Einer der kältesten Winter in Paraguay

Paso Yobai: Während viel über den Klimawandel und die Erderwärmung diskutiert wird, sehen manche Einwohner in Paraguay dies jedoch etwas anders. Sie sprechen vom kältesten Winter in Paraguay. Wir haben uns umgehört.

In der Region von Paso Yobai, Departement Guairá, hatte es gestern wieder Frost gegeben. Vor allem die frisch geschnittenen Yerba-Pflanzen leiden unter den klimatischen Bedingungen. Aber auch das Zuckerrohr ist betroffen.

Roland Ganzenmüller, der Moderator vom Radio Independencia, ist seit 17 Jahren in Paraguay. Er berichtete, dass er noch nie so einen strengen und vor allem langen Winter hier im Land erlebt habe.

So ähnlich sehen das auch die Bewohner in der Region von Paso Yobai. „Alle reden vom Klimawandel und der Erderwärmung. Es ist aber in den Wintermonaten hier im Land immer kälter geworden, gerade in den letzten Jahren“, sagte ein Bewohner aus der Kolonie Nansen. Er fügte an, dass es viele Fröste im Juli und August geben habe, zudem würde die Kälteperiode fast immer eine Woche anhalten. Vor Jahren sei dies nur für ein oder zwei Tage der Fall gewesen bis es wärmer geworden sei.

Bewohner aus Paso Yobai berichten ähnliches. „Schon seit Wochen müssen wir Heu für die Rinder füttern, weil die Weiden immer wieder abfrieren und sich nicht erholen“, sagte Oscar Sanchez. Er wohnt in der ersten Linie im vorher erwähnten Distrikt.

Andere wiederum profitieren von der Kälteperiode. „Ich habe noch nie so viel Schnaps und Wein verkauft wie im Juli und August. Jedoch werden vor allem billige Marken bevorzugt, denn die Kunden wollen sparen“, berichtete Carmen Ariola, die einen Supermarkt in Paso Yobai betreibt.

Warum viele sparen ist auch klar, denn die Rechnungen vom staatlichen Stromversorger ANDE schnellen in die Höhe. „Normal zahle ich 60.000 Guaranies bis 80.000 Gs. pro Monat. Im Juli war es ist die dreifache Summe. Wir haben einen kleinen elektrischen Heizlüfter und der lief fast täglich über Stunden“, erklärte Walter Stock aus der Kolonie Sudetia.

Wie es mit dem Wetter weiter geht lässt sich wohl schlecht vorhersagen. Eines ist aber sicher, die Tage werden länger und der kälteste Winter geht irgendwann auch vorbei.

Wochenblatt

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5 Kommentare zu “Einer der kältesten Winter in Paraguay

    1. Offiziell gibt es ja keine Erderwärmung mehr, da ja selbst der Dümmste gemerkt hat, dass das nicht stimmt.
      Jetzt nennen es die Klimalügner halt Klimawandel.

  1. etwas Sarkasmus und witzig : die „erderwärmung“ ist ja nur in den USA und Europa heiß diskutiert. liegt ja auch auf der NORDhalbkugel deswegen wärme steigt nach oben *lol* und somit da paraguay auf der SÜDhalbkugel liegt wird es hier kälter. doch logisch oder *rofl*

  2. Witzig, in der Tat – mit dem Argument bringt man noch jeden Klimawandler zum Rasen.
    Aber erdgeschichtlich sind wir ja heute noch im Abflauen der letzten Eiszeit. So war noch vor 10.000 Jahren der Aermelkanal trocken, der Meeresspiegel mithin 30m tiefer, und diese riesigen Wassermengen an den Polen gespeichert.
    So konnte der Homo Sapiens ja auch vor 20.000 Jahren trockenen Fusses die Beringstrasse überqueren und Amerika besiedeln. Ohne nasse Füsse, aber dafür mit saukalten.

  3. Fällt einfach die restlichen 30% Wald, die Ihr in Paraguay noch habt, und ich verspreche Euch, es wird noch kälter im Winter werden (und im Sommer noch heißer), garantiert auch ohne Klimawandel.

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