Fertighäuser im Aufwärtstrend

Asunción: Die Nachfrage für Häuser oder Wohnung ist in Paraguay ungebremst. Fertighäuser, für den Privatsektor aber auch im öffentlichen Bereich, wie in Schulen, könnten das Problem beseitigen.

Im Beitragsbild sieht man ein vorgefertigtes Klassenzimmer, das an das Bildungsministerium (MEC) geliefert wurde.

Ana Roger ist eine Unternehmerin aus der Branche und berichtete, dass Fertighäuser den technologischen Fortschritt und Trend in den USA sowie Europa widerspiegeln würden.

„Das Haushaltsdefizit in Paraguay ist sehr groß und führt zur Verwendung aller verfügbaren Technologien. In unserem Fall können wir leider die wichtige Nachfrage nicht ausreichend decken“, sagte Roger von der Fertigbaugesellschaft Casa Lista, die seit 20 Jahren in Paraguay ansässig ist.

Gefragt nach dem Konflikt, der durch den Protest der Hersteller von Ziegeln und anderen Produzenten aus dem Sektor hervorgerufen wurde, stellte sie klar, dass ihr Unternehmen hauptsächlich nur für Privatpersonen arbeite. Jedoch würden Fertigteile auch an andere Sektoren geliefert, wie dem Bildungsministerium, oder auch Klassenzimmer, die dem Gemeinwohl dienen.

Roger argumentierte, dass die vorgefertigte Technologie vor allem Zeit spare und Vielseitigkeit biete.

„Vielleicht nicht für den Moment, aber die Regierung sollte eine langfristige Politik in Bezug auf die Ausbildung von Arbeitskräften in Richtung auf vorgefertigte Gebäude einleiten. Es ist der Trend in vielen entwickelten Ländern“, erklärte Roger.

Sie stellte klar, dass viele Leute fälschlicherweise glauben, dass ein Fertighaus weniger oder mehr brüchig sei, einfach weil viele beispielsweise nicht wissen, dass der Eiffelturm ein Fertigteilbau ist.

In Bezug auf die Kosten wies Roger darauf hin, dass Fertighäuser im Vergleich zu herkömmlichen Gebäuden bezüglich des Quadratmeterpreises nur wenig billiger seien. Die Geschwindigkeit der Fertigstellung führe jedoch zu erheblichen Einsparungen von Geld und anderen wirtschaftlichen Faktoren.

Sie betonte, dass es viele Anfragen für Wohnraum gebe, vor allem im Chaco, aber aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte könnten die Bedürfnisse nicht erfüllt werden.

Auf der anderen Seite hat Bromampar, ein anderes Unternehmen von Fertighäusern, in Bezug auf den Protest der Ziegelhersteller, die am vergangenen Mittwoch mit rund 300 Fahrzeugen aus Tobatí in der Hauptstadt angekommen waren, auf seiner Facebook-Seite den Hinweis “Nein“ geschrieben. Dies sollte die Kritiker besänftigen, denn man erklärte weiter, dass die Konstruktion der Fertighäuser zu 100% von paraguayischen Arbeitskräften ausgeführt werde.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Fertighäuser im Aufwärtstrend

  1. Das hat schon seine Gründe wie die Häuser im Paraguay gebaut werden: billiger geht nicht, auch wenn man sie gerne an eingewandertes Frischfleisch aus D.Ö.CH. als deutsches Qualitätshaus zum paragauyschen Preis samti frischem Anstrich anpreist. Auch der Anstrich hat seine Gründe. Ein weitere Grund kann ich darin erkennen, dass es nicht so empfehlenswert ist seinen Müll neben seinem Holzhaus anzuzünden. Naja, ich denke die meisten Wochenblatt-Leser werden den letzten Satz verstanden haben, ansonsten am besten mal selbst ausprobieren – Müll neben Holzhaus anzuzünden – vielleicht fällt der Groschen doch noch.

  2. Eventueller Hauskaufer

    Antworten

    Ist es empfehlenswerter ein Fertigteilhaus zu kaufen?
    Es soll ja viel gepfuscht werden, und bei Obigem wird es wohl noch eher gleichbleibende Qualität sein. Oder?

    1. Für die Allgemeinheit und besonders für Leute, die null Ahnung vom Bauen haben, ist diese Lösung eindeutig die bessere.
      Wenn ich mir das Bild anschaue, ist aufsteinde Nässe in den Wänden, was hier bei den einheimischen Spezialisten schon vorprogrammiert ist (einen Anstrich Asphalto liquido auf den noch nassen Mörtel), nahezu ausgeschlossen. Wer schlau ist, lässt sich da noch eine Dachrinne anbauen, um Spritzwasser an den Wänden zu vermeiden.

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