Fall Juliette: Deutscher bricht sein Schweigen

Asunción: Am 15. April ist ein Jahr vergangen, seit die 7-jährige Juliette in Emboscada verschwunden ist und sowohl ihre Mutter als auch ihr Stiefvater der Justiz zur Verfügung stehen. Morgen bricht der Deutsche sein Schweigen zu dem Sachverhalt.

In diesem Sinne hat der Stiefvater des verschwundenen Mädchens die Presse an diesem Mittwoch, dem 17. März, um 11:30 Uhr in den Besprechungsraum des Sheraton Hotels einberufen, wo er seine Version der Ereignisse per Videokonferenz von seinem Haftort, dem Gefängnis in Villarrica, preisgeben will.

„Ich habe beschlossen, mit Zustimmung meiner Anwälte mein Schweigen zu brechen und meinen Teil der Geschichte in dem Gerichtsverfahren zu erzählen, in das ich verwickelt bin“, sagt ein Teil des handschriftlichen Briefes des deutschen Stiefvaters, in dem er die Medien einlädt, seine Version zu veröffentlichen.

Der deutsche Staatsbürger Reiner Oberüber, der sich fast ein Jahr, nachdem er nichts über das kleine Mädchen gewusst und die Ermittlungen fortgesetzt hatte, um es zu finden, bei vielen Gelegenheiten der Aussage enthielt, hatte bereits durch seinen gesetzlichen Vertreter erklärt, dass diejenigen, die wirklich für das Verschwinden verantwortlich sind, die Freiheit genießen. Er hat jedoch nie Namen oder Beweise dafür angegeben. Bei diesem Treffen wird von dem Mann erwartet, dass er alle Antworten gibt, die die Gesellschaft über Juliette wissen muss.

Ebenso sagte sein Anwalt Max Narváez, der die Medien einlud, mit denen er Zeitpunkt, Ort und Datum des Treffens festlegte, dass der Deutsche eine wichtige Ankündigung machen werde, die der Untersuchung der Staatsanwaltschaft dienen soll.

Wochenblatt / La Nación

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6 Kommentare zu “Fall Juliette: Deutscher bricht sein Schweigen

  1. Mittlerweile dürfte es wohl jedem Paraguay-Kenner klar sein, dass die korrupte und damit kriminelle Staatsanwaltschaft hier einen klaren Auftrag hatte und hat. Sie ist von Anfang an nur einen Weg gegangen und hat extrem manipulativ mit den Medien zusammengearbeitet, um möglichst viel Aufmerksamkeit und Druck auf Öffentlichkeit und Richter zu erzeugen. Wahrscheinlich wissen sie genau, dass die wahren und vielleicht sogar bekannten Täter munter frei herumlaufen. Mich würde es nicht wundern. Blöd für sie ist, dass sich die Wahrheit niemals auf Dauer unterdrücken lässt. Auch ein kleines Licht lässt Dunkelheit verschwinden.

  2. Die Konferenz von Oberüber wurde laut Justiz-Ministerin nicht autorisiert. Das gibt wohl nichts.
    https://www.abc.com.py/nacionales/2021/03/16/ministra-dice-que-conferencia-de-oberuber-no-esta-autorizada-pero-defensa-se-ratifica-en-que-hablara/

  3. Die geschmierte Staatsanwaltschaft hat in dem Fall offensichtlich selbst so viel Dreck an Stecken, dass sie jetzt natürlich ziemlich kalte Füße bekommt und die Wahrheitsfindung mit allen Mitteln verhindern will.

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