EPP: “Wer Agrochemikalien verwendet wird hingerichtet“

Asunción: Die bewaffnete Gruppe, die am Montagabend den Brasilianer Vaudir de Campos ermordet hat, hinterließ Flugblätter mit Forderungen und Verboten, in denen davor gewarnt wird, diejenigen zu erschießen, die gegen die Regeln verstoßen.

Die Dokumente wurden von den Behörden veröffentlicht.

Nach der Freilassung der fünf Personen, die am Montag festgehalten wurden, hinterließ die Gruppe, die sich paraguayische Volksarmee (EPP) nannte, Flugblätter mit Verboten und Drohungen für diejenigen, die es wagen, gegen die Bestimmungen zu verstoßen.

Zu den “Todsünden“ zählen der Anbau von Soja, Mais und anderen Produkten, die Agro-Toxine verwenden, das Eindringen von Menschen und Kühen in die Berge sowie das Verschmutzen von Bächen und Flüssen.

Außerdem verbieten die Mitglieder der kriminellen Gruppe, dass Angestellte von Estancias Waffen, Motorsägen und Traktore verwenden. All diejenigen, die von diesen Praktiken betroffen sind, werden die Höchststrafe erhalten.

Die Bande versichert, dass Menschen “erschossen“ werden, wenn auf Ackerflächen Pestizide zum Einsatz kommen, weil sie der Meinung sind, dass sie sehr gesundheitsschädlich sein können.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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9 Kommentare zu “EPP: “Wer Agrochemikalien verwendet wird hingerichtet“

  1. Man könnte ja hierzulande: „Wer terroristische Handlungen begeht wird hingerichtet“ erfinden. Nur so einen Idee von mir, glaub die Ömer habens erfunden.
    So sehr ich das Motiv auch nachvollziehen kann, ich mag den Raubbau an der Natur auch nicht, ist der Weg dieser terroristischen Vereinigung falsch und wird auch nicht fruchten. Sie könnten ja erfinden sich wählen zu lassen und in der Politik mehr zu bewirken als mit Angst und Gewalt. Nur so einen Idee von mir, glaub die Ömer habens erfunden.

    1. Die Idee mit der Politik scheitert wohl an den fehlenden finanziellen Mitteln, um die notwendigen Stimmen zu kaufen.

  2. Also mir ist die Haltung dieser Gruppa verständlich, wer kann sonst etwas tun, gegen den extremen Raubbau an der Natur und am Leben. Keiner hat mehr Respekt vor der Erde, es geht nur noch um sinnlosen menschenverachtenden Profit.

  3. Die wollen doch nur die Waelder und Boeden erhalten fuer ihre Hintermanner bis die Grundbesitzer alle vertrieben sind. Dann gibt es keine Naturgesetze mehr und die Waelder werden zu Geld gemacht und das Ackerland hat dann auch geruht und gibt gute Ertraege. Weiter kann der Glauben an die Natur von EPP Menschen gar nicht sein auch die sehen am Horizont nur Geld.

  4. Umweltbeauftragter

    Reply

    Angeregt durch die ersten drei Vorkommentatoren: Wir könnten ja die Antifa hierher holen, die haben einen politischen Arm in Form einer alternativen Partei,
    da könnte die EPP doch noch was lernen. Die Antifa wird sogar staatlich gefördert, aber das ist hier bei der EPP wahrscheinlich auch
    der Fall. Satire aus! Nein liebe Vorkommentatoren, Ihr solltet mal über die Hintergründe nachdenken. Weder hat hier die EPP etwas mit der Umwelt am Hut,
    noch die Antifa in Deutschland etwas mit Menschlichkeit für Migranten, weder die Regierungen und die UNO für die Umwelt. Aber wenn man gerne grünen Träumen folgt,
    Topmotore von VW durch unfaire Gesetze seit ca. 200?, angefangen durch „Antidieselgesetze“ in den USA in die Verbannung schickt, dem Windradwahn folgt, welcher eine
    Industrie in Deutschland unmöglich machen wird, dann gehört jetzt die EPP auch zu den Umweltorganisatoren.
    Um es klarzustellen: Ich bin absolut für den Umweltschutz. Allerdings nur unter der Prämisse, daß dieser auch wirklich der Umwelt dient, und nicht
    den finanziellen Interessen einiger weniger. Bisher ist noch nicht viel für die Umwelt herausgekommen, ausser daß die Kosten „aus Umweltgründen“ für den Verbraucher
    gestiegen sind, zum Nutzen von Großindustrie und Banken. Wem nutzt die CO2 Steuer, die aktuellen Grenzwertgesetze für Heizungen und Kraftfahrzeuge usw. ?
    Ich empfehle parallel dazu das Studieren der Vorgänge rund um die „Geplante Obsoleszens“. Hier haben wir eines der Hauptprobleme, welches aber weder von den
    angeblichen Umweltparteien bekämpft wird, noch von den Verbrauchern bewußt wahrgenommen wird.
    Die Lösung: Beschränken auf das Nötigste, Konsumverzicht, Verbessern der Produkte auf das technisch und preislich machbare mit harten Strafen für kurzlebige Produkte,
    bewußtes Ende der Wegwerfgesellschaft, Abkehr vom wirtschaftlichen Wachstumswahn, welcher schon jetzt nur noch durch Kaufzwang (Modernisierungszwang, Ökozwang ohne
    die Umwelt zu schützen usw.aufrecht erhalten wird).
    Wohin das führen wird? In einen kompletten Zusammenbruch des heutigen Systems, Bürgerkriege, Hungersnöte, Bevölkerungsdezimierung usw..
    Um die Szenarien im Vorsatz nicht Wirklichkeit werden zu lassen, versucht man derzeit noch, über den erzwungenen Konsum das System am Leben zu erhalten.
    WIE LANGE WIRD DIESES NOCH FUNKTIONIEREN? Was kommt danach? Aber es wird kommen, egal für welchen Weg man sich entscheidet.

