Energieversorger warnt vor hohen Stromrechnungen

Asunción: Der Präsident des staatlichen Energieversorgers ANDE, Felix Sosa, warnte vor hohen Stromrechnungen, denn die Nutzung von Klimaanlagen zur Heizung in den Häusern verbrauche viel mehr elektrische Energie als wenn diese zum Kühlen eingesetzt werden.

Angesichts der kalten Jahreszeit entscheiden sich viele Haushalte für eine angenehme Umgebung durch den Einsatz von Klimaanlagen oder kleinen Elektroöfen.

In diesem Sinne erklärte der Direktor der ANDE, dass der Einsatz von Elektroheizung im Vergleich zum Kühlen einer Klimaanlage einen viel höheren Stromverbrauch habe.

„Die Heißluft nutzt mehr Energie, da zum Beispiel der Elektroherd mehr verbraucht als ein Gasofen“, erläuterte Sosa weiter.

Obwohl der Stromverbrauch in der kalten Jahreszeit sinkt, erinnert er daran, dass der Energiebedarf in der heißen Jahreszeit aufgrund der ständigen Nutzung der Klimaanlage erheblich ansteige.

Andererseits erwähnte der Präsident der ANDE, dass es in diesen letzten Tagen der intensiven Kälte keine Stromausfälle gegeben habe und keine Schwierigkeiten gemeldet worden seien.

„Im Moment gibt es keine Menschen ohne Service. Es kann sein, dass es konkrete Probleme gibt, aber weitere Berichte liegen uns nicht vor“, sagte Sosa.

Er erklärte auch, dass man den Umstand nutze, dass die Bürger weniger Energie verbrauchen, um die Wartung verschiedener Verteilerleitungen durchzuführen.

„Wir führen Installationen in verschiedenen Teilen des Landes durch, wechseln Transformatoren und nehmen Wartungsarbeiten vor“, erklärte Sosa abschließend.

Wochenblatt / Ultima Hora

CC
CC
Europakongress

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “Energieversorger warnt vor hohen Stromrechnungen

    1. Die Aussage des des Präsidenten der Ande, dass Klimaanlagen beim Heizen viel mehr Strom verbrauchen als beim Kühlen, stimmt so nicht, jedenfalls nicht für Splittanlagen ab Baujahr 2010. Der Mehrverbrauch liegt je nach Außentemperatur zwischen 10 und 20 %. Diese Anlagen arbeiten beim Heizen als Wärmepumpen. Sie sind somomit viel effektiver als ein herkömmlicher Heizlüfter.

  1. Klimanlagen mit Heizungsmodus sind wesentlich effektivere Heizungen als Öfen, egal ob mit Strom, Gas, Öl oder Holz betrieben. Man zahlt für die Kompressorleistung, die die Wärmepumpe antreibt. Klimaanlagen habe einen sog. Erntefaktor, sozusagen die transportierte Wärmeleistung in Bezug zur Kompressorleistung.
    Dieser Erntefaktor liegt bei modernsten ca. 3 beim Kühlen und geht bis 4 beim Heizen.
    Das kommt daher, weil der Kompressor das Kühlmittel aufheizt und man diese Wärme beim Heizen nutzen kann, beim Kühlen ist das von Nachteil.
    Mit anderen Worten, aus 1kW Kompressor Leistung erzeugt die moderne Klima im Idealfall 2-3kW Kälte und 3-4kW Wärme.
    Alles pi mal Daumen, nur um das Prinzip zu erklären.
    1kWh elektrisch ist deutlich billiger als die anderen Quellen, wenn man die kaufen muss.
    Wer Holz vor der Hütte hat, rechnet anders.

  2. Ich hab nachfolgenden Text schon mal in 2019 veröffentlicht, gilt prinzipiell immer noch.

    \ Warmer_Hintern_WB_2019.txt xyz20190705

    Was kostet ein warmer Hintern?

