Etwas zu offensichtlich

Asunción: Eine Richterin wurde ohne Lohnfortzahlung suspendiert, weil sie einem auf 15 Jahre Haft verurteilten Drogendealer Hausarrest wegen medizinischer Notwendigkeit erteilte ohne eine Diagnose gesehen zu haben. Der Kolumbianer ist zudem schon längst geflohen.

War es Zufall oder wurde die Richterin entschädigt, das ist hier die Frage, die eigentlich nur einen Schluss zulässt.

Der Oberste Gerichtshof suspendierte gestern Richterin Mercedes Aguirre ohne Lohnfortzahlung wegen der unrechtmäßigen Erteilung von Hausarrest aus medizinischen Gründen, ohne jemals ein Attest gesehen zu haben. Als der Justiz dies auffiel und Polizisten ihn erneut verhaften sollten, war der Kolumbianer Octavio Vargas Muñoz schon längst über sieben Berge.

Aus diesem Grunde wurde eine außerordentliche Sitzung aller Minister des Obersten Gerichtshofes abgehalten, um die Maßnahme zu beschließen. Die Aktuarinnen der Richterin wurden auch suspendiert.

Vargas Muñoz wurde 2015 mit Kokain in Asunción verhaftet uns später zu 15 Jahre Haft verurteilt.

Wochenblatt / Judiciales.net

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1 Kommentar zu “Etwas zu offensichtlich

  1. Suspendiert ohne Lohnfortzahlung, so hart darf man doch hierzuland niemanden wegen Weiterbildung bestrafen und jetzt erst noch ohne Job in einem Staate ohne Sozialleistungen, da muss sie, spätestens sobald die Zahlung für die auf ein Drittel verkürzte Haft in Streichhölzl und Bierbücks verprasst wo wieder arbeiten? Na, als Richterin irgendwo im Paragau. Doch wird ihr die harte Strafe eine Lehre sein. Ne, nicht etwa keine Bestechungsgelder mehr annehmen, sondern sich nächstes mal etwas geschickter anstellen. Jetzt weiß sie Dank der 7 bis 11 Uhr täglich Grundschul vielleicht abgeschlossen konsekutiven Masterstudiengang Master of Laws auf was sie achten sollte. Die ollen Europäer hätten diese fähige Person doch glatt nie mehr als Richterin amten lassen und sie in die Politik geschickt. Naja, vielleicht wird sie mit diesem Leistungsausweis noch eine fähige Politikerin des Paragauys.