    Zurück zum Thema: Nein, die EPP hat keine grünen Träume, hier geht es um Schutzgeldzahlungen, Drogen, Landinteressen u.a..
    Die umweltlichen Probleme, welche gigantisch sind, inkl. Landrodungen Heribiziden, Pestizidne etc. sollten wir in einem anderen Kontext diskutieren, nicht im terroristischen
    Zusammenhang mit der EPP.
    Aber wennschondennschon: Wenn der Anbauwahn ein Ende finden soll, dann aber generell; dann geht es aber auch den Kleinbauern an den Kragen,
    der Chemieeinsatz auch im Gemüseanbau, insbesonders hier in SA, ist jenseits von gut und böse. Der Cocktail, welchen wir täglich aus einer Mischung aus glyphosat, -hormon,
    und antibioticaverseuchtem Fleisch (Hünchen der drei großen Ketten nicht vergessen..), undefinierten Zusatzstoffen in verarbeiteten Lebensmitteln,
    pestizid und fungizid verseuchtem Gemüse usw. zu uns nehmen, dürfte wohl für 90% der Krebserkrankungen zuständig sein. Aber auch das dient dem Wirtschaftswachstum,
    die Pharmaindustrie lebt auch davon……
    Wünsche noch einen guten Appetit, und allen etwas Zeit zum Nachdenken für Wesentliches, abseits von Konsum und Ablenkung. Carpe diem!
    ,
    Gegenkommentare nur von Schreibern erwünscht, welche des Sarkasmus und der Ironie soweit mächtig sind, um den ersten Absatz verstehen ….

  5. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Die offizielle Version ist dass die EPP der Bewaffnete Arm der MLN (Movimiento Liberacion Nacional) welche nach dem Sturz 1989 diese Partei bildete aber in allen Wahlen nicht mal 1% der Stimmen erhielt so dass sie mit dem politischen Weg aufgaben. Die Entfuehrung von Cecilia Cubas Grau war der Auftakt zum bewaffneten Wiederstand. Die EPP soll der bewaffnete Arm der MLN sein welche linksgerichtet ist.
    Ansonsten wollen sie in dem Pamphlet nur dass sie nicht Tag und Nacht die Gifte einatmen muessen die in extenso in Ostparaguay gebraucht werden und wo die Krebsrate oder Sterberate extrem anstieg wegen den Agropestiziden. Riech mal fuer einige Stunden Mapex ein und so wirst du wissen in welchen Bedingungen diese Leute in Ostparaguay leben. Felder befinden sich anliegend an Schulen, nahe an Doerfern und einfach allewege atmet man Pflanzegift ein. Ich selber kenn das spritzen gut und die Giftduenste halten bis zu einer Woche an. Wo man dann sofort gegen ein anderes Insekt giften muss so dass eigentlich 365 Tage das Jahr da Giftausduenstungen zu riechen sind und zwar oft Kilometerweit.
    Zu behaupten die Sterberate stiege an hilft keinem Armen was denn das Establishment im Krankenhaus klassifiziert die Todesfaelle nur anders ein und fertig. Was hilft es hier einem Armen was zu protestieren.
    Es brauchen auch nur 3 Felder nahe am Dorf liegen und es gibt da eine stetige nie endende Giftdunstwolke die die Bewohner eben jahrein jahraus einatmen. Auch wenn ich auf dem Traktor sitz beim spritzen ohne selbst mit Gift was abzubekommen, so riechen doch die Kleider nach ein paar Tagen (bis zu 7 Tage) noch nach Gift.
    Ich kann mir die Dustwolken von Gift gut vorstellen denen die Landbevoelkerung da endlos ausgesetzt ist. Auch haben sie sicherlich eine vermehrte Krankheitsrate der Alten und Schwachen und Kinder bemerkt die aber fleissig vom Establishment verleugnet wird (is halt von was anderem Krank geworden).
    Selbst in den mennonitischen Doerfern wo agrar intensiv betrieben wird wird das langsam zum Problem. Nahe am Nachbarn wo der ein Feld hat wuerde ich gewiss nicht wohnen wollen. Da ist die Viehzucht doch was viel besseres weil die eben praktisch keine Pestizide braucht (1 bis 3 mal im Jahr gegen Raupen auf der Weide spritzen). In der Agrarwirtschaft so kann man damit rechnen dass midestens jede 2. Woche gegiftet wird was dann etwa 1 Woche noch Dunstwolken von sich gibt.
    Auch darauf sind die vermehrten Krebsraten im Chaco zurueckzufuehren.
    Diese wollen u.a. nur ihre Gesundheit beschuetzen und vermeiden dass der Muell vom Gift nicht in den Fluss geworfen wird.
    Also ja, gifte mal in deinem Zimmer mit Mapex und dann leb da drinnen. Dann weisst du ungefaehr wogegen sie protestieren.
    Natuerlich wird das kein Mennonit zugeben der am abend seine Sinne und Geruchssinn mit Bier zudroehnt!

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