Entführung durch EPP: Was wir wissen und was nicht

Tacuatí: Die Entführung von Franz Hierbert durch die selbsternannte paraguayische Volksarmee (EPP) scheint bestätigt, da wieder einmal ein Bekennerschreiben von ihnen am Tatort aufgefunden wurden.

Außerdem hat speziell diese Estancia in der Kolonie Santa Clara sowie die nähere Umgebung eine leidvolle Historie mit der EPP. Seit vielen Jahren wird dieser Ort, 12 km von der Ruta 3 entfernt, von den Mitgliedern frequentiert. Es starben auch schon Polizisten davor, eine Menschenrechtskommission wurde in der Nähe attackiert und selbst eine Station der gemeinsamen Einsatzkräfte konnte die EPP nicht auf Distanz halten.

Franz Hiebert, der in Manitoba wohnt, wie auch Abrahan Fehr, die andere mennonitische Geisel der EPP, war Traktorist und Transporteur. Auf der Estancia San Eduardo war er nur für das Ausbringen der Saat verantwortlich.

Die Behörden haben den Inhalt der gefundenen Schreiben, in den die EPP sich zur Entführung bekannt haben soll, noch nicht veröffentlicht. Ob darin Lösegeld gefordert wurde, ist nicht bekannt.

Anscheinend gab es Augenzeugen, Grund weswegen vier Männer und eine Frau in Uniform beschrieben werden konnten.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora

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4 Kommentare zu “Entführung durch EPP: Was wir wissen und was nicht

  1. Und immer wieder trifft es die Mennoniten. Ist schon sehr seltsam! Obwohl, oder auch gerade deshalb, weil diese Bevölkerungsgruppe besonders erfolgreich im Land arbeitet, Arbeitsplätze schafft, einen hohen Anteil an Steuerleistungen korrekt an den Staat abführt, vorbildlich Sozialeinrichtungen führt und sich nicht in den Sumpf der Politik und Korruption hinein ziehen läßt. Offenbar sind die Mennoniten bestimmten Kreisen ein Dorn im Auge. Gerade darum wäre es angebracht, daß der Staat, vertreten durch den Präsidenten, sich für deren Leistungen und Belange interessiert und einsetzt – beispielsweise auch durch öffentlichkeitswirksame Besuche in den Kolonien der Mennoniten.

    1. Der Innenminister (egal wer) besucht die doch einmal im Jahr, schwafelt dass sie die EPP bald kriegen und fest ueberzeugt ist, dass die Geiseln noch leben.
      Reicht doch, oder?

  2. wolfgang sukowsky

    Reply

    Will den alten Zeiten nicht nachtrauern doch manchmal kommt die Melancholie hoch.
    Gerade wenn man weit ab vom Schuss lebt schreckt man nachts leicht auf.
    Für den Staat wäre es ein leichtes hier Ordnung zu schaffen. Habe den Eindruck man will es da oben gar nicht.

  3. Wer profitiert, wenn es die Mennoniten nicht mehr gibt? Stimme Manni zu, ist „seltsam“ und so schwierig kann es wohl auch nicht sein da Ordnung zu schaffen…. sollte der „politische Wille“ vorhanden sein.

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