Zement ist knapp

Jorge Méndez, Leiter der Nationalen Zementindustrie (INC), gab bekannt, dass es in den Jahren 2015 / 2016 zu einem Rückgang der Zementpreise kommen würde. Gegenwärtig bewegen wir uns bei einem 50 kg Sack bei einem Preis von 42.000 Guaranies, dieser würde nächstes Jahr nur noch 35.000 Gs kosten. Dies sei möglich durch eine Modernisierung des Produktionsablaufes im Herstellungsbetrieb.

Jedoch treten im Moment andere Probleme auf. Es fehlt im Augenblick an Rohmaterial und die Produktion wurde gedrosselt, dadurch kann die Nachfrage nicht gedeckt werden. Letzte Woche kam es zu massiven Engpässen bei den Abnehmern.

Händler und des gesamten Bausektors sind alarmiert. Bei der Zeitung ABC Color gingen mehrere Beschwerden diesbezüglich ein und beklagten sich über die Ineffizient des INC.

Kunden aus Alto Paraná, Villarrica und dem Großraum Asunción prangern an, dass “es immer schwieriger wird, mit dem Staatsbetrieb zusammen zu arbeiten“. In der Vergangenheit gab es wiederholt Probleme mit der Versorgung, nun tauchen diese erneut auf.

Entsprechende Daten aus dem Werk in Villeta belegen diese. Die Kapazität liegt bei 48.000 Zementsäcken je 50 kg am Tag, letzte Woche sanken diese Zahlen aber drastisch ab. Am Montag lieferte die Fabrik nur 34.480, Dienstag 6.700, Mittwoch nur 1.840, Donnerstag und Freitag insgesamt 27.340.

Angeblich sollen ebenfalls Probleme am anderen Standort in Vallemí (Concepción) auftreten, die man auszugleichen versucht.

Distributoren sind verärgert über die Nationale Zementindustrie und kritisieren den Leiter, Méndez, in äußert scharfer Form, dass dieser Bestechungsgelder annehme und nur dann bevorzugte Händler beliefere. „Wenn wir nicht täglich beliefert werden, sollen wir für 20 Tage im Voraus bezahlen, das mache aber die kleinen Einzelhändler kaputt“, klagten die Händler.

Im Hinblick auf die Großprojekte nächstes Jahr im Straßen- oder sozialen Wohnungsbau, bei denen immer proklamiert wird, einheimische Produkte zu verwenden, tauchen wohl bald große Probleme auf.

Quellen: ABC Color / Facebook

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2 Kommentare zu “Zement ist knapp

  1. 1- Schmeißt das ganze staatliche Gesockse raus,
    2-privatisiert die Firmen,
    3-zahlt dem privaten Chef ein Gehalt in Itaipu Höhe plus Provision für jeden verkauften Sack von 50 KG über Durchschnittsproduktion (Kapazität).

    ——————–

    Hier gibt es die PetroPar mit einer Fabrik die aus Cania Alkohol produziert. Früher, vor Cartes, für 6.200 GS Produktionskosten verkauften sie dann für 4.200 GS. Es wurde in vier Schichten „gearbeitet“. Dirch Cartes wurde eine Schicht entlassen, die Firma produzuerte billiger.
    Alles gut ?!
    Jeder kleine Bauer versucht jetzt sein Cania zu verkaufen.
    Was passiert?
    Alle ANR Mitglieder OHNE Cania verkaufen „ihr“ Cania,
    (das der DACHL,s oder gegen Billigsteinkauf bei den Kleinbauern)
    die Kleinen Produzenten hängen mangels Geld in der Korruptionstreppe hintendran.
    Resultat:
    Die Kleinbauern können ihren Erntekredit bei der BNF nicht zurück bezahlen.
    Die reichen (bestechenden) Bauern leihen Geld um dann nach einigen Jahren dieser Praxis das Geld einzufordern und das Land den Armen zu stehlen.

    DAS, und nur das, kotzt mich hier an !! Diesen Nachsatz könnt ihr streichen wenn ihr wollt/müsst.

  2. Es ist doch eigentlich wie immrer.
    Sobald ersichtlich ist, daß dringend Zement gebraucht werden wird, so wie jetzt nach den schlimmen Unwettern, haben die staatlichen Zementfabriken regelmäßig „Schwierigkeiten“.
    Sei es, daß angeblich keine Rohstoffe zu bekommen seien, sei es, daß angeblich die Maschinen kaputt sind und die Ersatzteile nicht zu bekommen seien, oder aber es gibt angeblich kein Dieselöl.

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