Einer von vier Paraguayern ist fettleibig

Asunción: Das Gesundheitsministerium macht sich Sorgen um die Bevölkerung. Einer von vier Paraguayern ist fettleibig, zwei von drei Personen unter der Bevölkerung leiden unter Übergewicht. Zum Frühstück Empanadas und Schnitzel könnten dazu beitragen.

Viele Einheimische nehmen zu viel fette Nahrung auf. Schon am Morgen zwei oder drei frittierte Empanadas, Mittag Schnitzel mit Maniok und abends Asado vom Hausschwein dürfte kaum gesund sein. Zudem fehlt es an gesunden Beilagen wie Salat und frisches Gemüse.

Das Gesundheitsministerium ermahnt nun die Bevölkerung zu gesünderem Essverhalten. Zu viele Pfunde können Diabetes oder koronare Erkrankungen auslösen. Die Bevölkerung in den Städten ist vor allem beim Übergewicht betroffen, mit einem Aufwärtstrend mit zunehmendem Alter.

Adipositas ist eine multikursale Erkrankung, bei der genetische, kulturelle, soziale und ökologische Faktoren eine Rolle spielen. Zu dem Schluss kommt ein Bericht der Abteilung für die Nationalen Strategie zur Prävention und Bekämpfung von Fettleibigkeit.

Ungesunde Entscheidungen erfolgen durch irreführende Werbung, niedrige Preise für ungesunde Lebensmittel sowie mangelnd Bewegung aus Bequemlichkeit.

„In Paraguay ist einer von vier Paraguayern fettleibig, zwei von drei sind übergewichtig. Adipositas tritt vermehrt in Städten auf und mit fortschreitendem Alter“, sagte Dr. Guillermo Sequera, aus der Abteilung für die Überwachung von nicht übertragbaren Krankheiten des Gesundheitsministeriums.

Das höchste Niveau der Fettleibigkeit liegt im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Mittlerweile tritt das Phänomen schon bei Schulkindern auf. Vor 10 Jahren waren 21% der Schüler und Jugendlichen fettleibig oder übergewichtig, heute beträgt der Anteil 31%.

Sequera betonte, chronische Krankheiten, wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und weitere gehören zu den ersten Ursachen der Sterblichkeit und seien eng mit Übergewicht verbunden.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Einer von vier Paraguayern ist fettleibig

  1. Schade drum. Die jungen Paraguayer erscheinen oftmals sehr sportlich und schlank. Eigentlich als eher schöne Menschen zu bezeichnen. So dachte ich vor drei Jahren auch, als ich meine neuen Nachbarn neben und hinter mir begrüßte, jeweils zwei junge Ehepaare. Binnen drei Jahren schafften es alle wie die Dampfnudeln aufzugehen. Von ehemaliger Schönheit blieb nicht mehr viel übrig. Nun frage ich mich, sehen die das selbst nicht, ist es ihnen einfach egal, erkennen sie nicht die gesundheitlichen Folgen ihrer falschen Ernährung, liegt es an einer mangelnden Willenskraft sich gesund zu ernähren und auf seine Figur zu achten, oder ändern sich nach Heirat die Schönheitsideale von schlank auf dick?

    1. Manni, Du hast völlig recht, es ist den Paraguayern völlig egal wie sie aussehen, ob sie einen oder drei Zähne im Maul haben,egal….

  2. Vor kurzem lasen wir einen reisserisch aufgemachten Artikel über Hungersnot in Paragauy über den ich mich sehr gewundert, ja geärgert habe. In diesem Land braucht eigentlich niemand hungern…
    Dieser aktuelle Artikel beschreibt ein wirkliches Problem. Und er wiederspricht wunderbar jenem anderen den ich für sehr überflüssig gehalten habe….

