Elmer Vogt, ehemaliger Bürgermeister von Mariscal Estigarribia, wird wegen Veruntreuung angezeigt

Mariscal Estigarribia: Der Interims-Bürgermeister von Mariscal Estigarribia, Eduardo Martínez, reichte heute Morgen eine Anzeige wegen Untreue und Verwendung öffentlicher Dokumente mit falschem Inhalt gegen seinen Vorgänger Elmer Vogt ein, weil dieser ein unklares Manöver bei der Rücknahme einer Klage zum Gewinn von 5.000 Hektar zugunsten der Gemeinde durchgeführt hatte.

Der Beschwerde lagen die Unterschriften der Stadträte Carolina González, César González, Vidal Campuzano, Aurelio Cuéllar und Nelson Cano Servín bei. Das Dokument deckt einen Landkauf auf, der auf das Jahr 2002 zurückgeht, als der damalige Bürgermeister von Mariscal Estigarribia, Hermann Ratzlaff, das IBR (heute INDERT) um den Kauf von 5.000 Hektar für die Einrichtung eines kommunalen Reservats bat, ein Antrag, der nach langer Zeit genehmigt wurde.

Trotz der Tatsache, dass INDERT die Gemeinde Mariscal Estigarribia begünstigte, waren die Ländereien in der Gegend von Infante Rivarola und Pozo Hondo besetzt, was zu einem mehrjährigen Rechtsstreit mit den Besetzern führte, die die Zahlung von Verbesserungen verlangten, um den Ort zu verlassen. Trotzdem führte Vogt zu dieser Zeit Besetzungspläne durch, mit der Absicht, das Gebiet zu besiedeln, da alle Prozesse zugunsten der Gemeinde ausfielen.

Elmer Vogt zog sich jedoch einen Monat vor Ablauf seiner Amtszeit (er kandidierte später für das Amt des Bürgermeisters des neuen Bezirks Boquerón) aus dem Verfahren zurück, ohne den Gemeinderat davon in Kenntnis zu setzen und ohne irgendeine Erklärung abzugeben, indem er eine Vereinbarung mit der Gegenpartei unterzeichnete und so die Gemeinde ihrer Rechte auf das Grundstück beraubte.

Guillermo Ferreiro, Anwalt in diesem Fall, sagte, dass “der ehemalige Bürgermeister Elmer Vogt von sich aus darauf verzichtet hat, er hat kein Rechtsgutachten eingeholt und das Grundstück praktisch verschenkt”.

Die Benennung des Falles wird abgewartet, damit die Staatsanwaltschaft den Fall untersuchen kann, und je nach Einstufung des Schadens hat der Fall einen Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe.

Was die Kandidatur von Vogt für den neuen Bezirk Boquerón (in dem sich derzeit die Colonia Neuland befindet) betrifft, hat die ANR die Anfechtung von drei Wahllokalen beantragt und sich damit gegen das Ergebnis gestellt, das den Kandidaten der Allianz, César González, mit 55 Stimmen zum Sieger erklärt. Das Wahlgericht muss nun entscheiden, ob es dem Antrag stattgibt oder das Ergebnis der am Sonntag abgehaltenen Wahlen für gültig erklärt.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Elmer Vogt, ehemaliger Bürgermeister von Mariscal Estigarribia, wird wegen Veruntreuung angezeigt

  1. Das ist ja hierzulande für Politiker, Polizisten, Justizangestellte usw usf nichts außergewöhnliches wegen Korruption angeklagt zu werden. An der Tagesordnung sozusagen. Aber nach diesen Wahlen wird sich bestimmt alles ändern. Ja, ich weiß, der war wieder einmal gut und erst recht, wenn nicht der 1. April ist. So kommt es wohl nur aufs richtige Parteibuch undoder wie prall der Geldbeutel bereits gefüllt wurde und wie viel man davon abgeben möchte. Jedenfalls wird mit diesem Caso wieder viel Plata in Umlauf gebracht und alles bleibt beim Alten. Egal, gewusst wie, kann man immer neues beschaffen.

  2. Bin ich richtig informiert, daß hierzulande Bestechung und Bestechlickkeit nicht als Straftatbestand gilt? Eher als ein völlig normaler Vorgang, der als besonders “clever und erfolgreich” angesehen wird? Ich erinnere mich an eine FS-Serie im hiesigen Fernsehen mit dem Titel: “LÜGEN UM ZU LEBEN!” So pflanzt man die Unmoral in die Köpfe der Menschen und muß sich nicht wundern, wenn sich eine Gesellschaft in einem unmoralischen, wirren Geisteszustand befindet. Selbst die Kirchen sind Teil dieser Unkultur oder machen es teilweise sogar noch vor.

    1. Da haben Sie schon recht. Die Menschen hier müssen einfach mit der Unsicherheit und Korruption leben. Ändern kann man als Einzelner nichts. Sicherlich ist es besser eine Justiz und Polizei zu haben. Besser als gar keine. Dann wäre natürlich alles viel schlimmer. Aber mit einer solchen Justiz und Polizei muss man sich einfach damit abfinden, dass Ordnung, Recht und Gesetz nur halbbazig umgesetzt wird. Das ist schade, auch ich finde es muss nicht so sein wie in DÖCH, wo die Polizei schon auf der Matte steht, bevor man auf “Kommentar absenden” klickt. Aber so wie hierzulande geht es ja auch nicht. Etwas zwischendrin wäre schön.

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