Fall Juliette: Kehrt der Angeklagte zurück nach Emboscada?

Asunción: Die Strafrichterin Blanca Báez ordnete am heutigen Montag die Verlegung des Deutschen, Reiner Oberüber, vom Departement de Judiciales in eine normale Haftanstalt an. Damit revidiert sie ihre erste Entscheidung.

Bis zum heutigen Tag konnte man sich noch nicht durchringen Oberüber in eine normale Haftanstalt zu verlegen, da man innerhalb der Mauern, wie nach dem Netflix Dokumentation ersichtlich ist, den Gefangenen keinen Schutz gewährleisten kann. Dennoch ordnete die Richterin Haydée Berlinda Pereira an, dass in der zukünftigen Haftanstalt, höchstwahrscheinlich Emboscada oder Tacumbú, für die persönliche Sicherheit des Angeklagten gesorgt werden soll.

Der Verteidiger der Mutter von Juliette und dem Stiefvater, Max Narváez, bezeichnete diese Entscheidung als eine Rechtsabweichung, da die Richterin eigentlich entscheiden müsse, wo er inhaftiert werden soll. Diese jedoch überlässt diese Entscheidung dem Justizministerium. Sie wäscht ihre Hände in Unschuld. Mein Mandant ist nicht verurteilt. Es gilt die Unrechtsvermutung. Er gibt keine Verurteilung. Zuerst hat die Richterin die Einweisung in das Departement de Judiciales angeordnet und nun widerspricht sie sich selbst und ordnet die Verlegung in ein anderes Gefängnis an. Ihre Argumente sind schwach. Ich nehme an, dass die bezahlte Meute, die vor ihrem Haus demonstrierte und die Verlegung forderte, sie die Unparteilichkeit verlieren ließ.

Narváez erklärte zudem, dass Mario Abdo Benítez verfassungswidrig handelte, als er sich mit den Staatsanwälten des Falls in Emboscada traf und über den Fall und die Aktenlage sprach. Wann sieht man das ein Präsident eine unabhängige Institution, wie die Generalstaatsanwaltschaft, um schnelle Ergebnisse bittet? Die Staatsanwälte sind ihm keine Antwort schuldig. Diese Verfassungsverletzung hat der Anwalt schon beim Obersten Gerichtshof zur Anzeige gebracht, wie auch bei der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte. Im geeigneten Moment werden wir alle Staatsanwälte des Falles ablehnen.

Leider äußerte sich Narváez nicht weiter zu seinem Mandanten, der wenn er nur wollte, weitaus mehr zu dem Fall beitragen könnte als bisher. Bisher fährt man nur die Strategie nichts sagen und abwarten. Die Europäer die Oberüber als Opfer der Justiz ansehen, meinen dass alle außer er Gründe hatten sie verschwinden zu lassen und er, obwohl Juliette in seinem Haus wohnte, keinerlei Verantwortung als Stiefvater hatte. Oberüber und Zapata waren seit einem Jahr zusammen, was durchaus ausreichend sein kann, um als Stiefvater anerkannt zu werden. Bis jetzt gibt es noch keine Anhaltspunkte zum Verbleib des Mädchens.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “Fall Juliette: Kehrt der Angeklagte zurück nach Emboscada?

