Ex Hotel Casino San Bernardino – ein Monument der Unverantwortlichkeit

San Bernardino: Das Ex Hotel Casino, Eigentum des Fürsorgeinstitutes IPS, kann als Monument der Unverantortlichkeit bezeichnet werden, da sich seit Jahren absolut gar nichts verbessert hat auf dem Komplex. Im Gegenteil, alles was nicht niet- und nagelfest war wurde gestohlen.

Vor 30 Jahren, während der Stroessner Diktatur, wurde der Komplex am Ypacaraí See offiziell eingeweiht. Durch die schlechte Führung und jede Menge Korruption konnte der Hotelbetrieb nur bis 1995 aufrechterhalten werden. Danach wurde es seinem Glück überlassen. Das seither an den Tag gelegte Desinteresse, spiegelt es sich auch in den vergangenen Monaten wieder als brasilianische Investoren einen lukrativen Vorschlag unterbreiteten, wie aus dem verkommenen Betonklotz noch was zu machen wäre.

Auch schon davor unterbreiteten andere Interessenten Angebote, die es wert waren näher betrachtet zu werden. Schlussendlich scheiterten alle, da die IPS Führungsriege ihre saftigen Zahlungen, die extra gefordert wurden, nicht erhielten.

Die letzte schon angesprochene Gelegenheit nach Jahren kriminellen Verkommens war der Vorschlag der brasilianischen Holzmann Gruppe ein Agua Park Resort Hotel daraus enstehen zu lassen. Sie wollten den Komplex für 30 Jahre pachten und mindestens 25 Millionen US-Dollar investieren.

Der aktuelle Rat des Fürsorgeinstitutes lehnte auch den Vorschlag ab und gab zu verstehen, dass 20 Jahre das Maximum an Pacht sei. In diesem Zeitraum jedoch kann die Investition nicht rekuperiert werden, womit alles beim Alten bleibt und nichts voran geht.

(Wochenblatt / Abc)

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13 Kommentare zu “Ex Hotel Casino San Bernardino – ein Monument der Unverantwortlichkeit

    1. torsten, das sehe ich auch so. zum kotzen ist, dass sich der bürgermeister von sanber sehr eingesetzt hat, dass die brasilianer kommen, was ich aus zuverlässiger quelle weiss. selbst die drohung, das casino zu enteigenen, was aber in der regierung nicht akzeptiert wurde, lies die verantwortlichen nicht aus der ruhe bringen. die wollten ihr coima (schmiergeld) und sonst läuft nichts. gott sei dank, dass der bürgermeister clever genug ist und ein anderes projekt den brasilianern unterbreitet hat, was nun in verhandlung ist. gesetzesmässig kann gegen die IPS nicht vorgegangen werden, wenigstens im augenblick. wir leben nun mal in paraguay wo das unmögliche an der tagesordnung ist.

  1. Enteignung? “Gemeinnutz geht vor Eigennutz? Was sind das denn für linksradikale Forderungen?
    Wie wäre es mit der Forderung, daß die IPS verpflichtet wird das Objekt zu verkaufen und den Menschen, denen sie ihre Rente durch die Investition in dieses völlig überflüssige Gebäude gestohlen hat, diese Rentenansprüche endlich wieder zurück zu geben?

    1. Ja was soll denn das? Solche linksradikale Forderungen, das sind ja ganz neue Töne hier. Da kriegen ja die verschiedenen Cowboys das kalte Grausen. Mein Vorschlag zur Diskussion ist die Forderung nach einer Immigrantensteuer!
      Mei, das würde aber die Spreu vom Weizen trennen.
      Aber seid nicht traurig, ihr könnt immer noch nach Schwarzafrika ausweichen.

      1. Nach etlichen Jahren in Schwarzafrika kann ich nur sagen, dass es mir dort viel besser gefallen hat als in Paraguay. Deshalb werde ich mich nach meinem Hausverkauf im “Paradies” Paraguay das Weite suchen. In Schwarzafrika gibt es jeden Tag etwas zum Lachen, hier kann man sich jeden Tag nur ärgern. Am gestigen Sonntag fiel sechsmal der Strom aus, heute gibt es zur Abwechslung kein Wasser. Die Post funktioniert nicht, die Handwerker kommen, wenn überhaupt, nur dann, wenn sie wollen. Wenn man selbst nicht daheim ist, spielen sie den Beleidigten und sind verärgert. Für mich sind das hier – von Ausnahmen abgesehen – die schwierigsten Menschen, die ich weltweit gesehen habe. Einfach komische Vögel.

