Fall Juliette: Botschafterin erklärt Partizipation Frankreichs

Asunción: Die französische Botschafterin in Paraguay, Sophia Aubert, erklärte bei einem Radiointerview, dass sie von der Staatsanwaltschaft auf dem Laufenden gehalten wird und was die französische Polizei im Stande ist zu tun.

Botschafterin Aubert erklärte, dass die paraguayische Polizei zuerst einmal ein Hilfsgesuch an die französische Polizei schicken müsse, bevor diese laut der binationalen Übereinkunft aus dem Jahr 1997 tätig werden könne. Bisher ist dies demnach nicht geschehen.

Die Staatsanwaltschaft geht in Bezug auf die Aktenlage auf eine Beteiligung des Stiefvaters beim Verschwinden des Mädchens aus und ist aktuell damit beschäftigt die Häuser aus Reiner Oberüber’s Bekanntenkreis zu durchsuchen. Vor 58 Tagen verschwand das Mädchen, welches unter der Obhut der Mutter und des Stiefvaters stand spurlos.

Oberüber machte sich verdächtiger als andere aus dem familiären Umfeld wegen diverser Sachverhalte, die zusammengenommen kein gutes Licht auf ihn werfen. Darunter sind die gelöschten Daten der Handys, der verschwundene Computer, dass er lieber Feuerholz schneiden ging anstatt Juliette zu suchen und dass er das Mädchen nicht nach wenigen Stunden als vermisst meldete. Die Aufsichtspflicht hatte er zusammen mit der Mutter ab dem Moment, als er zuließ mit ihnen zusammen in seinem Haus zu wohnen. Allerdings sind die Sachverhalte nur Vermutungen und keine Beweise.

Die Strategie der Staatsanwalt war, was irgendwie logisch erscheint, einen Vorwand zu finden, um sie einzusperren, verbunden mit der Hoffnung, dass sie dann anfangen zu reden. Dennoch fruchtete diese Strategie noch nicht und es bestehen ernsthafte Zweifel ob dies jemals klappen wird. Sie könnten nichts damit zu tun haben und vollkommen unschuldig sein oder, wenn dem nicht so wäre, würde sich niemand selbst belasten, wenn man weiß, dass die Untersuchungshaft nicht viel länger als 6 Monate dauert.

Wochenblatt / Ñanduti

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2 Kommentare zu “Fall Juliette: Botschafterin erklärt Partizipation Frankreichs

  1. Die französische Botschafterin bestätigt den vollumfänglich fehlenden Aufklärungswillen der paraguayischen Justiz. Ohne Unterstützungsuntersuchen an die französische und die schweizerische Justiz lassen sich die finanziellen Transaktionen des Vaters bezüglich seiner unterhaltsberechtigten Tochter nicht nachvollziehen.? Wurde Unterhalt gezahlt oder musste er jeweils gepfändet werden? Waren weitere Unterhaltsklagen seiner Tochter gegen ihn anhängig? Welche Transaktionen Richtung Paraguay hat er möglicherweise vor und nach dem Verschwinden seiner Tochter getätigt? Welche Komunikationen hat er mit Paraguay waehrend dieser Zeit über Messenger Dienste geführt? Welche Kontakte hat er waehrend dieser Zeit online mit der Familie der Mutter gepfegt? Welche Urteile gibt es in Frankreich bezüglich des Aufenthaltsbestimmungs und Sorgerechtes für Juliette? Selbst wenn Juliette schon vor Wochen z.B. über Brasilen nach Frankreich oder in die Schweiz ausgeflogen wurde, wird es niemand in Paraguay erfahren, solange die paraguayische Justiz nicht bei der französischen Justiz nachfragt.
    Der Deutschenhass der paraguayischen Justiz wird hier immer grotesker. Unterstützt wird dieser mutmasslich durch das Merkel Regime, die nach den Inhalten seines Laptop und seines Handys fragen, um Zugang zu seinen Kontakten und Internetpräsenzen zu erhalten. Das das Löschen und insbesondere das blockieren von Elektronikgeräten ratsam ist, wenn die paraguayische Polizei auftaucht ist jedem bekannt. Ein gut blockiertes Elektronik Gerät ist für den Privatgebrauch der Polizisten unbrauchbar und wird vielleicht zurück gegeben. Ein ungeschütztes Gerät kann gelöscht , auf Werkseinstellungen zurück gesetzt und weiterverkauft werden..?.
    Juliette ist auch nicht Reiner Oberübers Stieftochter sofern er sie nicht mit Zustimmung des Vaters und der Mutter adoptiert hat, was unwahrscheinlich ist. Er hat somit keinerlei Sorgerecht, Aufenhaltsbestimmungsrecht und noch nicht einmal ein Auskunftsrecht bezüglich des Kindes seiner Freundin. Er war beim Verschwinden des Mädchens und der Ziegen sicherlich nicht beunruhigt, da Ziegen den Weg zum Futtertrog kennen und das Mädchen den Ziegen folgt…….

  2. Saminathasarma Kanesharajakkurukkal

    Yeahhh. Ich bin drin. reCAPTA-Idi-Test bestanden!
    @Heinz1965, guter Kommentar. Sehe ich so ähnlich. Und gute Fragen, auf die auch ich gerne eine Antwort hätte.
    Ich denke, die franz. Polizei darf hierzulande erste einmal gar nix. Wird sicher gegen harte Franc von hiesig Polizei und Justiz darüber auf dem Laufenden gehalten, über was sich die Franzosen auch auf Wochenblatt-Paragauy hätten informieren können.
    Nach zwei Monate noch null Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten. Wird ja langsam Zeit. Im Paragauy ticken die Uhren etwas langsamer. Da würde ich schon einmal anfangen, damit es in Monaten zum Dialog kommen wird.
    So wie ich das aus früheren Artikel verstanden habe, hat die Mutter ein eigenes Haus und war bei Herrn Oberüber nur zu Besuch.
    Die bisherig gezeigte Polizei- und Justizarbeit ist einfach nur dilettantisch. Zwei Monate und null Ermittlungsergebnisse. Nur: „könnte sein“. Und nachdem ich von Eingeborenen mit tonnenweise Bananenschalen beworfen worden wäre, würde es auch ich vorziehen zu schweigen. Ich meine, so blöd kann ja niemand sein, irgend etwas kriminelles zu planen und erst nach Ausführung der Tat löscht er Daten und lässt Computer verschwinden. Jedenfalls steht hiesig Polizei und Justiz nach zwei Monaten vor dem Nichts. Mit „nicht wissen, was zu tun ist“, hat sich wohl auch nichts geklärt.

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