    Vorwort:

    Der Text ist ellenlang, enthält keine Spuren von Predigten oder Bibelzitaten 🙂
    aber vermutlich sinnvoller.

    Der Text basiert auf einen Forenbeitrag eines alten Freundes, der das vor
    10 Jahren veröffentlicht hat und mir die Erlaubnis gab, das auf den
    Stand 2019 zu bringen, es zu ergänzen, verändern und unter meinem
    Pseudonym XYZ im Wochenblatt zu bringen.

    Die Werte im folgenden sind gerundet,
    also nichts für Erbsenzähler. Es wird eine Kurs von 6800Gs/€ angesetzt.

    z.Zt. ist es wieder mal mächtig kalt in Paraguay und da wirft sich wiedermal
    die Frage auf:

    Was kostet ein warmer Hintern 🙂

    Mit dem sprichwörtlichst naheliegendensten kenne ich mich nicht aus.
    Und die, die Kontakte zu der Szene haben, mag ich nicht fragen, wie
    die Tarife sind. Ich bin froh, wenn ich diese Leute nicht sehe 🙂

    Heizen mit Mädels:

    Dann kommt die Frage, was kosten denn die Mädels? Man sagte mir ab
    100.000Gs sollen sie kosten. Gehen wir mal von 1h aus und das Mädel
    entwickelt 200W Wärmeleistung. Das geht, wenn sie sich ordentlich
    bewegt oder fülliger ist 🙂

    Praktischerweise rechnen wir alles um auf die Kilowattstunde [kWh],
    würde also bedeuten 500.000Gs/kWh macht etwas über 70€/kWh.
    Ganz schön teuer, aber wenn es einem das wert ist und Spass könnte
    es ja auch machen 🙂

    Heizen mit Gas:

    Als nächstes kommt Flaschengas in Frage. 10kg kosten rund 60.000Gs.
    LPG hat eine Energie von 12,9kWh/kg, macht also 129kWh und wir
    kommen auf 60.000Gs/129kWh= 456Gs/kWh = 0,066€/kWh.
    Deutlich billiger 🙂

    Mal überschlagen, wie lange so eine Flasche hält. Ich hatte mir so einen
    Gasofen/Infrarot Heizer gekauft, da kann man hinten die Flasche
    reinstellen und vorne ist eine Keramikfläche von etwas mehr als DIN A5
    Größe, die munter strahlt und heizt. Das Gerät liefert 3.600kcal/h und
    braucht dabei 310gr/h an Gas.

    Mit den 310gr/h kommt man also 10kgh/0,31kg= 32h, das reicht schon
    1 1/3 Tag bei vollem Rohr. Aber wieviel ist das in Watt? 1kcal/h = 1,163W.
    Ergibt bei 3.600 * 1,163 W = 4,2kW. 129kWh/4,2 kW = 30h. passt also.

    Heizen mit Strom:

    Jetzt mal sehen, was die Heizerei mit Strom kostet. Das ist relativ
    leicht auszurechnen. ANDE berechnet ca. 480 Gs/kWh = 0,071€/kWh.

    So ein elektrischer Ofen oder ein Heizlüfter schafft typischerweise um
    2000W. Kabel und Sicherungen geben meist auch nicht viel mehr her.
    Für Paraguayer ein recht teures Vergnügen. Der Mindestlohn (der nur in
    ASU für Fachleute bezahlt wird), liegt bei knapp über 320€!.

    Heizen mit Klimaanlage:

    Wenn man nun eine Klimaanlage hat, in der man die Richtung der Wärme-
    pumpe umdrehen kann (also Wärme ins Haus =heizen, so gehts hier oft in
    PY), kommt man auf folgende Rechnung:

    Meine Klima im Schlafzimmer hat 18.000BTU ein völlig krudes Mass und
    auch noch falsch angewendet. Muss korrekt heissen 18.000 BTU/h. MIt
    1000BTU/h = 293 W ergibt 18.000*293W = 5,3kW. Um den Kompressor
    und die Gebläse anzutreiben braucht sie 2000W. Mit anderen Worten ich
    zahle für 2.000W und bekomme 5.300W raus.
    Die Abwärme des Kompressors heizt ja mit.

