Ex Gerichtsangesteller erhebt schwere Vorwürfe gegen Justiziare

Asunción: Óscar Vega war Chauffeur des Obersten Gerichtshofes bis Dezember des vergangenen Jahres. In seinem Handeln war er direkt dem administrativen Direktor Gustavo Chamorro unterstellt. Verga versicherte, dass er als Namengeber für 4.000 ha große Estancia im Chaco missbraucht wurde und dass diese Estancia mit Fahrzeugen und Kraftstoff aus der Staatskasse besucht wurden. Die Minister des Gerichtshofes, Antonio Fretes und Víctor Núñez haben großzügige Ländereien nahe Fuerte Olimpo, Alto Paraguay.

Vega lernte Chamorro kennen als sie noch Funktionäre des IBR, heute Indert waren. Der heutige Minister des Gerichtshofes, Antonio Fretes war früher ebenfalls im IBR angestellt. Als Fretes zum Minister berufen wurde folgte ihm Chamorro als administrativer Direktor. Dieser wiederum stellte Vega als Chauffeur ein.

Vega, laut der Stellenbesetzungsliste wurde als Assistent mit 2 Millionen Guaranies monatlich vergütet.

In einer exklusiven Unterredung mit der Tageszeitung Abc Color beichtete Vega einige Sachen aus der gemeinsam verbrachten Zeit mit Chamorro.

Vega sagte, dass Chamorro ihn bat einen Kredit von 400 Millionen in seinem Namen aufzunehmen, da er es nicht könnte. Vega negierte und hatte von da an keine Arbeit mehr.

„Ich habe viel für Chamorro gemacht und jetzt setzt er mich auf die Straße. Stetig habe ich alle Dokumente unterschrieben die er mir vorlegte. Er kaufte über seinen Bruder, der im Indert arbeitet ein Grundstück von 4.000 ha im Chaco und setzte als Namensgeber mich ein. Das Grundstück befindet sich in Fuerte Olimpo, Chaco“, kommentiert er.

Er fügte hinzu, dass immer wenn er an den Ort gefahren ist dies durch Fahrzeuge des Gerichtshofes und Kraftstoff aus der Staatskasse passierte. Ich weiß dass Chamorro noch weitere Grundstücke hat, im Namen seiner Gärtners usw. All diese machen das nur, weil er ihnen ein Extragehalt vom Gericht besorgt, mit anderen Worten kauft er ihr Schweigen.

Vega weiß, dass das neben Chamorro auch die Minister Fretes und Núñez Grundstücke haben, dank des Indert.

„Chamorro sagte mir, dass sie nur 20% des tatsächlichen Wertes zahlen müssen. Tatsächlich haben sie aber mit der Verbindung zum Indert die Zahlscheine gefälscht, niemals wurde auch nur eine Rate gezahlt für die Grundstücke“, kommentierte er.

Der Chauffeur erklärt zudem, dass seit sieben Jahren die Firma Toyocar, gelegen an der Avenida Félix Bogado, immer die Ausschreibung für die Reparatur der Gerichtsfahrzeuge gewinnt.

Vega wurde bei der Aussage von zwei Rechtsanwälten begleitet, da er nun Repressalien von seinem Ex Chef fürchtet. Vega vertraute über Jahre blind Chamorro.

„Ich war immer da wenn er mich brauchte und nur weil ich einmal etwas nicht mache, was er will werde ich abgeschossen, ohne Zukunft“, schließt er ab.

Die Tageszeitung Abc Color ließ es sich nicht nehmen Gustavo Chamorro dazu zu befragen. Dieser gibt zu ein Grundstück zu besitzen welches im Namen des Fahrers Óscar Vega Chávez ist.

„Óscar war mein Assistent, er lebte nahe meinem Haus. Er hat mich immer begleitet. Die Sache mit dem Grundstück im Chaco, ich erinnere mich nicht mehr daran wann das genau war. Die Hälfte habe ich gekauft und die andere wurde auf mich umgeschrieben“, sagte Chamorro.

Aber es war im Namen von Óscar Vega?

„Wir haben es zusammen gekauft. Óscar war mein Freund aber ich weiß nicht was passiert ist.

Aber es war auf seinen Namen eingetragen?

„Ja natürlich war es im Namen von Óscar Vega, aber jetzt nicht mehr. Jetzt ist es in meinem Namen“, versicherte er.

Auf die Frage ob die Minister des Obersten Gerichtshofes Fretes und Núñez Grundstücke im Cahco besitzen erklärte dieser, keine Ahnung davon zu haben.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Ex Gerichtsangesteller erhebt schwere Vorwürfe gegen Justiziare

  1. Das wäre eigentlich ein Fall für einen unabhängigen Untersuchungsauschuss mit anschließendem Amtsenthebungsverfahren. Aber wer ist in Paraguay schon unabhängig? Die Politiker sind doch alle abhängig. Abhängig von der Sucht nach Reichtum. Dafür würden Sie sogar Ihre Seele verkaufen.

  2. Da werden die Paraguayer ja auch von solch aufrichtigen und ehrlichen Menschen „regiert“, wie die Schweizer in der Schweiz!

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