Eine unerwartete Wendung im Fall der vergifteten Frau

Asunción: Nach dem Tod der 22-jährigen Sol Chávez (22) an einer Fluorvergiftung erklärte der Anwalt der Zahnärztin, wie es zu der Verwechslung gekommen sein könnte und entlastet seine angeklagte Mandantin komplett.

Das bei der Drogerie Botica Magistral abgegebene Rezept stammt nicht von der Zahnärztin Lilia Graciela Espinoza, wenngleich im Kopf ihr Name steht. Der Schwager des Opfers (anscheinend auch ein Arzt), der das Rezept auf einem Blatt der Zahnärztin abschrieb und unterzeichnete, war auf einen Rabatt bei Botica Magistral aus, doch genau da eröffnet sich ein weiteres Problem.

Die Drogerie Botica Magistral, die keine handelsübliche Medizin herstellt bzw. auf Rezept von Ärzten Arzneien präpariert, hätte den Auftrag nicht annehmen dürfen, da laut einer Verordnung aus dem Jahr 2007 ein Rezept neben dem Datum (was hier fehlt) auch einen Stempel des Arztes haben muss (der hier auch fehlt). Demnach sieht der Anwalt Derlis Céspedes die komplette Schuld bei Botica Magistral, selbst wenn der Schwager des Opfers aus Versehen aus 2 mg 2 g gemacht haben sollte.

Über die Meldung, dass Botica Magistral die Zahnärztin anrief und sie fragte, ob die wirklich 2 g Tabletten in Auftrag gab und sie das bejahte, weiß der Anwalt nichts zu berichten. Für ihn handelt es sich hierbei um ein Gerücht, da ihm nichts davon bekannt ist.

Wochenblatt / Hoy

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2 Kommentare zu “Eine unerwartete Wendung im Fall der vergifteten Frau

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Das schaut nach der Masche aus den USA aus wo Drogendealer sich bei Aerzten per legaler Rezeptur mit Schmerzmittel eindecken.
    Man sammelt Obdachlose und Drogenabhaengige ein und faehrt mit nem Kleinbus vor die Arztpraxe wo diese dann gefragt werden „na wo tut’s denn weh?“ worauf diese dann eine sehr hohe Dosierung verschrieben bekommen von der sie nur einen „Schuss“ bekommen und den Rest sackt der Dealer ein. Am naechsten Tag geht das Spiel dann von vorne los.
    Die Aerzte waren es die in den USA damit anfingen Drogen zu dealen und zwar mit dieser oder aehnlicher Masche.
    Daran verdient die Pharmaindustrie, der Arzt, die stets wechselnden „Patienten“ bekommen ihren Schuss und die restlichen Pillen steckt der Drogendealer ein die er dann verhoekert.
    Ich sehe aber nicht wozu man Fluor denn dealen sollte.
    Also man teilte sich den Rezeptblock. Das riecht nach illegaler Medikamentenmafia. Allerdings ist da was faul an der Sache denn kann fluor suechtig machen?

  2. Das war wohl nur das Ausbildungs defizid des ausstellenden Arztes, der von Fluor kaum Ahnung hat, wie jeder andere Laie auch. Das gleiche Ausbildungs defizid liegt wohl bei der Apotheke vor.

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