Fall Juliette: Neue Suche und erklärende Worte

Nueva Colombia: Während die Staatsanwaltschaft heute erneut eine Suchaktion von Juliette startet, richtete der Sohn von Reiner Oberüber einige Worte an die paraguayische Bevölkerung. Ebenso wird die Art der Ermittlung näher beleuchtet.

Luc Oberüber, Sohn von Reiner Helmut Oberüber, Stiefvater des seit dem 15. April vermissten Mädchens Juliette, sagte in einer Erklärung, dass sein Vater nicht in der Lage sei, gewalttätig zu werden. Er bedauerte, dass in Paraguay „die Unschuldsvermutung nicht respektiert wird“ und lehnte die Position der Ermittler, der Medien und der Gesellschaft ab, die angeblich das Bild des „Monsters“ gegenüber seinem Vater installieren.

„Ich bin seit Tagen perplex, seit ich die Nachricht von Juliettes Verschwinden im Internet in Deutschland sah, 10.000 km entfernt. Das Verschwinden des Mädchens berührt mich in der Seele und ich hoffe zum Wohl der Eltern, Schwestern, Großeltern, Tanten, Onkel und aller anderen Verwandten und Freunde, dass „Yuyú“ sicher gefunden wird. Es ist jedoch für mich völlig undenkbar und unmöglich zu glauben, dass mein Vater etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnte und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm Missbrauch vorgeworfen wird“, so der 23-Jährige weiter.

Er erklärte auch, sein Vater werde von allen Medien “verspottet und beschuldigt“. „Seit dem Verschwinden der kleinen Juliette am 15. April haben die Polizei und die Staatsanwaltschaft hauptsächlich gegen meinen Vater und seine Freundin Lillian Zapata ermittelt. Mein Vater wird in fast allen paraguayischen Medien verspottet und beschuldigt, wobei er immer seinen vollen Namen erwähnt. Die Unschuldsvermutung scheint in Paraguay nicht zu existieren. Aufgrund der Anschuldigungen von Verwandten und Bekannten wird er jetzt wegen Kindesmissbrauchs und Vernachlässigung verhaftet“, sagte er.

Der junge Mann erzählte, wie er einen Teil seiner Kindheit gelebt hatte, um die Behandlung und Aufmerksamkeit seines Vaters hervorzuheben. „Ich bin entsetzt darüber, wie so etwas Schreckliches über meinen Vater gesagt werden kann. Jeder, der ihn kennt, weiß, dass er nicht gewalttätig ist, geschweige denn gegenüber Kindern. Mein Vater legt großen Wert auf eine gute Ausbildung, er hat mich nie geschlagen, er hat mich nie eingesperrt oder andere Gräueltaten begangen, für die er jetzt beschuldigt wird. Ich hatte eine wundervolle Kindheit, zum großen Teil dank dieses Mannes. Er hat immer darauf geachtet, viel Zeit mit mir zu verbringen. Es war egal, ob er beschäftigt war oder nicht, er war immer für mich da. Und er war ein unglaublich liebevoller Vater, der sich vorbildlich um mich kümmerte und mich immer anlächelte“, sagte er.

Er fügte hinzu: „Als ich sah, dass mein Vater in dem Video, das er mit Lilian aufgenommen hatte, so am Boden zerstört und kaputt war, traf mich das hart. Wer meinen Vater nicht kennt, schätzt möglicherweise nicht einen Mann, der in diesem Video um Gelassenheit kämpft und versucht, Hoffnung zu zeigen und seine Freundin zu unterstützen. Aber ich weiß das zu schätzen. Reiner und Lilian, die das kleine Mädchen vermissen und in völliger Verzweiflung und Unsicherheit leben, werden von der Polizei angeklagt und von den Medien und der Gesellschaft verurteilt. Die Verfolgung ist so groß, dass die Verhöre der Polizei nicht einmal vor der 10-jährigen Schwester aufhören, die während des Verhörs des Polizeipsychologen in der folgenden Nacht nur geweint hat, weil sie zu viel Druck auf sie ausgeübt hat“.

In der Stellungnahme hinterfragt Luc Oberüber den Fortgang der Untersuchung. Obwohl er klarstellt, dass er weder die Behörden noch die Medien beschuldigen will, deutet aber an, dass die Anschuldigungen gegen ihren Vater auf eine Abneigung oder einen Groll des Großvaters des Kleinen herrühren könnten.

Zudem sprach Brigitte Fuzellier über das seltsame Verschwinden des Mädchens. Sie erwähnte, dass Reiner dreimal bei einem Naturheilkurs ihr Schüler war, welcher in Nueva Colombia gegeben wurde.

