Entlassene Busfahrer greifen zu extremen Mitteln

Asunción: Seit fast einem Monat kreuzigten sich Busfahrer der Linie 30 der Hauptstadt, um wieder in die Liste der Arbeitnehmer aufgenommen zu werden. Sie geben politischen Druck ihrer Entlassung schuld, weil sie eine Gewerkschaft gründen wollten.

Die acht entlassenen Fahrer, darunter eine Frau ließen sich aus Protest ans Kreuz nageln d.h. ihre Hände wurden mit Nägeln durchbohrt. Da diese Maßnahme jedoch nicht für genug Aufsehen auf sich zog wurde für heute ein Kreuzzug geplant, der auch stattfand. Auf der Straße vor dem Haus des Präsidenten der Republik, der zeitgleich in Buenos Aires, Argentinien, war, wurde der Protestzug wegen einer Polizeisperre abgebrochen.

Währenddessen laufen Verhandlungen mit dem Vizeministerium für Arbeit, welche jedoch noch keinen Erfolg für die Gekreuzigten mit sich brachte. Zu groß ist der mutmaßliche Einfluss des Eigentümers der Buslinie Vanguardia über die Politik.

Die zur Infektion führende Kreuzigung an den Händen wird nun noch unterstrichen, indem der Mund der Demonstranten zugenäht werden soll. Damit wollen sie nochmals auf ihre ungerechte Entlassung aufmerksam machen. Diese Maßnahme wurde beschlossen, nachdem die Firma anbot nur einige der acht Entlassenen wieder einzugliedern. Des Weiteren war der Vizeminister bei dem Treffen nicht persönlich vor Ort. Eine Wiederaufnahme der Verhandlungen scheint unter gegebenen Umständen näher gerückt zu sein. Die Presse berichtete weltweit schon über den traurigen Fall, der hierzulande leider nichts weiter als die Realität widerspiegelt.

(Wochenblatt / Abc)

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1 Kommentar zu “Entlassene Busfahrer greifen zu extremen Mitteln

  1. Da bin ich ja mal gespannt, was denen Menschen einfallen wird die demnächst in Itaipu und dem anderen Kraftwerk entlassen werden.
    Was sollen solche Aktionen bringen.
    Wenn die Verantwortlichen Rückgrat zeigen, dann ignorieren sie diese „Maßnahmen“ einfach. Viele haben anscheinend noch nicht gelernt, dass hier der Arbeitgeber das sagen hat. Ja, ich schreibe über den totalen Kapitalismus, der hier schon vor vielen Jahren Einzug gehalten hat. Das jedoch viele noch nicht verstanden haben.

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