  2. Die IPS-Führung sollte sofort suspendiert werden. Unfähig.
    Ich müsste doch auch einen Ferrari, welcher einen schweren Unfall hatte, günstig abgeben. Sonst wird das Brauchbare noch verrosten. Enteignung ist natürlich falsch, das ist Kommunismus. So etwas macht Hugo Chavez.
    Der Vorschlag der Brasilianer betrachte ich aber auch mit Skepsis. Was wäre wenn in 30 Jahren das Casino-Hotel sehr rentabel wäre? Würden die Brasilianer es gerne zurückgeben? Oder hätten sie das Gebäude nach 28 Jahren auch langsam wieder verkommen lassen?
    Nun, ich kenne die Herren des operativen und strategischen Managements noch des Verwaltungsrates der IPS nicht. Ist doch aber eine (halb-)staatliche Institution oder? Dann sollte der Staat auch ein Wörtchen mitreden können, wer in dieser Institution in der Geschäftsleitung sitzt. Am besten solche, welche ZUMINDEST die Grundkenntnisse einer Bürolehre besitzen. Ist die IPS ein Aktiengesellschaft? Können nur die Aktionäre den Verwaltungsrat bestimmen? Hat die IPS überhaupt einen Verwaltungsrat? Denke nicht.
    Nun, ich kenne die Lösung dieses Gebäudes auch nicht. Denke aber dass das Management zu entlassen ist und Leute mit Ausbildung und/oder Erfahrung im Bereich Versicherung dafür eingesetzt werden sollten, welche auch fähig sind dir richtigen Leute für die Bewirtschaftung ihrer Immobilien zu finden (und nicht ihre Familienmitglieder dafür einzustellen). Oder ihre Immobilien verkaufen und sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.
    Aber, ja, wir alle kennen solche schlechten Seiten vom schönen Paraguay. Leider.
    Verstehe nicht, warum man solche für Investoren abschreckende Monumente so stehen lässt. Auch der wie ausgebrannt aussehende Gebäudekomplex in Mariano R. Alonso! Neben der EXPO!!! Das muss man sich einmal vorstellen, wie viel Dummheit in MRA dahinter steckt: Auf der einen Strassenseite ist die grösste Ausstellung des Landes, auf der anderen Strassenseite steht ein halbfertiger Gebäudekomplex. Dümmer geht es nimmer oder?
    Wenn ich so etwas sehe wie zB. das Foto zu diesem Artikel, dann investiere ich genau null USD in Paraguay.

  3. …das gefällt mir so an PY.Hier kann man noch richtig entspannen!Die ITV ham’se auch gecancelt.Echt gemütlich…mir geht’s hier VIEL besser als in D! Danke schön! (;

  4. Typisch Paraguay – keine Kohle, aber die grosse Fresse. Mein Gott! Was dieses Hotel fuer Sanber bedeuten wuerde – wie viele Menschen da einen Job haetten – nur um mal daran zu denken.
    Aber irgendwie hat doch dieses Parlament ziemlich viel Aehnlichkeit mit der Deutschen Politik – oder??
    Unfaehig – Arrogant – Selbstsuechtig – Und ja nicht weiter denken, wie ein Schwein springen kann.

  5. Mit dem Algemeinnutz meine ich keine Enteignung, es geht doch hier nur um einige staatlich Angestellte die ihr eigenes Süppchen kochen wollen, einen Staatsbetrieb brauch man nicht enteignen, nur durch fähige Leute ersetzen.

    1. Hallo Erich
      Das Problem ist, dass es in diesem Land praktisch keine fähigen Leute gibt . Faul sind sie auch noch. Dafür werden Ausländer massenhaft auf den Routas und den Gemeinden von den Camineras mit ungerechtfertigten Bussen zugedeckt. Ihre eigene Spezies lassen sie laufen. Wir sind hier die Milchkühe der Nation .
      Da kann man nur sagen : Spendet nie einen Euro !!

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