Erster Maskoy Übersetzer

Asunción: Vom Obersten Gerichtshof anerkannte Übersetzer gibt es viele. Für Deutsch sind es mehr als zwei Dutzend. Für die Indigenensprache Maskoy gibt es erst einen, nämlich Remigio Romero.

Laut dem Zensur Indigener von 2012 gibt es in Paraguay folgende Sprachen, die von Urweinwohnern gesprochen werden: Guaraní, Maskoy, Mataco, Zambuco und Guaicurú. Da Guaraní sogar mehr Sprecher nicht indigener Abstammung hat und es wie Spanisch eine offizielle Sprache ist, gibt es keine Probleme. Wenn jedoch Indigene aus dem Chaco, die kein Guaaní sprechen offizielle Hilfe brauchen, konnte diese der Staat bisher nicht geben. Mit Remigio Romero ändert sich das zumindest für die, die Maskoy sprechen.

Die Judikative muss, so wie es nationale und internationale Normen vorsehen, alles tun um die kulturelle Identität aller zu beschützen. Dazu gehört auch die Präsenz von Übersetzern, die für diverse Belange hilfreich sind.

„Mit der Arbeit, die ich machen werde, habe ich schon Erfahrung, speziell mit internationalen Agenturen. Das ist das erste Mal, dass ich für den Obersten Gerichtshof als Übersetzer arbeitete. Im Chaco kennen viele ihre Rechte nicht. Es arbeiten indigene Frauen für Mennoniten aber man bezahlt nur ihre Männer“ erklärte Remigio.

Etwa 2500 Personen sprechen noch diese Sprache. Einige von ihnen haben jedoch auch schon Plattdietsch oder Spanisch gelernt, da sie für Mennoniten arbeiten.

Wochenblatt / La Nación / DGEEC

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4 Kommentare zu “Erster Maskoy Übersetzer

  1. Dies, “ Im Chaco kennen viele ihre Rechte nicht. Es arbeiten indigene Frauen für Mennoniten aber man bezahlt nur ihre Männer“, ist eine sehr interessante Aussage. Wenn dem so ist, davon gehe ich einfach aus, dann wirft das kein gutes Licht auf die, ach so frömmigen, Mennoniten. Das ist schlicht Ausbeutung.
    Wäre interessant den Herr Remigio Romero einmal zu interviewen. Das wäre bestimmt sehr interessant.

  2. Die meisten Mennoniten sind weit entfernt von fromm!!!
    Sie beuten die Indianer definitif aus!Sie behandeln sie wie Vieh oder Untermenschen.Schrecken nicht davor zurück die Dienstleistungen in Armut lebender Indianer Frauen anzunehmen und auszunutzen,auszurauben.Dort wo ich gearbeitet habe ist ein Indianer von einem anderen abgestochen worden,den haben sie verblutend in seine Comunidad gebracht mit der Spruch“Sollen die sich um den kümmern!“ Der Mann ist auch dort verblutet.Wir reden von Leuten die drei Estancias führen!!!
    Die Indianer kriegen nicht mal die Hälfte vom Lohn eines Paraguayer“es ist ja so schwierig mit denen und die arbeiten so langsam“.Ein anderer Mennonit meinte zu mir“Die Indianer kommen viel besser mit der Feinstaubbelastung aus als „normale“ Menschen deswegen brauchen wir keine Atemschutzmasken kaufen!!!“
    Ist nicht alles Gold was glänzt auch nicht bei den Mennos.
    Als Gegenpol möchte ich aber erwähnen,dass es auch einige Mennos gibt die sich für die Indianer einsetzen und für ihre Kultur.Das sind aber die wenigsten.Die Leute die mich in meiner Zeit im Chaco am besten und freundlichsten behandelt haben waren die Indianer nicht die Mennoniten.

    1. @retto: Hätten Sie den dritten Absatz gelesen und auch verstanden, dann hätten Sie sich diesen Kommentar sparen können.

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