie erinnert.

Villamayor sagte, dass die Schönheit einer Gesellschaft die Vielfalt und Pluralität der Positionen in Bezug auf die Realität sei.

„Es wird jemanden geben, der mit dem, was in der Vergangenheit passierte, einverstanden ist. Es gibt Menschen, die mit dem, was sich ereignet hat, nicht einverstanden sind. Es gibt Leute, die dem Ergebnis zustimmen, das daraus gemacht wurde. Und das ist die Pluralität, das ist es, was die Gesellschaft so schön macht“, schoss er seine Erklärungen ab.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Foto Archiv

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7 Kommentare zu “Eine seltsame Erklärung zum Sturz der Diktatur

  1. Wieder Einsetzen der Demokratie,das ich nicht Lache! Wenn es irgendwo auf der Welt eine wirkliche Demokratie gibt so würde es mich freuen am nächsten kommen die Eidgenossen mit Volksabstimmungen dann hört es aber auf. Für Py gildet nur eins ,durch den Sturz dieses heroischen Helden ist Paraguay von Jahr zu Jahr immer mehr im Sumpf der Korruption versunken,bis hin zum sonderbaren Ablebens Oviedos mit seinen Gemieteten Hubschraubers. Die Banditen sind viel mehr geworden die Landbesetzungen nehmen sprunghaft zu,die Polizei macht Dienst nur Halbherzig. Aber schön das man ja wählen darf und die große Losbuden Auswahl hat. Es kotzt mich an dieses Geheuchel von ,wir sind gute Demokraten und gegen eine Diktatur von Alfredo Stroessner aber in Geselliger Runde sich lautstark beklagen über Landbesetzung ,Korruption ,Banditen usw. Euch kann ich nur sagen haltet euren großen Mund ihr Mitläufer und Charakterlosen eure Feigheit sich so oder so zu etwas zu bekennen ist ekelhaft. Meine Person ist und bleibt ein Anhänger dieses großen Mannes Stroessner der Py erst wieder aus der sogenannten Demokratie vor seiner Zeit und der Armut und Trostlosigkeit sowie Unbedeutsamkeit wieder hervor geholt hat und Py wieder 35 Jahre lang nach Vorne brachte ,davon zehren noch Heute die Korrupten Politiker und sogenannte Mächtige. Viele Lügen werden über diesen Helden erzählt aber 98% des Erzählten ist Unwahr.

    1. Ich gebe Ihnen auch teilweise recht. Der Große Diktator Ströessner hat sicher viel für dieses Land getan. ZB. die Straße Mcal. Lopez asphaltiert, damit er bequemer zu seiner(n) Geliebten reisen konnte.
      Ok, zwischenzeitlich alles verkommen, heute muss man Wackeln über die Mcal. Lopez zwischen Schlagloch und Schlagloch, darf einfach 2 km/h nicht überschreiten, da kann man noch Facebock updaten.
      Nicht vergessen darf man jedoch, dass unter der „Regierung“ „Großer Diktator Ströessner“ ca. 2000 Menschen verschwunden sind. Man munkelt sie seien teilweise über dem Chaco aus dem Flugzeug geworfen worden. Ich meinte gelesen zu haben ohne Fallschirm.
      Gut, ich war weder unter denjenigen – glücklicherweise – noch überhaupt hierzulande am investigieren.
      Dann, so munkelt es, hätten alle seine Generäle so ein Nebengeschäftchen gehabt wie beispielsweise Drogen-, Frauen- (wahrscheinlich minderjährige) und Waffenhandel.
      Des Weiteren wurden letztes Jahr in einem seiner unzähligen Häusern Knochen von Minderjährigen gefunden – eingemauert hinter Fliesen.
      Die Gerichtsmediziner und Historiker werden uns sicher noch über weitere Details aufklären.
      Also so gesehen – ich teile Ihre Meinung durchaus – jedoch mit dem Unterschied, dass ich die „Regierung“ „Großer Diktator Ströessner“ etwa gleich Sch***e finde, wie diejenigen der letzten Jahre, in welchen sich die Colorado-Demokraten alles unter den Nagel gerissen haben und immer noch tun und dem Volk ein paar volle Bierbücksen und volle Streichhölzer vor die Füße geworfen haben.
      Zu bedenken ist weiterhin, dass der Alleskönner Comun, auch als Paragauy Comun bekannt, weiterhin von 7 bis 11 Uhr die Grundschule besucht. Demnach wird es noch Generationen dauern bis Alleskönner überhaupt imstande ist zu verstehen, was dieser loco Europäo – der doch tatsächlich seinen Müll nicht abfackelt vor seinen Kleinkindern – nein, nicht nur weil er keine Kleinkinder hat, sondern sich Müllabfuhr UND Bier leisten kann.
      Ich möchte Sie nicht wegen Ihrem Komment angreifen, sondern lediglich bekunden, dass weder Diktatur noch die jetzige „Demokratie“ dieses Land aus dem afrikanischen Kontinent katapultieren kann.
      Zwar hat die Sicherheit (Staatsgewalt) dramatisch abgenommen (heutige Polizisten kann man ja nicht ernst nehmen, auch wenn sie ihre Maki-farbenen geben blaue Uniformen eingetauscht haben), aber die Freiheit ist grenzenlos geworden: Hinter deine Mauern schaut dir keiner, da kannst Pneus, toten & Hund, Glas, Bücks, Batterien & Akkus und sonstig Brennbares abfackeln. Interessiert kein Schwein. Muss es einfach in der Nacht tun, wenn es dunkel ist und die Polizei das Feuer nicht sehen kann.
      Stelle mir trotzdem die Frage, ob die Alleskönner früher in der Diktatur auch so waren wie heute und ihre daily Freak-show abgezogen haben. Ich vermute mal ja.

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