Mario Abdo ist gegen Transparenz und schützt weiter seine Parteifreunde

Asunción: Die Regierung legte Veto gegen den Gesetzesvorschlag ein, der den Kongress die Macht gegeben hätte, die sozialen Ausgaben von Itaipú und Yacyretá zu kontrollieren. Dadurch kann man weiterhin große Mengen Geld ohne Kontrolle aus dem Fenster werfen.

Bei Itaipú und Yacyretá sind alle gut besetzten Posten durch Familienangehörige von hochrangigen Politikern besetzt, Beide Körperschaften haben sozialen Fonds in Millionenhöhe zur Verfügung, die Jahr für Jahr so genutzt werden, wie man möchte. Keine darf sie kontrollieren oder nur einsehen. Verschwiegen und im geheimen entscheidet man für welcher Bestimmung sie zukommen.

Einige Gesetzgeber hatten eine Initiative gestartet, wodurch dem Kongress die Ausgaben hätten öffentlich gemacht werden müssen und somit eine Art Kontrolle durch das Finanzministerium stattgefunden hätte. Doch obwohl beide Kammern dafür waren und der Präsident vor Monaten noch die als Feinde ansah, die nicht ihren Lohn auf sein Niveau runterschrauben wollen, hilft er nun genau diesen damit man weiter sein eigenes Süppchen ganz ohne Transparenz kochen kann.

Itaipú und Yacyretá mag zu 50% Paraguay gehören, das erwirtschaftete Geld von mehreren hundert Millionen US-Dollar jedoch nicht, denn dies fließt vor der offiziellen Zählung schon in Kanäle die man wohl nie ausfindig machen kann.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Mario Abdo ist gegen Transparenz und schützt weiter seine Parteifreunde

  1. Nicht doch – das Geld wird nicht „in großen Mengen zum Fenster hinaus geworfen“! So ist das absolut falsch. Das Geld landet gut geplant und diskret in den Taschen von Amigos und sonstigen Volksschmarotzern. Nicht umsonst werden die Einnahmen aus den beiden Wasserkraftwerken schon immer außerhalb des Staatshaushaltes verwaltet und erscheinen nirgends. Die beiden Wasserkraftwerke wurden durch den paraguayischen Staat bzw. dem paraguayischen Volk finanziert und folglich gehören sie dem Staat Paraguay (soweit nicht Brasilien oder Argentinien daran beteiligt sind) und nur er allein hat das Recht über deren Finanzen zu wachen und zu verfügen. Soweit die Logik – aber nichts in Paraguay ist logisch. Tatsächlich aber hat nur der Präsident des Landes das Recht, über die zuvor festgestellten Einnahmen frei zu verfügen und damit selbstverständlich alle seine von ihm bedachten und verdienten Amigos/Parteifreunde, ganz nach Gutsherrenart. Paraguay ist tatsächlich ein Paradies für alle, die sich mit den richtigen Amigos und Parteifreunden umgeben.

  2. Das ist ein Geben und Nehmen hierzulande. Die Politiker nehmen (krallen) sich die Plata und geben dem Volk Steichhölzl und Bierbücks (Spiele und Brot). Dafür nimmt sich das Volk Stolz auf erhaltene hohe Bildung von täglich 7 bis 11 Uhr Schul und gibt interessiert-mich-eh-nix (außer Spiele und Brot) zurück. Todo tranqui. No hay problema.

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