Überraschend ist, dass eine Frau namens Lita Orrego, die in den Vereinigten Staaten lebt, sehr an der Sache interessiert ist. Sie fügte sogar hinzu, dass es soziale Netzwerke und WhatsApp-Gruppen gibt, um den Stiefvater von „Yuyú“ zu diskreditieren.

„Es ist eine gezielte Kampagne. Lita hat Verbindungen zu der Hausangestellten namens Luz, sie ist seine Freundin und hat Verbindungen zu Rufino, Juliettes Großvater, und ihrem Vater. Sie fungiert praktisch als Sprecherin und alle Informationen erreichen sie. Informationen sickern von der Staatsanwaltschaft durch. Wir wissen, dass eine Schwiegertochter von Rufino als Assistentin bei der Staatsanwaltschaft arbeitet. Lita ist die erste, die alle Nachrichten in ihren sozialen Netzwerke hochlädt. Geht es den Involvierten um das Eigentum von Oberüber? Wir hoffen, dass sie lebt, wir denken, dass etwas Größeres dahinter steckt, weil Fremdenfeindlichkeit nicht erklärt wird und plötzlich eine Kampagne von so viel Hass, so viel Lärm mit einer Größenordnung aufkommt. Ich persönlich glaube, dass sie dafür bezahlt wird, um Leute in den Netzwerken zu diskreditieren. Wir sind beeindruckt von ihren Verbindungen und mehr von der Aussage des Vaters, der sagte, es würde lange dauern, von Juliette zu hören. Woher wird er das wissen? Es scheint, dass alles koordiniert ist“, sagte sie.

Brigitte zielte auch auf Lourdes Servín, die Frau von Rechtsanwalt Luis Villamayor, ab, die Juliettes Fall als politisches Sprungbrett nutzen wollte. „Der Staatsanwalt (Carlos Maldonado) arbeitet unter großem Druck, aber es schien mir, dass er letzten Freitag dem Medienzirkus nachgegeben hat, als er das gesamte Eigentum zerstört hat. Der Staatsanwalt steht unter dem Druck wegen den sozialen Medien und der Beschwerde, die mein JEM gegen ihn eingereicht haben. Ich habe es so verstanden, dass die Beschwerde von Lourdes Servín eingereicht wurde“, schloss sie ab.

Am heutigen Tage wird in Nueva Colombia, nahe dem Haus, wo beide zuvor gewohnt haben, eine intensive Suche gestartet, bei der sehr viele Polizisten anwesend sind.

Wochenblatt / La Nación

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2 Kommentare zu “Fall Juliette: Neue Suche und erklärende Worte

  1. Wer die Spur des Geldes verfolgt wird sehr leicht Verdaechtige und Unverdaechtige trennen können. EIne grosse Last war das Kind zweifelsfrei für den leiblichen Vater, der keine Umgangsmöglichkeit mit seinen beiden Töchtern hatte, aber sicherlich monatlich erheblichen Unterhalt zahlen musste.
    Reiner Oberüber konnte sich zu jeder Zeit der Kinder entledigen, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen, wenn er sich von deren Mutter trennt oder sie anweist die Kinder anderweitig unterzubringen.
    Für die Mutter stellte zumindest die behinderte Tochter eine Last dar, im Gegenzug waren beide Töchter eine sprudelnde Einnahmequelle durch deren Unterhalt. Sie konnte sich jederzeit eines oder beider Kinder entledigen, indem sie diese französischen Mädchen beim französischen Konsulat in Asuncion abgibt. Diese werden dann mit einem französischen Pass versehen und auf Kosten des französischen Steuerzahlers nach Frankreich geflogen. Mit Juliettes Schwester ist nunmehr offenbar auf diese Weise verfahren worden
    Selbst wenn ein Amigo des leiblichen Vaters oder der Grossvater das verschwundene Mädchen beim französischen Konsulat abgibt und der leibliche Vater die Überführung nach Frankreich verlangt erfolgt diese Überführung. Ob dabei die paraguayischen Behörden oder gar die paraguayische Mutter in Kenntniss gesetzt werden ist sehr fraglich. Für ein behindertes Kind ist ein Aufenthalt in Europa aus medizinischer Sicht sicherlich auch angebracht.
    Wie man im Wochenblatt bereits nachlesen konnte investiert hier in Paraguay derzeit jemand in dieser Sache Geld in Berufs Demonstranten. Gleichzeitig investiert jemand in eine Schreibkraft, die mit US Adresse gegen die Mutter und den Stiefvater in sozialen Medien hetzt. Der Grossvater in Paraguay hat über seine Familie mindestens direkten Zugriff auf alle Informationen, die bei der Staatsanwaltschaft eingehen, wahrscheinlich sogar bevor der Staatsanwalt selber diese zu Gesicht bekommt. Er hetzt gegen seinen neuen Schwiegersohn , was verständlich ist wenn ihm z.B. der ehemalige Schwiegersohn mehr Vorteile bietet.

