Europäische Union setzt Brasilien unter Druck das Mercosur Debakel zu bereinigen

Brasilia/Brüssel: Die Europäer fordern, dass der Mercosur seine Situation mit dem Karibikland Venezuela löst bzw. legalisiert, bevor es wieder Verhandlungen mit dem Bündnis aufnimmt. Politische Analysten bestätigen, dass der alte Kontinent Druck auf Brasilien ausübt, um eine schnelle Lösung herbeizuführen.

Die Bekundungen von Seiten der Europäer bei der Generalversammlung der UNO in New York gegenüber der paraguayischen Delegation waren einstimmig. Zuerst muss der Beitritt Venezuelas legalisiert werden bevor es weitere Verhandlungen über Warenaustausch mit dem Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) gibt.

Paraguay rückt damit ins Visier des brasilianischen Kanzlers wodurch sich auch sein neuer, freundlicher Kurs erklärt. Ist Paraguay besänftigt und zufrieden kann Venezuela legal Mitglied werden und die Verhandlungen mit der EU werden wieder aufgenommen. Nutznießer dieser Geschäfte sind ohnehin nur große Wirtschaftsnationen wie Argentinien und das eben angesprochene Brasilien. Wirtschaftsgebundener Kurswechsel eben. Das Hindernis, um das Problem möglichst schnell zu lösen ist die Missbilligung der Aufnahme Venezuelas in den Mercosur durch den paraguayischen Senat.

„Wie ich derzeit erkenne sind die drei Länder, die uns suspendiert haben dabei das Problem zu lösen, was sie illegal geschaffen haben. Die Europäische Union schließt ihnen die Türen und auf einmal sind die bereit zum Dialog“, urteilte der Ex Kanzler Paraguays, José Antonio Moreno Ruffinelli.

Nach seinem Kriterium sollte Paraguay seinen Wiedereintritt sowie den Austritt Venezuelas jetzt verhandeln du später einen neuen Vertrag mit den Venezolanern machen.

Erst jetzt wird den Ländern klar wie „legal“ ihre politischen und nicht juristischen Maßnahmen waren. Die Tragweite der damaligen Suspension und der Aufnahme Venezuelas hängen stark verbunden zusammen. Wenn weiter nichts getan wird, leidet die Glaubwürdigkeit derer die Paraguay ausgegrenzt haben.

Alle Politikexperten stimmen überein in der Tatsache, dass Paraguay sich nicht an einen Tisch mit den Venezolanern setzen kann, da der paraguayische Senat dagegen stimmte. Die Frage ist deswegen wie man diesen Fakt ändern kann.

„Da Kanzler Antonio Patriota seine Präsidentin Dilma Rousseff mit der Lage schlecht beriet muss er nun sein Bild bereinigen und übernimmt eine Führungsrolle. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt ist die paraguayische Stimme für oder gegen Brasilien im UN Sicherheitsrat“, erklärt der Senator Hugo Estigarribia (ANR).

(Wochenblatt / Última Hora)

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