Evakuierungen wegen unkontrollierbarer Waldbrände

Fuerte Olimpo: Der Gouverneur von Alto Paraguay, José Adorno, berichtete, dass Waldbrände weiterhin das Gebiet des paraguayischen Chaco zerstören und es bestehe die Befürchtung, dass einige Bewohner aufgrund der Intensität der Flammen und des Windes evakuiert werden müssten.

„Wir haben schwierige Zeiten in der Gegend, es gibt viele Brandherde, wir versuchen uns gegenseitig zu helfen, alles ist schwierig. Diese Größenordnung ist das erste Mal, dass wir nicht in der Lage sind, die Feuer zu kontrollieren“, beklagte sich Adorno.

Er argumentierte, dass die Regierung von Alto Paraguay den Bewohnern Medikamente sowie Unterkunft und Verpflegung für Feuerwehrleute zur Verfügung stelle, die in der Region arbeiten. Bisher sind Toro Pampa und María Auxiliadora die Orte, die am stärksten von den Feuern betroffen sind.

Er sagte weiter, dass der Chaco oftmals von Waldbränden betroffen gewesen sei, aber dies ist das erste Mal, dass ein Feuer mit so einer Intensität registriert wurde. Der starke Wind begünstigt die Ausbreitung der Flammen und die Situation wird unkontrollierbar.

„Wir arbeiten an Evakuierungen, hoffentlich beruhigt sich der Wind. Dieses Phänomen ist unkontrollierbar, wir können nicht sagen, dass es provoziert wird, aber wir glauben, dass einige ihr Felder verbrannt haben und nicht mehr kontrollieren konnten“, fügte Adorno hinzu.

Am Dienstag erklärte die Exekutive die Departements Alto Paraguay und Boquerón zu einem Umweltnotstand, die kürzlich von Waldbränden betroffen war. Bis letzte Woche wurden im Chaco mehr als 60.000 Hektar Wald verbrannt.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Evakuierungen wegen unkontrollierbarer Waldbrände

  1. Also Eines dürfte ja wohl unstrittig sein: BRÄNDE ENTSTEHEN NICHT VON SELBST! Auch nicht Waldbrände. Wer hat nach den „Brandrodungen“ den Nutzen davon? Diese Frage kann jeder Dumme beantworten. Warum erlassen die hochintelligenten Politiker Paraguay nicht unverzüglich ein Gesetz, wonach abgebrannte Flächen danach für 10 Jahre keiner anderweitigen Nutzung zugeführt werden dürfen? Nicht einmal die angebliche Opposition oder die Presse kommen auf diese Idee. Warum eigentlich? Auch das können vermutlich die Dümmsten im Lande beantworten. Alles Klar?

    1. @ Robin Hood

      (…) BRÄNDE ENTSTEHEN NICHT VON SELBST!…“ Dem möchte ich widersprechen unabhängig der Tatsache dass die aktuellen Brände wahrscheinlich gelegt wurden.
      Brände können z.B. selbst entstehen durch Blitzschlag, oder extreme Trockenheit indem sich durch Reibung Brandherde etc.
      bilden.
      Der Vorschlag abgebrannte Flächen für 10 Jahre lang zu isolieren und nicht zu bearbeiten ist vom Gefühl her zu verstehen aber weder agrar technisch empfehlenswert noch umweltfreundlich. Es ist bekannt dass gerade die Humusschicht in den südamerikanischen Urwäldern sehr dünn ist. Die starken tropischen Regenfälle würden binnen kurzer Zeit aufgrund der Erosion den ganzen Humus auswaschen und das Land für Jahrzehnte unbenutzbar machen. Selbst „Maria+Juana“ würden da nicht mehr wachsen. Brasilien hat diesbezüglich riesige Probleme. In den 80-ziger Jahren als Brasilien massiv seine Autos auf Alkohol umstellte (auch in PY konnte man an jeder Tankstelle Alkohol tanken) wurden Millionen von Ha Wald gerodet und Zuckerrohr angepflanzt. Zuckerrohr ist eine pflegeleichte aber zerstörerische Pflanze. Man kann bis zu 10 Jahren ernten ohne viel machen zu müssen aber danach ist Schluss und der Boden ist total ausgelaucht. Der in Europa bekannte jährliche Fruchtwechsel wird nicht praktiziert. Man hat dann den ausgelauchten Boden einfach liegengelassen und neuen fruchtbaren Boden abgeholzt. Der ausgelauchte Boden hat dann durch die Erosion den „Todesstoß“ bekommen und heute kann man in Brasilien riesige Flächen unbrauchbarer Böden finden.

  2. Hallo Robin Hood, ich denke dir geht auch vieles ,was abläuft, gegen den Strich, aber sich aufregen hilft leider nichts, es ruiniert nur deine Gesundheit? Mir gehts leider auch so, aber mittlerweile les ich schlicht weniger von diesem Theater, es ändert sich eh nix mehr bis die Menschheit den Hang runtersegelt?

  3. Da Paraguay leider fast ausschliesslich agrarwirtschaftlich orientiert ist, wundert es nicht; dass Brandrodungen stattfinden, um gewinnbringend Nutzvieh und diesbzgl Futtermittel zu erzeugen. Schliesslich ist u.a. die Soyaproduktion sowie folgender Export von massgeblicher Bedeutung für die Befriedigung des ständig wachsenden Fleischkonsums insbesondere der chinesischen Bevölkerung. Im Verhältnis zum übrigen paraguayischen Volk so haben nebenbei auch die Landlosen ein Interesse an fleischreicher und ungesunder Ernährung.

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