Erneute Forderung nach Amtsenthebungsverfahren für Fernando Lugo

Santa Rosa del Monday: In diversen Situationen seiner Amtszeit war ein Amtsenthebungsverfahren wegen Konflikten mit dem Gesetz ein Thema. Heute forderten Eigentümer von Grundstücken und Bauern aus den Provinzen Alto Paraná und Itapúa ein solches, da Lugo anscheinend die Besetzungen von Landlosen billigt wenn nicht sogar unterstützt.

Die Produzenten aus Alto Paraná sowie Itapúa baten nationale Parlamentarier darum einzugreifen, in den Konflikt, in welchem Soldaten samt Landlosen Grundstücke messen und dann besetzt halten. Dies betrifft zu einem großen Teil brasilianische Eigentümer von Ländereien in Ñacunday. Diese sind in der Mehrzahl Nachfahren deutscher Einwanderer.

Ein heute stattgefundenes Treffen von etwa 8.000 Sojabauern der besagten Zone in Santa Rosa del Monday und den Vertretern der permanenten Kongresskommission, Efraín Alegre (PLRA), Miguel Carrizosa (PQ), Fabiola Oviedo (Unace), Justo Zacarías, Andrés Retamozo, Bernardo Ziett und Rogelio Benítez (ANR) klagten den Missstand an.

Die Landbesetzer wollten natürlich nicht an dem Treffen teilnehmen obwohl Alegre meinte, mit ihnen sprechen zu wollen. Während der Unterredung kam es zu zahlreichen Spannungen.

Die Produzenten halten den Präsident des Landes, Fernando Lugo, für den Überfall auf die Grundstücke verantwortlich, welcher durch Soldaten des geografischen Dienstes und einer Gruppe militanter Landbesetzer durchgeführt wird.

Ebenso verurteilten sie die Attacke auf die Bürgermeisterin von Santa Rosa, María Victoria Salinas, die am vergangenen Freitag Opfer von Gewalt seitens der Landbesetzer wurde.

Aus den beschriebenen Gründen forderdten Produzenten und Alegre ein Eingreifen der Gesetzgeber sowie ein Amtsenthebungsverfahren oder die Kündigung von Fernando Lugo.

José „Pakova“ Ledesma, Gouverneur der Provinz San Pedro, erklärte sich zu dem offiziellen Unterhändler der Landlosen, der in direktem Kontakt mit dem Präsidenten steht.

(Wochenblatt / Última Hora)

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10 Kommentare zu “Erneute Forderung nach Amtsenthebungsverfahren für Fernando Lugo

  1. Recht so! Es kann nicht angehen, dass Lugo die Gesetze mit den Füßen tritt und die illegalen Zutritte auf die Ländereien auch noch unterstützt bzw. angeordnet hat. Den Mann muss man auf den Boden der Realität zurück bringen.

    1. Falsch. Der Mann lebt in der Realität. Und die Realität ist, dass die Vermögenden, also auch und gerade Ausländer dieses Land ausgeplündert haben. Es wird Zeit, in Paraguay Gesetze der sozialen Gerechtigkeit zu erlassen und durchzusetzen. Da ist Fernando Lugo auf den richtigen Weg.
      Das wird durch Jammern und Zetern einiger „despistados “ nicht aufgehalten werden.

      1. ——-Ausgeplündert?——–
        Die Ausländer haben Paraguay ausgeplündert? Im großen und ganzen nein!
        Im Chacokrieg waren die Mennoniten eine gute Anlaufstelle für paraguayischen Soldaten. Die Mennoniten waren und sind eine wirtschaftlicher
        Motor für die Wirtschaft. Nicht zu vergessen in Itapua die deutschstämmigen und japanischen Einwanderer, sowie die brasilianischen Siedler (auch deutschstämmig) an den Grenzen zu Brasilien.
        Das Muster eines Jesuitenstaat wieder zu errichten mit reinen Indianer ist heute nicht mehr möglich da Paraguay aus 90% gemischt spanisch-indianischer (Guaraní) Abstammung besteht.

        1. Der Jesuitenstaat bestand zwar zu 99% aus Indigenen, JEDOCH UNTER AUSLANDS-LEITUNG.
          Und hier gibts jetzt 90% Arme und 5% Ausbeuter.
          Die fehlenden 5% sind wir – nicht arm aber in Paraguay auch nicht reich.

  2. —— Soziale Gerechtigkeit———-
    @Juan für die soziale Gerechtigkeit Privatbesitz zu enteignen heißt, Paraguay wird eine Periode von blutigen Auseinandersetzungen erleben. Da wird so mancher Ausländer seine Koffer freiwillig packen müssen.
    Siehe auch Bericht Bericht Päßler /ABC ….Fremdenfeindlichkeit Mennoniten Kinder und „Brasiguayos“ sind für mich nicht existent!

    1. Für alle die, die das Land unter Inanspruchnahme von Bestechung und Privilegien unrechtmäßig erhalten haben ist das der richtige Weg. Paraguay ist traditionell ausländerfreundlich, die Grenze de Zumutbaren, ist allerdings schon längst überschritten. Insofern handelt es sich um eine heilsame Bereinigung.

      1. Dann fangen Sie mit dem „Bereinigen“ gleich bei sich selber an.

        Nachdem Sie tadellos Deutsch schreiben können, werden Sie wohl kaum ein „reinrassiger“ Indio sein und demzufolge sind sie selber Ausländer.
        -> Siehe Aussagen ihres „landlosen“ Genossen.

        1. 9mm sie treffen genau den punkt
          juan schreibt seine beitraege in einem tadellosen
          schriftdeutsch.wirklich bemerkenswert.
          da gibt es nur zwei erklaerungen.
          1, juan heisst hans oder johann und ist selber
          ein deutscher
          2.juan heisst wirklich juan und hat sich einen
          deutschen ghost.writer engagiert

  3. Ja, wenn man liest was der Juan schreibt will er eine komunistische Dicktatur. Das Land runtrearbeiten bis aufs letzte dem wo arbeitet Alles nehmen und der Reichtum neu verteilen. Ganz wie der Lugo, nur wer soll dann im neuen Sistem die Arbeit machen? Du, Juan und Lugo ganz sicher nicht!

    1. Hans du hast in schon richtig verstanden!

      Im Kommunismus funktioniert das so:
      Es arbeiten die gleichen Leute, die jetzt schon arbeiten. Der große Unterschied ist der, daß „wir“ also die Genossen dann viel mehr haben als heute.

      Das erreichen wir dadurch, daß wir von den pösen pösen Reichen nehmen und uns selber geben. Siehe Genossen Chavez und Castro.

      Die Armut in ihren Ländern ist heute nicht besser als früher – bloß ihre eigene Armut haben sie sehr erfolgreich bekämpft.

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