Essap-Chef: “Auch ich habe wenig Wasser“

Der Präsident des staatlichen Betriebes für die Wasserversorgung (Essap), Ludovico Sarubbi (Beitragsbild), warnte vor einer drohenden Wasserknappheit in den kommenden Sommermonaten und begründete diese Aussage, das sei schon immer ein Problem gewesen und werde auch weiterhin so sein.

Sarubbi fügte an, auch er würde unter diesen Nachteilen leiden. Er traf sich vergangene Woche mit dem Staatspräsidenten Horacio Cartes im Regierungspalast, dabei wurde ein Arbeitsplan erörtert um die Bereitstellung von Trinkwasser zu verbessern.

Sarubbi räumte in einem Gespräch mit Medienvertretern ein, dass an einigen Stellen Wasser im Sommer fehlen könnte. „Das ist leider so und wird so bleiben“, sagte er und erklärte, die Probleme entstünden durch den Mangel an Investitionen aus vergangenen Zeiten. Die Unannehmlichkeiten resultierten aus Rohrleitungen die sehr alt seien.

„Wir brauchen 30 Millionen US Dollar um alle Rohre auszutauschen“, sagte er. Auf die Frage wo die schwierigsten Probleme auftauchen, antwortete Sarubbi, dies sei hauptsächlich im Viertel Sajonia der Fall, in Asunción, “dort haben Kunden noch Anschlüsse die aus dem Jahr 1954 stammen“.

„Ich lebe in der Nachbarschaft und leide ebenfalls unter dem mangelnden Wasserdruck“, sagte er. Sarubbi erklärte, mehrere Projekte seien gestartet worden um die Versorgung mit der lebenswichtigen Flüssigkeit zu garantieren. „Wir haben bereits viele ausgeführt und sie funktionieren schon, ich habe das Vertrauen, dass ein großer Teil der begonnenen Arbeiten bald zu Ende gehen wird“, betonte er.

Obwohl Probleme auftauchen werden, stellte Sarubbi fest, “in unserem Einzugsbereich garantieren wir den Service im ganzen Land“, bei den privaten Anbieter in ländlichen Regionen können jedoch Nachteile entstehen.

Quelle: ABC Color

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2 Kommentare zu “Essap-Chef: “Auch ich habe wenig Wasser“

  1. Oftmals fahre ich wochen- oder monatelang an Rohrbrüchen vorbei. Das Wasser sprudelt nur so aus den Löchern und unterspült die Strassen.
    Die Anwohner melden diese Rohrbrüche an die Essap, aber es tut sich nichts.
    Wer am Ende einer solchen „Sprinklernanlage“ wohnt, hat oft wochenlang kaum oder gar kein Wasser.

    Meldet man einen Rohrbruch an einen der kleinen Anbieter auf dem Campo, so wird der manchmal schon binnen einer Stunde behoben.

    Würden die großen Anbieter wie Essap, Mopc und Ande in die Infrastruktur investieren, anstatt die Einnahmen in die Taschen der Chefs und Politiker umzuleiten, gäbe es weder riesige Schlaglöcher, noch Stromausfälle bei jedem Regentropfen noch Engpässe bei der Wasserversorgung.

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