Erzbischof: “Journalisten sind der Teufel aus der Hölle“

Asunción: Sicherlich machen Journalisten Fehler und stehen im Mittelpunkt des Interesses. Aber die katholische Kirche auch. Es kam zu einem Eklat, der seinesgleichen sucht.

Journalisten wären Teufel und Menschen, die nicht jedermann respektieren würden, so lautete eine Aussage von dem Erzbischof aus Asunción, Edmundo Valenzuela.

Es passierte im Vorfeld bei einem Treffen der katholischen Organisation und dem Bildungsminister Enrique Riera.

„Valenzuela sagte mir die Aussage persönlich. Ich traf ihn als erster Reporter und sprach ihn auf das Treffen zwischen Riera und ihm an“, sagte Rufo Diana, Reporter vom Radio Ñanduti.

Bei dem Gespräch zwischen Vertretern der paraguayischen Bischofskonferenz (CEP) und Mitgliedern aus dem Ministerium für Wissenschaft und Bildung (MEC), sollten bestehende Subventionen und eine engere Zusammenarbeit besprochen werden.

„Valenzuela fragte mich, ob ich auch eingeladen worden bin. Ich erklärte, das ist durch das MEC erfolgt. Als ich ihn fragte, ob wir über das Thema reden können wurde der Bischof ausfallend. Alle Journalisten sind Teufel und keiner respektiert sie. Ich dachte, die Aussage ist ein Witz, aber er wiederholte sie. Ich gab zur Antwort, sie können mir, wenn es notwendig ist, die Kommunion erteilen“, sagte Diana.

Nach dem Gespräch fragte ein enger Vertrauter von Valenzuela den Minister Riera, ob dieser Journalisten für eine Berichterstattung eingeladen habe. Er fügte hinzu, so “kann eine Zusammenarbeit zwischen der Kirche und der Bildung nicht funktionieren“.

Quelle: Ultima Hora

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11 Kommentare zu “Erzbischof: “Journalisten sind der Teufel aus der Hölle“

  1. Journalisten wären Teufel und Menschen, die nicht jedermann respektieren würden, so so lieber Erzbischof.
    Die Wahrheit schmeckt nicht jeden und steht oft im Widerspruch zu dem was von der Kanzel gepredigt wird.
    Es klar das sie schwer im Magen liegt!

  2. Dieser „ehrenwerte“ Bischof Valenzuela hat es gerade nötig Journalisten zu verteufeln. Zu allererst sollte er seinen „großen Balken“ aus seinem Auge entfernen, bevor er sich über die „Splitter“ in den Augen der Journalisten so unbeherrscht und eines Kirchenmannes unwürdig aufführt. Er ist ja nicht gerade als leuchtendes Beispiel eines christlichen Vorbildes bekannt. Doch eine solch widerwärtige Aussage, setzt ja nun allem die Krone auf. Genau solche Kirchenleute sind daran schuld, wenn sich die Menschen von den Kirchen und dem Glauben an Gott abwenden. Hoffentlich lassen sich die Journalisten aufgrund dieser Beleidigung nicht einschüchtern – eher im Gegenteil, sie sollten einmal gründlich nachforschen ob und was der Herr Bischof zu verbergen hat. Denn bekanntlich „bellen getroffene Hunde“ am lautesten.

      1. Alles: Der Glaube ist kein isolierter Akt. Niemand hat sich selber den Glauben gegeben, Der Gläubige hat seinen Glauben von jemandem erhalten und gibt den Glauben einem Dritten weiter. Ohne Gemeinschaft (Kirche) wäre das nicht möglich.

  3. Rufo Diana behauptet etwas und man stürzt und stützt sich darauf, als wäre es die Wahrheit.

    1. Was spricht dagegen, daß der Journalist Ruffo Diana den unseligen Ausspruch des Bischofes erfunden haben sollte? Wäre es so, müßte der Journalist mit einer Klage des Bischofes wegen übler Nachrede rechnen. Wir können also gespannt sein, wie diese Geschichte weiter geht. Ich vermute, daß diesem schon des öfteren unangenehm aufgefallenen Bischof seine vermeintliche Aussage noch schwer auf die Füße fallen wird.

      1. Aussage gegen Aussage, was hier der Fall ist, bedeutet in aller Regel, dass man die Wahrheit ws. nie erfahren wird. Sie schreiben vom „Balken im Auge“ stammend aus Lukas 6,36ff worin der Umgang mit dem Nächsten geboten wird. Da steht auch: Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.

  4. Der Christlichen Lehre entspricht diese Aussage bestimmt nicht,wenn wir an den Splitter und den Balken denken. Mein Standpunkt zur Kirche ist ganz klar ,brauche sie nicht! Der Journalist darf froh sein nicht im finsteren Mittelalter zu leben dann hätte er Morgen Besuch von der Inquisition und eine Woche später nach unsäglicher Folter der Tod durch Scheiterhaufen. Gestern haben hier Menschen einen Aufruf gemacht für unser Hospital damit bessere Medikamente ,Apparate angeschafft werden können die Bilanz viel dürftig aus,aber als die K-kirche sich vergrößern wollte und um Spenden aufrief strömten Millionen von Millionen in die Kasse. Was ich damit sagen will ist das die Kirche es immer noch gut versteht die Menschen zu betrügen mit der Angst vor dem Fegefeuer .WENN DAS GELD IM KASTEN KLINGT DIE SEELE AUS DEN FEGEFEUER SPRINGT.Es sei nur zu wünschen das die Menschen zu Gott finden in sich ohne die Kirche. Zu den Journalisten gesagt klar gibt es da einige die Maßlos über das Ziel hinaus schiessen aber die Mehrheit trägt zur Aufklärung bei und deckt viele Ungereimtheiten auf ohne diese Recherchen würden wir immer noch im Mittelalter hausen und gelenkt werden wie es denen da oben passt.

    1. Bisher hiess es immer, die Aufklärung sei der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, dabei sind es die Journalisten, wie hier steht.

  5. Was ist eigentlich mit all denen Journalisten die gute Christen sind, fleißig Kirchensteuern zahlen und sich fünf Mal täglich Richtung Rom verbeugen? Sie diese auch vom Teufel? Genügt es heutzutage Journalist zu sein, um von den Kirchenvertretern verteufelt zu werden? Man kann als guter Christ schon allerlei falsch machen, zB. einfach den falschen Beruf wählen.
    Ich fühle mich also nicht angesprochen verteufelt zu sein, denn ich bin kein Journalist sondern nur freischaffender, investigativer Forumskommentator-Schreiberling. Nochmals Glück gehabt!
    Doch man kann nie wissen. Wenn Herr Oberbischof meinen Kommentar liest muss er extra wegen mir nochmals zu den netten Journalisten rennen, um mitzuteilen, dass nach neuster Kirchenlehre freischaffende, investigative Forumskommentator-Schreiberling vom Big-Obivan sind.

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