  3. Kann ich nur bestätigen. Ich finde sie (wobei mit „sie“ nicht vorurteilsbehaftet alle Paraguayer gemeint sind) braten zu viel in Öl. Es kommt nichts in die Pfanne ohne Öl.
    Einige scheinen sich ja wirklich Spinat oder sonstiges Gemüse zu leisten, sonst gäbe es das wohl kaum zu kaufen. Aber viele können sich kein Spinat oder ähnliches leisten.
    Fleisch ohne Salz schmeckt mir nicht. Deshalb tue ich ein wenig dran und gut ist. Das kenne ich auch anders hier.
    Was gibt es an den Bahnhofskiosken für Sandwiches zu kaufen? Keine. Ja gut, 1/2 weißes Toastbrot mit 1/2 Käsescheibe mit 1/2 Scheibe Schinken. Und das kostet ganze 60 Cents (3 bis 3,5 mil), eigentlich unverschämt. Ah, sonst gibt es ja noch Empanadas. Und, Empanadas. Dafür in drei Geschmacksrichtungen. Ah, und Empanadas, in jedem der 2 Millionen Bahnhofskioske im Land. Und Empanadas gibt es auch. Ach habe ich schon erwähnt, Empanadas kann man auch an den Bahnhofskiosken haben.
    Sonst gibt es auch noch Fiambre Aufschnitt, Pancho (Wienerwürste einfach 10x würg wie in Europa) und Empanadas zuhause. Einheitlich alles in Einheits-Tomatensauce, alles auf einmal in den Topf und wirklich zwei Stunden wirklich, aber wirklich gut gegart. Da bewegt sich ganz sich nichts mehr in der Suppe. Suppe? Ne, doch eher Gizo. Warum sollte zu viel verarbeitetes, sowie rotes Fleisch auch ungesund sein, vor allem wenn Äpfel und Birnen so caro sind. Ja, und Trauben, Kiwis und Pfirsiche kaufst besser in Sauerkraut weil billiger. Aber da kommen die Kiwis ja auch nicht von so weit her, die Kassiererin verdient knapp 300 Euro pro Monat und Heizung nicht vorhanden im Aldi.
    Ja, ich weiß, aber ich kann nicht zurückschwimmen, zu weit. Warte immer noch bis mir USA, Japan, Korea oder Sauerkraut ein Flugbillet doniert.
    Nicht einmal Ravioli aus der Büchse gibt es hier zu kaufen. Im Casa Rica vielleicht, das weiß ich nicht. Dafür Fleisch zähl wie Leder billig. Liegt wohl daran, dass das Fett auf der Unterseite in der Verpackung einfach Gummi ist, wie man nach dem Kauf bemerken darf.
    Habe ja auch noch nie ein Kind einen Apfel essen sehen, hängen nur an ihrer Yogur- und Galletitas-Tüten. Yogur sicher gesund, aber Yogur und Yogur mit Yogur kann auf die Dauer schon lipidem Wachstum führen.
    Ach, habe ich schon erwähnt, an den Bahnhofskiosken gibt es auch Empanadas zu kaufen. In Fett gebraten, dafür Omega-klassiges Fleisch beinhaltet. Wer es noch nicht wusste, gibt es auch eine erweitertes Sortiment an Empanadas mit Jamon y Queso oder Pollo. Ja, an 2 Millionen Bahnhofskiosken im Lande gibt es diese drei Geschmacksrichtungen! Nein, es gibt keinen einzigen Bahnhofskiosk der Empanadas mit Spinat verkauft. Oder sonstige Varianten von Empanadas. No way. Carne, Jamon y Queso oder Pollo, dabei bleibt es. Ah, ne, es gibt sie auch noch aus dem Horno, dem Backofen, statt aus dem Öl. In den Geschmacksrichtgen: Carne, Jamon y Queso oder Pollo.
    Nun haben wir also schon sechs verschiedene Empanadas: Carne, Jamon y Queso oder Pollo, ausm Öl oder ausm Backofen. Da könnte man natürlich anfangen diese zu mischen.
    Sollten Sie also vorhaben nach Paraguay zu wandern und suchen noch eine Erwerbstätigkeit? Gefühlte 200.000 Einwanderungshelfer (deutscher Qualität zu paraguayschen Preisen), 200.000 Pensionen (deutscher Qualität zu paraguayschen Preisen), 200.000 Metzger (deutscher Qualität zu paraguayschen Preisen) und 500.000 Immobilienvertschuter (deutscher Qualität zu paraguayschen Preisen) gibt es zwar schon in Paraguay, aber mit Empanadas lässt sich noch gutes Geld verdienen. Machst einfach Spinat rein!

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