Einführung von Zeitsoldaten in paraguayischen Streitkräften geplant

Asunción: Die Regierung Lugos ist interessiert an der Einführung von Soldaten auf Zeit (STV). Ein diesbezügliches Gesetzesprojekt sieht vor eine hohe Anzahl von Soldaten einzuziehen und ihnen eine Kampfausbildung zu erteilen.

Für den Fall dass das Projekt gebilligt wird, würden fast 1.500 junge Menschen die Möglichkeit haben, in den militärischen Dienst aufgenommen zu werden. Die neuen Soldaten sollen Mindestgehalt (1.658.232 Guaranies) ausgezahlt bekommen.

Da das Gesetzesprojekt den Senat schon erfolgreich durchlief bleibt dem Abgeordnetenhaus ein Monat um sich zu entscheiden.

Die Opposition hegt Zweifel an den Absichten der Regierung und alarmierte davor, dass eine regimetreue Miliz gebildet werden könne, die die sozialistischen Werte der Regierung treu verteidigen. Die Anzahl der Neusoldaten auf Zeit ist unbegrenzt allerdings mit einer Dauer von 12 Monaten mit Verlängerung auf 24 Monate.

Die nationale Regierung sieht in dem Projekt nur Vorteile. Das Militär hätte mehr Kampftruppen und die Gelder dafür standen schon vor der Billigung im Senat bereit.

(Wochenblatt / Abc)

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4 Kommentare zu “Einführung von Zeitsoldaten in paraguayischen Streitkräften geplant

  1. Ich würde sogar noch weiter gehen und eine Pflicht für jeden jungen Mann 12 Monate etwas für sein Land zu tun einführen.Voraus gesetzt, er lernt in dieser Zeit auch einen Knopf annähen, den Abwasch machen, Staub wischen, Laub harken und vor allem Disziplin und Achtung vor anderen Menschen. Das hat noch nie einem Mann geschadet, auch wenn er 12 Monate getrennt war von Frau oder Freundin.Nationalstolz ist ja ganz groß in Paraguay, aber Nationalpflicht will keiner. Aber das machen die Politiker ja vor,also was soll´s. War nur eine Träumerei.

  2. Naja, für was braucht Paraguay eine Armee?
    Es herrscht kein Krieg, und es droht auch keiner, und selbst wenn könnte man wohl nur gegen Bolivien was ausrichten, gegen die grösseren wie Brasilien oder Argentinien kann man eh gleich die weisse Flagge hissen…von der Ausstattung der Armee mal abgesehen…da sollte man das Geld lieber gleich in was anderes stecken, z.B. Polizei oder andere Einrichtungen die Infrastrukturen im Land verbessern und ausbauen, die auch einen praktischen Nutzen haben und nicht nur einen theoretischen 😉

  3. Man muss das Ganze auch aus einer anderen Perspektive sehen. Und zwar aus der Perspektive derer, die von diesem System profitieren. Soldaten sind für so manchen billige Arbeitskräfte. Geräte können vielseitig eingesetzt werden und so weiter ………

  4. Militär, Nationalstolz fördern? Ich hätte als 19-jähriger besseres zu tun gehabt, als dass sich mein dreikäsehoher Vorgesetzer mittels dem Instrumentarium von Drohung und Angst auf meine „freiwilligen“ Dienste profiliert, denn ganz so freiwillig habe ich den Mist nicht mitgemacht. Ja, Knöpfe annähen, das war noch das Gescheiteste was ich in dem Männerverein gelernt habe. Auf mein Land habe ich weder Nationalstolz, auch wenn vieles für den Unfug getan wird, noch ist Militär zu irgendwas zu gebrauchen, ausser dass Steuergelder vernichtet werden und dass ein paar Volldeppen ihre Rangabzeichen an die Tapete kleben können. Genutzt hat mir der Homo-Verein gar nichts! Es gibt Gescheiteres als Menschen-erschiessen zu lernen!
    So ein „Männer-unter-sich“-Verein mag ja bei Lugo grossen Anklang finden. Soldaten sind (nach dem Abverdienen, Krieg) in der Privatwirtschaft zu nichts zu gebrauchen, wie man nach dem 1. Weltkrieg gesehen hat, ausser einen weiteren Krieg herbeizusinnen.

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