  1. Ravichandra Sathurusingarapillai

    Wie kommt man als Beutevater ohne gerichtliches Urteil in Staaten wie Republik Congo, Äquatorialguinea oder Paragauy in ein Gefängnis? Na, ganz einfach. Man bezahlt Müllgebühr, so dass man andere – insbesondere seine eigenen Kinder – mit seinem Gestank nicht stört und hört Shwuddi Iglesias mit Kopfhörer und Mineralwasser vor seinen eigenen Kindern – so dass man andere nicht stört.
    Naja, wissen Sie, in der Kindergartenjustiz in Staaten wie Republik Congo, Äquatorialguinea oder Paragauy weiß halt keiner von denen den Ablauf so richtig. Woher auch? Etwa aus täglich 7 bis 11 Uhr Grundschul vielleicht abgeschlossen?
    Ich meine – auch wenn ich das auch nicht so gut weiß, da ich dies zum Glück nie durchlaufen musste – aber in Europa nennt sich das glaubs Untersuchungshaft. Nämlich dann, wenn jemand nicht mit einer zivilisierten Justiz zusammenarbeiten will, Flucht- oder Vertuschungsgefahr besteht. Da sollte man diesen Untersuchungshäftlingen im Gegensatz zu „normalen Häftlingen“, die auch Reihenweise ohne richterlichen Spruch hierzulande im Paragauy in Gefängnissen sitzen – wenigstens eine Matratze geben. Schließlich kann man ja noch nicht bestimmen, ob sie schuldig sind oder nicht.
    Mit Bestimmtheit kann man sagen, dass hiesig Kindergartenjustiz und -polizei das vermisste Kind mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versucht hat aufzufinden, indem sie von Anfang an der Spur nachgingen, wo es Plata zu holen gibt: Herr Oberüber.
    Obwohl Herr Oberüber auf den Bananenschalen, mit denen er von den Eingeborenen von Anfang an reichlich bedeckt wurde sicherlich gut und weich schlafen kann, fragt es sich schon, ob hier nicht die BRD die Flossen im Teig hat ihren Doggie Abdo abzukommandieren, schließlich ist Herr Oberüber ein ganz gefährlicher Reichspürger.
    Bis heute kann ich noch immer keinen Grund erkennen, warum er dem Mädchen etwas angetan haben soll und von den angeblich 70.000 gefundenen Fotos des Hobbyfotografen ist wohl doch noch kein Deutschmafia-Kinderpornoring ausgehoben worden (Deutschmafia, wie wir Alemams de Ms heutzutage von den Eingeborenen schon betitelt werden). Ja, damals im Kindergarten haben wir den Decartes auch immer mit Bananaschalen beworfen, der mit seiner scheiB Mathematik, die schlicht und einfach falsch ist und wir alles besser konnten. Und dann mussten wir gar noch mehr als 7 bis 11 zur Grundschule, bis wir das konnten, was hiesig Eingeborene schon nach zwei Wochen CSI-Miami-schauen können: Müllabfackeln, gscheit grinsen auf dem Dente de Palo und um den Müllabfackel zu Shwuddi Iglesias auf 120 dB turnen. Und schon ist ein grati 12-er-Pack-BilligPolarBier eingespart. Das nennt man: „ist intelligent, stellt sich nur dumm“.
    Jedenfalls top professionell hiesig Kindergartenjustiz und -polizei, mo-moll, muss man schon sagen: Werfen ihn mal ins Gefängnis; kann man ja immer noch ein Gerichtstermin festlegen.
    In zivilisierten Ländern erfolgt dies meist in umgekehrter Reihenfolge: zuerst Gerichtsurteil und dann allenfalls Gefängnis. Aber pssssst, nicht weitersagen. Vielleicht kommens hierzulande noch von selbst darauf. Top. Phänomenal. Weitermachen.

  2. Wenn regelmaessig Paraguayer gegen Reiner Oberüber demonstrieren beweist das, daß sie dafuer bezahlt werden. Der harte Kern der Organisatoren von Demonstrationen laest sich dafuer immer bezahlen, das ist weltweit so. Insbesondere ein Paraguayer demonstriert niemals mehrfach gratis.
    Es investiert also jemand permanent Geld um Reiner Oberüber zu schaden. Der Spur des Geldes folgend laest sich relativ einfach durchrechnen wie viele Personen wie oft und wie lange demonstrieren, um die geldsumme zu errechnen und danach den Weg des Geldes.
    Der Vater des Kindes scheidet hierbei als Verdächtiger aus, da er keinen Unterhalt mehr zahlen muss und sein gesundes Kind bei sich hat.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.