EU-Wahlbeobachter gehen von Betrug aus

Asunción: Renate Weber, die Vorsitzende der EU-Wahlbeobachterkommission hat eine schwarze Liste von den Wahllokalen, wo mit Wahlbetrug zu rechnen ist und setzt damit die Regierung leicht unter Druck.

Ein sicheres Wahlergebnis ist ein gekauftes Wahlergebnis: dies könnte ein passender Slogan für Wahlen in Paraguay sein, wenn man beachtet, dass nicht nur Politiker gerne zahlen sondern Wähler auch gerne fordern. Und weil diese Information auch in Brüssel kein Geheimnis ist, wurde, so ist anzunehmen, eine Liste der Wahllokale angefertigt, in denen mit Wahlbetrug zu rechnen ist.

Dass gewisse Politiker von Drogenschmugglern ihre Kampagne bezahlt bekommen ist den EU Wahlbeobachtern ebenso bekannt. In 2013 gab es mehrere Verdachtsfälle. Damals war jedoch das Wahlfinanzierungsgesetz noch nicht in Kraft.

“Wir haben eine Liste mit Wahltischen, wo etwas passieren kann. Wir haben viele Wahlbeobachter im Land und werden kontrollieren. Wenn denen irgendetwas auffällt, wird uns das umgehend gemeldet“, versicherte Weber.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

10 Kommentare zu “EU-Wahlbeobachter gehen von Betrug aus

  1. Wahlen werden überall gefälscht. Selbst Stalin soll gesagt haben, dass es nicht so wichtig ist wie gewählt wird sondern wer die Stimmen auszählt.
    Nur die Politiker fälschen die Wahlen nicht in dem sie vor den Wahlen etwas versprechen und nach dem sie gewählt wurden das Gegenteil machen.
    Immerhin haben die Wahlbeobachter einen von der EU bezahlten Urlaub in einem Land das sie wohl kaum besuchen wenn sie es aus eigener Tasche bezahlen müssen.

  2. Habe gehoert, und ich glaube das gab es schonmal als Artikel im Wochenblatt, dass oft auch Tote in Paraguay „waehlen“.
    Naechsten Sonntag bin ich Erstwaehler und werde das Voto cruzado anwenden. Was mich aergert ist, dass es so viele Kleinstparteien und Movimientos gibt mit nur 3 oder 4 Kandidaten. Man muesste die oppositionellen Kraefte buendeln, weil die sich im Prinzip aehneln. Patria Querida (Lista 8) und Somos Paraguay (Lista 123) haben meines Erachtens das absolut gleiche Bestreben, man nimmt sich die Stimmen weg. Ich hab das schon mehrfach einigen Leuten gesagt, aber es kommt nur betretenes Schweigen.
    Der Grund ist klar: Jeder hofft mit seiner Mini-Partei einen begehrten Senator oder Diputado-Posten zu haben und nicht anderen den Vortritt lassen. Zusammenarbeit heisst auch sich unterordnen, und das will keiner.

  3. Wir brauchen keine Urlauber, die als EU Beobachter auftauchen. Sollen sie in Europa bleiben, denn dort sind noch viel mehr gefälschte Wahllokale. Damit sie ihren Urlaub gut reden, reden sie Paraguay wieder schlecht. Welche Konsequenzen ziehen diese Aussagen für die Junta Electoral? Doch keine. oder hat es jemals Konsequenzen gegeben? Putin, Orban, Erdogan, Morales, und viele mehr lassen grüssen.

  4. Ich denke, wir Deutschen dürfen nicht wählen.Sind nur zugelassen bei Bürgermeister Wahlen.Mir wurde gesagt nur wer hier geboren ist,darf den Präsident wählen.

    1. Ich bin in PY geboren und Staatsbuerger. Das ich Erstwaehler bin haengt damit zusammen, dass ich vor 3 Jahren „zurueckgekehrt“ bin.

  5. Wenn sie mir einen Prospekt ihrer wohlgenährten, monoton grinsenden Photoshopf-Stereotypen in die Hand drücken wollen, sage ich immer: „Si, ese no me parece corrupto, ese voy a elegir“. Jedoch laufen sie dann immer davon, ohne dass ich das Material zum Anfeuern auch in die Hand gedrückt bekomme. Naja, müssens halt selbst anzünden.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.