Entführung in Caaguazú: Kein gutes Ende befürchtet

Nueva Toledo: Zehn Tage ist es her, dass der Deutschbrasilianer Alecio Dresch (73) sowie sein 12-jähriger Enkel von Unbekannten entführt wurde. Wegen fehlender Neuigkeiten kommt Furcht auf.

Am vergangenen 23. Oktober wurden in der Kolonie Margarita des Distrikts Nueva Toledo Opa und Enkel entführt. Seit dem gab es ein paar SMS mit Forderungen und Beschwichtigungen und danach nichts mehr. Die Familie Dresch bat die Polizei Abstand zu halten. In Bewegung kam trotzdem nichts, da die Familie keine 250.000 oder 300.000 US-Dollar aufbringen kann.

Seit vergangenen Samstag, also seit sechs Tagen, soll kein Kontakt mehr zwischen den Entführern und der Familie Dresch herrschen. Polizisten kamen zurück in die Umgebung und durchforsteten diese, jedoch ohne Anzeichen der Entführten. Dabei soll es auch zum Einsatz von High End Technologie gekommen sein. Das Resultat lässt jedoch noch auf sich warten.

Erschwerend kommt in der Ortschaft noch hinzu, dass die meisten Einwohner Deutschbrasilianersind sind und Fremden gegenüber sehr verschlossen agieren. Dies ist bei keiner Ermittlung förderlich.

Wochenblatt / Última Hora

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1 Kommentar zu “Entführung in Caaguazú: Kein gutes Ende befürchtet

  1. Wie wenig Pietät diese Entführer doch haben einen 73- und 12-jährigen zu entführen.
    Das muss man autoritären Regimen schon lassen (Nazis, Stroessner & Konsorten), die würden kurzen Prozess mit Schwerstkriminellen machen. Dies schreibe ich obwohl ich die Nazis, Stroessner & Konsorten zutiefst verabscheue und mir keinesfalls solche Regimes wünsche.
    Aber man frag sich schon für was eine Regierung Antiterroreinheiten hat bzw. der Steuerzahler diese finanzieren muss. Mir scheint, dass diese außer zu üben und den Steuerzahler viel Geld kosten nicht wirklich viel bringen. Ich meine ich bin dagegen, dass nun willkürlich jedes Haus durchsucht wird ohne Verdacht. Aber mit dieser Larifari-Mentlität der momentanen Regierungen und Strafverfolgungsbehörden wird das Ganze nur noch schlimmer werden.
    Ich empfehle nach Verdachts- und Anhaltspunkten zu suchen und hart durchzugreifen, was sie ja zweifellos bekunden mit Ergebnis nil, sowie den gefangenen Mitgliedern – was geschätzte alle 20 Jahre auch mal wieder vorkommt – noch 20 Jahre Zuchthaus extra zu geben, einfach damit unschuldige Bürger wieder normal und sich in (relativer) Sicherheit wiegend ihrem Beruf, ihrer Familie und ihren anderen Sorgen widmen können.
    Aber wie mir scheint kann man jede Kindergartenklasse zur Antiterroreinheit erkoren. Ja, das geht, sogar ganz einfach.
    Wahrscheinlich ist, dass Millionen US-Dollar für solche Antiterrorübungsgruppen irgendwo versickern, so dass keine vernünftige Ausrüstung zustande kommt. Und USA, Korea oder Deutschland hat einfach keine Funkeranlagen aus dem Jahre 1957 zu donieren. Darüber sind die Verantwortlichen auch stets am Heulen. Sie wollen noch mehr Millionen US-Dollar um einen Erfolg zwischen Null und Eins erzielen zu können. Pro Jahrzehnt versteht sich.
    So muss die Antiterrorübungsgruppen auch im Zeitalter des Internets noch mit Plastik-Müll-anzünden kommunizieren. Millionen US-Dollar und es reicht nicht einmal für ein paar Commodore C-64. Traurig aber wahr.
    Offenbar können sich Schwerstkriminelle mehr Treibstoff und Infrastruktur leisten als das durch Korruption für Antiterroreinheiten noch zur Verfügung steht.
    Jedes Verbrechen muss organisiert werden und hinterlässt Spuren. Das weiß ich, weil ich Sherlock Holmes gelesen habe.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_64
    https://de.wikipedia.org/wiki/Antiterroreinheit
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sherlock_Holmes

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