    Macht also 480Gs/kwh * 2000/5300 = 200Gs/kWh somit 0,028€/kWh.

    D.h. Klima als Heizung ist das preisgünstigste von den untersuchten
    Möglichkeiten.

    Jetzt mal zu Holz:

    Rechnen ist schwierig, da das Gewicht des Holzscheites und der Preis
    mir nicht bekannt sind.

    Gut getrocknetes Holz (20% Feuchte) hat einen Brennwert je kg von
    rund 4,2kW/h und entspricht so der theoretischen Heizleistung des
    obigen Gasofens. Im offenen Kamin kann man den Wert aber nicht erreichen.
    Da kann man sich mit 5-10% schon glücklich schätzen.

    Also mit voller theoretischer Ausnutzung käme das kg 20% Feuchte Holz
    auf den Brennwert von 310gr Gas. 310gr Gas kosten ungefähr 1800G$.

    Also wie schwer sind jetzt die Scheite und welche Schuhgröße hat der Lokführer?

    Keine Ahnung, aber mit offenem Kamin und dessen bescheidenem Wirkungsgrad
    kommt man locker auf das 10-20fache an Kosten, wie der Gasofen.

    Nun noch ein paar Gedanken zu Diesel&Co:

    Hab gerade zufällig die Heizwerte von Diesel gefunden ca. 9kWh/l. Ergibt bei
    einem Preis von 6000 Gs/l (geschätzt, da ich einen Benziner fahre) einen Betrag
    von 6000/9 = 666,67 Gs/kWh mit dem aktuellen Kurs (6800/€) also 0,098 €/kWh.

    Das ist dann rund 3-4x so teuer, wie mit strombetriebener Wärmepumpe (Klima im
    Heizbetrieb, da war das 0,028€/kWh)

    Bleibt noch Benzin:

    Heizwert für Benzin liegt etwas niedriger, dafür ist es etwas teuerer.
    So mal zum Ausgleich.

    Epilog:

    Und die Moral von der Geschicht?

    Selbst mit Holz in speziellen (sehr aufwändigen und teuren Öfen) kommt man bei
    weitem kostenmäßig nicht an die heizende Klimaanlage ran, falls man das Holz kaufen
    muß. Im offenen Kamin schon gleich garnicht. Von der Luftverschmutzung reden wir
    auch nicht, da ist Wasserkraft (Itapua, Ahacay, Yazyreta …) eh nicht unterbietbar.

    Mit Gas haut man sich bei offener Flamme ordentlich Wasserdampf in die Bude, bei
    Diesel und Holz auch noch Gestank und natürlich sehr leicht auch CO.

    Wenn man das nicht haben will (wasserdampf/Gestank/CO), kann man das mit einem
    Schornstein aus dem Haus leiten… mitsamt einem ordentliche Anteil bezahlter,
    aber unnützer Wärme.

    Heizen per Klima ist das günstigste der untersuchten Fälle.

    ===========

    1. Interessant!
      Ich heize hauptsächlich mit Holz, weil ich das gratis habe und wegen der Gemütlichkeit. Aber damit bekomme ich nicht jedes Zimmer warm. Hätte ich mir die Anschaffung der Heizlüfter sparen können.

  3. Ich heize mit Wärmewellenheizern, eine tolle Sache, wie ich meine… Angenehme Wärme, sehr angenehme Wärme, muß ich sagen. Bei den hiesigen Strompreisen sehr rentabel, komfortabel dazu, es wird kein Staub aufgewirbelt… Man hat das Gefühl von einer Kachelofenheizung, wie man sie früher hatte. Ich kann sie nur empfehlen….

Kommentar hinzufügen