Fall Jaguar: “Eine Anklage ist nicht auszuschließen“

Loma Plata: Der Südafrikaner, der am 27. Juni 2017 den Jaguar in der Sandstraße erschoss, kann mit einer Anklage rechnen, wenn es Hinweise darauf gibt, dass das Tier nur aus Angst oder Schreck getötet wurde.

Der zuständige Staatsanwalt Andrés Arriola wählt diese Worte ohne falsche Versprechungen zu machen. Er will beiden Seiten gerecht werden und zum jetzigen Zeitpunkt ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Der Schütze, ein 33-jähriger Südafrikaner sowie Zeugen des Vorfalls werden erst am 10. Juli 2017 ihre Aussagen machen. Erst danach kann sich Arriola eine Meinung bilden.

Als die Staatsanwaltschaft über den Fall informiert wurde, begann man mit einer Untersuchung. Man fand die Reste des Jaguars in einer Tiefkühltruhe und ordnete an, die solange da zu lagern, bis sie von SEAM Mitarbeitern abgeholt werden. Dies geschah gestern.

Von Bußgeld bis Haftstrafe ist alles möglich. Von 3.000 bis hin zu 20.000 Tagessätzen eines Mindestlohns können die Bußgelder reichen, je nachdem welches Gesetz zur Anwendung kommt.

Wochenblatt / Ministerio Publico

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4 Kommentare zu “Fall Jaguar: “Eine Anklage ist nicht auszuschließen“

  1. Na dann wünsch ich dem Mörder doch mal, dass er ne happige Haftstrafe + 20000 Tagessätze Geldstrafe bekommt!

  2. So eine hohe Busse ist ja absolut lächerlich, hätte der ein Dachler erledigt, würde gar nichts passieren.
    Gut von denen hat es ja auch mehr in PY, als Jaguar`s.

  3. 20.000 Tagessätze a 80.000 Gs/d bedeutet 1,6 Millarden Guaranies oder auch ca. 260.000 Euro.
    Ich schrieb es bereits gestern, völlig übertriebene Strafzahlungen.
    Und als Ausländer hat der wohl nicht die erforderlichen Amigos um den da rauszubekommen. Und wenn der nicht die erforderliche Kohle hat um den Staatsanwalt und den Richter zu beschmieren, dann landet der wohl echt im Gefängnis.

    Ich will hier keineswegs die Tat schönreden, die Ermittlungen sollten absolut professionell durchgeführt werden, ob den hier wirklich sinnlos geschossen wurde oder ob die Gefahr bestand, dass der Jaguar einen Menschen angegriffen hätte.

    JEDOCH: Es werden täglich 600 ha Wald in Paraguay gerodet, hier passiert ABSOLUT nichts, weil die Riesenländereien im Besitz der Elite mit kräftiger Lobby ist.
    Wenn man die Wälder nicht abholzen würden, wäre dieser Jaguar wahrscheinlich nie in die Stadt gelaufen. Die Hauptschuldigen sind hier also die ilegalen Abholzer, die den Lebensraum der Tiere wegnehmen.

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