Falscher Elternstolz

Mariano Roque Alonso: Nein, hier geht es nicht um Fotos von Kindern in sozialen Netzwerken, sondern um einen Vater, den sein verschiedener Sohn stolz macht, weil er bei einem illegalen Motorradrennen starb.

Alber Vargas Noguera (21) fuhr seit seinem 16. Lebensjahr illegale Motorradrennen, vorzugsweise nachts. Der passionierte Geschwindigkeitsfreak konnte seine Finger nicht von seinem Motorrad lassen. Sein Bruder, der ihm von dem gefährlichen “Sport“ wegbringen wollte, kaufte ihm vor drei Wochen ein Pferd, auf dem er bei Rennen reiten könne. Alber ritt schon bevor er laufen konnte. Dafür sollte er aber das Motorrad stehen lassen. Alber stimmte zu und wollte sich von den Motorradrennen verabschieden. Am vergangenen Donnerstag sollte sein letztes Rennen stattfinden. Dem war so. Bei voller Fahrt streifte er das andere Motorrad verlor die Kontrolle und prallte gegen ein stehendes Auto.

“Ich beschuldige niemand, es war seine Leidenschaft und ich bin stolz auf ihn, denn er starb als der den Sport ausübte den er liebte“, sagte Don Amancio Vargas, Vater des verunglückten Alber.

Don Amancio erklärte, dass sie die Teilnehmer der Rennen schon zuvor die Strecke kannten, auf den sie fahren. Diesmal war dem nicht so und das Rennen wurde auf einem Abschnitt der Ruta Transchaco durchgeführt. Laut Polizeibericht war Alber auf einem Motorrad der marke Star unterwegs, als er auf Höhe von km 18, in Richtung Puente Remanso auf ein parkendes Auto fuhr und starb.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Falscher Elternstolz

  1. Die Denkweise mancher Paraguayer zu verstehen ist schon sehr schwierig. Richtige Väter würden bei einem so unnützen Tod ihres Kindes, andere Jugendliche warnen das Leben nicht so dumm weg zu schmeissen.

  2. Vor vielen Jahren machte die Weltgesundheitsorganisation eine weltweite Studie ueber Geisteskrankheiten. Den Spitzenplatz belegte Chile. Daraufhin sagte mir ein Einheimischer der das in ABC-Color las: Die waren noch nicht hier!

  3. Na ja schaut mal, er fuhr Motorradrennen. Darauf kann ein Vater doch stolz sein in Paraguay. Er konnte wahrscheinlich sonst nix. Auf den Sohn des Bestatters kann dessen Vater natuerlich auch stolz sein, er profitierte davon.
    Merket: des einen Tod, des anderen Brot. Also sammelt fuer den Siegerkranz.

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