    Ausser Betracht gelassen sollte allerdings nicht, das es vielleicht auch ganz banal jemand war, der die Ziegen gestohlen hat. Das Mädchen ist seinen Ziegen gefolgt und dabei z.B. in eine Sickergrube gefallen, die ja theoretisch zu jedem bestehenden und ehemaligen Haus gehört. Ich gehe davon aus, das hier bisher keine einzige dieser Gruben in der Gegend ausgepumpt wurde, weil es zu ekelig ist.

    1. Saminathasarma Kanesharajakkurukkal

      Ein guter Leserkommentar.
      Ergänzung: So viel ich weiß braucht es für die Ausreise eines Minderjährigen die Genehmigung beider leiblichen Eltern. Reist nur einer der Elternteile mit dem Kind ins Ausland, so muss der andere Elternteil seine schriftliche Einwilligung dazu abgeben. Diese Angabe erfolgt ohne Gewähr.
      Zweitens ist es eine vollkommene Sauerei (grunz, grunz) wie man hierzulande in einem mit afrikanischen Staaten vergleichbaren Land mit Namen und Fotos am Basura-TV ausgestrahlt werden kann, ohne es überhaupt einen Richterspruch gibt.
      Drittens glaube auch ich, dass es sehr gut sein kann, dass das ein Unfall passiert ist (Schlange Jarara-tödlich oder Abhang herunter gesaust). Selbst eine unfähige Polizei kann dies noch nicht ausschließen einen Monat nach dem Verschwinden der Kleinen. Wie in Sambi eben. Ist aber nix Neues.
      Viertens ist Ausländerhass hierzulande gänzlich unbekannt. So etwas wir nie ausgesprochen. Nur einem ins Gesicht gedacht. Ok, beruht mittlerweile auf Gegenseitigkeit. Im Laufe der Jahre wird jeder PY-Sonnenbrilly merken, dass hier jeder denkt, was macht der hier, warum, und hat er überhaupt einen Personalausweis (erhalten können aufgrund Ausschreibung in Alemamia).
      Fünftens lebens hier glücklich und zufrieden mit Müllabfackeln und Biersaufen. Ist man natürlich gerne eingeladen mitzumachen, ja, aber nicht nur zum Indianerturnen um den Müll uns Sauf, sondern auch gerne eingeladen ein paar 12-er Packs BilligPolarBier zu donnieren. Besser natürlich Müllerbräu. Und Streichhölzer natürlich. Diejenigen die sich dann sauwohl fühlen sind natürlich welcome. Die anderen können auch gerne wieder abhauen.
      Fünftens: Ich habe in manch Eingeborenenfamilie gesehen: Die gleichen Intrigen wie in DÖCHL auch. Aber immer der Alamam de M. ganz zuoberst in der Intrigenleiter. Selbst wenn sich die Eingeborenen hassen untereinander, so ist der Alamam an letzter Stelle.
      Beispiel: Mann verprügelt Frau. Alemam de M. mischt sich ein. Frau und Mann verprügeln Alemam de M. Dann verprügeln sie sich wieder gegenseitig.
      Sechstens: Das sieht man im aktuellen Fall gut. Wie immer. Selbst wenn die kleine bei einem Unfall ums Leben kam – was zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden kann – so zeigt dieser Fall das ganz typische «keinen Hass auf Ausländer».
      Nun soll mir keiner gegrunzt kommen und behaupten die Eingeborenen würden Leserkommentare auf Deutsch lesen und seien deshalb so nett zu den Ausländern. Aber wer seine Kinder aus der Patch-work-Family in hiesig täglich 7 bis 11 Uhr Behindertenschule stecken muss, weil die Gurkenzucht nicht mehr hergibt, dem sei das täglich frustrierte Grunzen über die Leserkommentare auf Wochenblatt-Paraguay gegönnt. Erstaunlich dabei ist nur, warum diese nicht schon längst den Flieger genommen haben und nach Deutschland geflogen sind, um ihren frustrierten geistigen Dünnpfiff in ein deutsches Forum in Deutschland zu sabbern.

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