Es ist Zeit zu gehen: Das Hochwasser kommt

Asunción: Wie jedes Jahr müssen aufgrund dem steigenden Pegel des Paraguay-Flusses mehrere Häuser geräumt werden und die Familien des Viertels Chacarita umziehen. Sie halten nach trockenen Plätzen Ausschau, wo sie eine bessere Zuflucht finden.

In Asunción befindet hat der Paraguay Fluss einen Pegel von 4,35 m, was die Betroffenen dazu zwingt, umzuziehen und das Wenige, was sie noch übrig haben, wie Geräte, Möbel und ihre Haustiere, zu retten. All dies wird in die Notunterkünften getragen, die mit Sperrholz von der Stadtverwaltung errichtet werden.

Die Opfer fordern eine bessere Lösung von der Regierung, ansonsten behaupten sie, dass sie ihre provisorischen Unterkünfte in der Nähe vom Kongress nicht verlassen werden. Sie warnen, dass sie nicht in ihre Häuser zurückkehren, bis die Behörden ihnen Häuser unter besseren Bedingungen zur Verfügung stellen.

„Wir wollen unsere Häuser an den Ufern des Flusses nicht verlassen. Wir sind nicht schuld. Wir haben keinen Ort, wo wir hingehen können“, sagte Carmen Cubas, die kürzlich mit ihrer Familie umsiedeln musste. „Die Behörden haben uns alleine gelassen“, klagte sie.

Das Panorama der Bewohner von Chacarita sieht düster aus. Wenn nicht so schnell wie möglich eine Lösung erfolgt, kann sich die Situation nur verschlechtern. Vor allem wenn man berücksichtigt, dass für die nächsten Tage mehr Regen erwartet wird.

Wochenblatt / Paraguay.com

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8 Kommentare zu “Es ist Zeit zu gehen: Das Hochwasser kommt

  1. @Christian2005
    die bauen dort, weil das Land niemandem gehört und der „Bauplatz“ gratis ist.
    Sie wissen ganz genau, daß fast jedes Jahr eine Überschwemmung droht.
    Aber es ist ja so bequem, den Staat mit seiner angeblichen Notlage zu erpressen.
    Was machen denn die vielen Familien, die ihre Lotes bei einer Immobiliengesellschaft kaufen?
    Richtig! Sie bezahlen ihre Cuotas und arbeiten für das Geld.
    Das kann man aber von den „Armen“ nicht erwarten. Das ist doch so anstrengend.
    Und warum sollten sie anders agieren, wenn sich dieser Staat jedes Mal aufs Neue von ihnen erpressen läßt?
    @Anton
    diese Notunterkünfte werden genau so lange existieren, wie sich die angeblichen Opfer sicher sein dürfen, daß sie ohne eigene Arbeit und Mühe vom Staat Land, Häuser, Wohnungen und Hausrat geschenkt bekommen.
    Fragt eure paraguayischen Freunde, wie sie diese Situation beurteilen.
    Die finden es nämlich auch ganz toll, daß sie selber für alles arbeiten und aufkommen müssen, während die immer gleiche Klientel gepampert und beschenkt wird.
    Genauso toll finden sie die sogenannten „Landlosen“, die auch ohne Arbeit alles haben wollen, was andere mühsam erworben und aufgebaut haben.

    1. Und diese Leute wollen auch nicht umgesiedelt werden, weil ja ihr „Arbeitsplatz“, das Mikrozentrum von Asuncion so nahe liegt. Da kann man dann betteln gehen, Autos bewachen, stehlen etc. Und wenn sie in Notunterkünfte kommen, haben sie oftmals sogar eine Klimaanlage, für die sie nichts bezahlen müssen. Konnte man alles beim Hochwasser vor ca. 2 Jahren schon hier nachlesen. Alles nichts Neues, genauso wie die indigenen Besetzer von öffentlichen Plätzen. Alle Jahre wieder!

    2. Ich kenne das Problem seit 14 Jahren unverändert. Jedes Jahr stellt diesen „Siedlern“ die Municipalidad Notgrundstücke zur Verfügung, leistet Umzugshilfe usw. und hilft beim Rückzug.
      Gebt ihnen die wenigen qm und bringt deren Habseligkeiten dorthin. Das wäre auf die Jahre gerechnet billiger als dieses jährliche Theater. Der Rückzug oder die Neuansiedlung sollte dann allerdings, notfalls durch Polizeieinsatz verhindert werden. Diese Lösung wäre besser, zumal diese „Notleidenden“ jetzt schon gemauerte Unterkünfte in den öffentlichen Parks errichten, für deren Benutzung die Einwohner von ASU Gebühren blechen dürfen.
      Ich unterstütze dieses Klientel nicht, aber anders bleibt dies eine unendliche Geschichte.
      Dieser Staat ist gegenüber seinen Problemfällen offenbar machtlos oder nicht Willens, selbst langwierige Probleme zu lösen.

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