WhatsApp ist nach wie vor der “kritischste“ Punkt der “Infodemie“

Asunción: Infodemie ist der Begriff, mit dem die Weltgesundheitsorganisation WHO die Verbreitung falscher Informationen über die Covid-19-Pandemie beschrieben hatte. Auch das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologien (Mitic) versucht Fake-News zu bekämpfen, wobei es vor allem darauf besteht, auf offizielle Quellen zurückzugreifen.

WhatsApp ist nach wie vor einer der kritischsten Punkte, über den Falschmeldungen verbreitet werden.

„Tatsächlich ist statistisch gesehen WhatsApp das Instrument, durch das wir – zumindest in Paraguay – am besten informiert sind. Daher denke ich, dass es ein Medium ist, auf das wir mehr darauf achten müssen, um Informationen zu erhalten und in der Lage zu sein, zu prüfen, dass sie echt sind, bevor wir sie verbreiten und nicht Mittäter der Verbreitung falscher Meldungen zu sein“, betonte die Vizeministerin für Kommunikation, Ingrid Villalba.

Sie gab an, dass die Bürgerinnen und Bürger die Informationen, die sie erhalten, im Gegensatz zum Beginn der Pandemie in Paraguay mit größeren Kriterien behandeln, immer darauf bestehen sollten, auf offizielle Quellen zurückzugreifen. Sie erinnerte daran, dass das Ministerium Mitic beim Verbot der Verbreitung von “gefälschten Nachrichten“ keinen “Zwang“ ausübe, sondern die Bürger auffordert, Informationen aus wahrheitsgemäßen Quellen zu nutzen. Sie seien auch noch nicht so weit, in diesen Fällen rechtliche Schritte einzuleiten.

„Es gibt Anlass zur Besorgnis, weil eine Person Tag für Tag so viele WhatsApp-Nachrichten erhält. Wir versuchen falsche Meldungen zu identifizieren und haben sie dann in Netzwerken hochgeladen, um sie rot zu markieren“, erklärte Villalba darüber, wie sie auf einige der bekannteren falschen Informationen reagiert, die sie identifizieren können.

WhatsApp ist jedoch nicht das einzige soziale Netzwerk, in dem gefälschte Nachrichten laufen, daher bittet Villalba auch darum, nach Facebook, Twitter, Instagram und anderen digitalen Plattformen Ausschau zu halten. Sie erklärte, dass im Moment keine koordinierte Aktion identifiziert worden sei, um zu versuchen, falsch zu informieren, sondern dass es sich vielmehr um Einzelpersonen handelt, die in die Verbreitung ungeprüfter Nachrichten verwickelt sind.

Es wird auch festgestellt, dass die verwirrenden Mitteilungen im Laufe der Quarantäne inhaltlich variierten. „Der Schwerpunkt hat sich gegenüber der anfänglichen medizinischen Versorgung, wo die Tests durchgeführt wurden, wann man zu Hause bleiben und wann man ins Krankenhaus gehen sollte, ein wenig mehr verändert. Jetzt lautet das Thema: Was sind die richtigen Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen am Arbeitsplatz, was sind die Stadien der Quarantäne, wann ist ein bestimmter Sektor (Gastronomie) wieder geöffnet“, sagte Villalba.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “WhatsApp ist nach wie vor der “kritischste“ Punkt der “Infodemie“

  1. Denkt auch Paraguay ueber ein Wahrheitsministerium nach? Grosse Offizielle Quellen, also das jeweilige Regime das an der Macht bleiben will, sind bekanntermaßen weltweit immer die groessten Luegen Erfinder.

    1. Die größten Lügenerfinder sind diejenigen, die von sehr großen Einflüssen einer unter „Merkel-Diktat stehenden BRD GmbH“ auf die Justiz Paraguay´s faseln und versuchen einen Bauernfänger als ein „politisch verfolgtes Bauernopfer“ dazustellen.

  2. was sind „gefälschte“ Nachrichten“ ? Wer entscheidet das ? Gibt es ein Monopol auf „richtige Nachrichten“ ? Das Verbreiten von „Fake-News“ ist in Deutschland inzwischen ein Straftatsbestand – leider ist es ein „Gummi-Pharagraph“. Problematisch wird es, wenn freie Meinungsäußerung durch Paragraphen eingeschränkt wird. Warum sollte man denn keine „falsche Meinung“ haben und diese vertreten dürfen ? Hält das die Demokratie nicht (mehr) aus ?

  3. Saminathasarma Kanesharajakkurukkal

    Also Leute, nur das was die WHO über das Uhhh-Viru-V2.0 den Medien zum Abschreiben vorlegt ist die Wahrheit. Alles was davon abweicht sind Fake-news. Diese Fake-news-Verbreiter sollten also alle verhaftet werden. Naja, sitzen eh alle in Hausarrest. Solange sie noch ein Dach über dem Kopf haben.
    Dann lassen wir uns weiterhin von gigantischen Zahlen über Menschen beeindrucken, welche sich mit dem Uhhh-Viru-V2.0 angesteckt haben. Und bereits wieder arbeiten könnten. Außer ein paar 109 Jährige, die *mit* Corona von der Leiter gefallen sind und *mit* Corona gestorben sind. Ein wenig blöd ist halt, dass erstere nix mehr zu arbeiten haben, weil ihr Arbeitgeber zwischenzeitlich hat schließen können.
    Aber was soll’s? Im Paragauy hat jeder seine Hängematte und die Bananen wachsen auch so. Was braucht man mehr im Leben um völlig zufrieden zu sein. Der Mensch lebt jedoch nicht nur von Bananen allein. Ein paar Streichhölzer, um den Müll abzufackeln und ein paar Bierbücksen, um leere und Türmche draus zu machen, darf dann schon sein.

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