Eintrag bei Informconf für säumige Zahler

Asunción: Die beiden Staatsbetriebe Essap und ANDE suchen neue Wege, säumige Zahler zu sanktionieren. Ein Eintrag bei Informconf könnte die Lösung sein.

Der staatliche Stromversorger ANDE hat das Vorhaben schon bei allen Dienststellen umgesetzt, der Wasserversorger Essap diskutiert noch über weitere Einzelheiten, dürfte aber den Plan ebenfalls bald durchführen.

Aus der ANDE wurde verlautbart, dass solch eine Vorgehensweise wohl die Kriminalität der Kunden verringere. Es ist übrigens das erste Mal, dass so etwas passiert. Ein Eintrag bei Informconf, vergleichbar mit der Schufa in Deutschland, hat umfangreiche Folgen. Der Betroffene kann keinen Kredit mehr beantragen, unter Umständen erfolgt sogar eine Kontosperrung.

Die ANDE bestrafte nun 14 delinquente Kunden, die ihre säumigen Rechnungen nicht bezahlten. Insgesamt belaufen sich die Forderungen des Energieversorgers auf über 174 Millionen Guaranies. Es gab eine Anhäufung von drei oder mehr unbezahlten Rechnungen. Daraufhin erfolgte ein Sperrauftrag.

Ist dieser erfolgt müssen die Beamten der ANDE, wenn keine vollständige oder teilweise Bezahlung der Energieschulden erfolgt, die Systemdaten des Kunden und der Anschluss nach 24 Stunden gelöscht werden und ein Eintrag bei Informconf erfolgen.

Laut der ANDE beträgt die Quote der säumigen Zahler im Privatsektor rund 13%, während es im öffentlichen Bereich etwa 70% sind. In der Regel wird bei den Delinquenten der Zähler abmontiert. Erfolgt diese Maßnahme, so die ANDE, würden die meisten Betroffenen eine Abschlagszahlung leisten und sich die Situation im Laufe der Zeit normalisieren.

Quelle: ABC Color

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7 Kommentare zu “Eintrag bei Informconf für säumige Zahler

    1. Also bleibt alles wie gehabt. Die Betrüger betrügen weiter die ANDE und die Ehrlichen sind die Dummen. Eigentlich müßten die ehrlichen Dummen endlich dagegen protestieren – doch sie tun es nicht.

      1. @manni
        du must aufpassen, dass du keinen „herzkaspar“ bekommst wenn du dich so aufregst, hahahaha
        wie kann man nur…….., dein leben muss doch sehr freudlos sein.

  1. Ein Eintrag in Informconf ist uninteressant, er hat fast keine Auswirkung. Da sind so viele eingetragen, die dies nicht einmal selbst wissen, und auch jahrelang nicht merken. Wer z.B. in einem Elektrogeschäft etwas kaufen wollte und hat sich lediglich nach Preisen erkundigt, nebst den Monatsraten für Kreditkäufe, ist in Informconf eingetragen, auch wenn kein Kauf zustandegekommen ist. Ich war selbst jahrelang in Informconf eingetragen, weil meine Frau, ohne mit mir Rücksprache zu nehmen, einer Arbeitskollegin für einen Kreditkauf eines Möbelstücks gebürgt hat. Dabei wurde lediglich nach dem Namen des Ehegatten der Bürgin gefragt. Und schon war ich für Jahre in Informconf. Wo dies allerdings sofort zu merken ist, das ist, wenn jemand sich um eine Arbeitsstelle bewirbt., Denn fast sämtliche Firmen, die neues Personal einstellen, erkundigen sich bei Informconf, ob man dort registriert ist. Und ist dort jemand registriert, der wird dann schon automatisch nicht akzeptiert, weil dieser angeblich Schulden habe und sei deshalb geldbedürftig, und es bestehe die Gefahr, daß er dann in seiner neuen Arbeit klauen werde. Diese Ansichten sind wirklich mehr als lachhaft, aber sie sind gerade in Paraguay leider gang und gäbe.

    1. In diesem Staat liegt so vieles im Argen. Datenschutzgesetz ist hier ein Fremdwort und keinen kümmerts. Wie kann es sein, daß jemand in Informconf eingetragen ist, nur weil er sich nach Preisen erkundigt oder als Bürge auftritt. Offensichtlich gibt es überhaupt keine klaren Regeln. Außerdem ist ein ehemaliger säumiger Schuldner für alle Zeiten dort eingetragen, selbst dann, wenn er schon längst seine Schulden abgetragen hat. Es ist höchst kompliziert und kostspielig den Austrag bei Informconf zu beantragen. Wer macht das schon? Das ist eine Riesenschweinerei der sich keiner dieser „verantwortungsvollen & hochdotierten“ Politiker annimmt. Verantwortungslosigkeit gepaart mit Ignoranz = UNFASSBAR!

  2. „…die Quote der säumigen Zahler im Privatsektor rund 13%, während es im öffentlichen Bereich etwa 70% sind.“
    Ob die auch bei Informcon erscheinen. Die rückständigen Beträge über die Jahre
    sind vielleicht höher als im Privatsektor. Man sollte dies bei aller Kritik an ANDE beruecksichtigen. Ein privater Betreiber kann dieses Problem, wie das der betreffenden Gewerkschaft auch nicht lösen.

  3. Was soll dieses Herumgeeiere? Ein Eintrag in die Informconf wird kaum jemand groß abschrecken, weil die Mehrzahl der Schwarzstrombezieher die Auswirkungen davon nicht richtig begreifen. Außerdem ist ein solcher Eintrag absolut nicht verhältnismäßig im Hinblick auf die Liquidität des Schuldners in der Zukunft. Warum packt man nicht den „Stier bei den Hörnern“ und klemmt einfach den Strom ab einschließlich Demontage der ungenehmigt verlegten Kabel? Hat die ANDE Angst vor einer solchen Maßnahme, weil sie den Aufstand der Schwarzstrombezieher befürchtet? Oder hält sie die Regierung davon ab, weil sie um Wählerstimmen fürchtet? Mit Recht und Gerechtigkeit, vor allem gegenüber den ehrlichen Strombeziehern, hat das nichts mehr zu tun.

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