Fitch Ratings stellt Abdo-Regierung ein schlechtes Zeugnis aus

Asunción: Wenn die Ratingagenturen zu gut einstufen wird ihnen Geschäftemacherei vorgeworfen. Doch was passiert wenn sie sie den Nagel auf den Kopf treffen. Die Regierung schweigt sich gekonnt aus und tut so als gäbe es die Einstufung gar nicht.

Internationale Ratingagenturen überprüften das Land erneut und kamen zu dem Schluss, dass der Präsident Popularität nach diversen Korruptionsskandalen verloren hat. Dazu summieren sich die interne und externe Krise in der Politik und die Ungleichheit in der Justiz.

Die Abdo-Regierung erhält einen weiteren Rückschlag, wenn es nach internationalen Analysten geht. Seine Amtszeit hat schon einige schwere politische Tiefpunkte erlebt, darunter die Androhung eines Amtsenthebungsverfahrens, was Abdo zwangsweise in die Arme von Ex-Präsident und Gegners Horacio Manuel Cartes Jara trieb.

„Neue Reformen konnten unter Mario Abdo Benítez nicht umgesetzt werden, da dieser seine Popularität verloren hat und es ihm an Unterstützung mangelt“, so die Fitch Group.

Der Soziologe Carlos Peris, erklärte, dass die Einstufung aus 40% objektiver Fakten und 60% subjektiver Wahrnehmung der Menschen entsteht. Aus diesem Grund ist auch das hohe Niveau an Korruption in Paraguay zu erklären.
“In Bezug auf die Korruption kommen heutzutage fast täglich Berichte an die Öffentlichkeit. Es ist zwar schön das es Kontrollen gibt, doch viel wichtiger ist was danach passiert. Den Verantwortlichen passiert nichts. Der Bevölkerung wird von der Justiz vorgelebt, dass Straflosigkeit vorherrscht“, so Peris.

Carlos Peris bezog sich auf auf Menschenrechte. „Zuerst einmal sieht man wie der Staat Minderheiten wie die Indigenen behandelt. Dieses leben total verwahrlost, obwohl Gesetze dies verbieten. Während der Pandemie konnte man sehen wie einige Sektoren der Bevölkerung besser behandelt wurden als andere, womit der Name Sol Cartes ins Spiel gebracht wird. Niemand im Justizsystem störte sich an der Hochzeit Bendlin-Cartes, während man Demonstranten wegen Quarantäneverletzung anklagte, die gegen korrupte Politiker der Elite auf die Straße gingen.

Wochenblatt / El Independiente

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8 Kommentare zu “Fitch Ratings stellt Abdo-Regierung ein schlechtes Zeugnis aus

  1. Ich glaube, das ganze Problem in Paraguay steht und fällt mit den Colorados. Solange es diese Partei mit all ihren vielen Amigos gibt, die sich in sämtlichen Ämtern und in der Justiz wie eine Krake breit gemacht haben, kann und wird sich nichts ändern können. Jeder deckt jeden und nur mit Parteibuch erhält man einen lukrativen Posten, nicht aufgrund von fachlichen Qualifikationen. Darüber hinaus werden für diese Parteiamigos unzählige, unnötige Posten geschaffen die letztendlich nur die Bürger bezahlen müssen – Kosten für NICHTS! Das sind ja genau die Gründe, warum in Paraguay, gemessen an der ‚Bevölkerungszahl, so viele Menschen Parteimitglieder sind. Wie aber kann das Problem gelöst werden? Vielleicht wäre es eine gute Idee, daß öffentliche Ämter nur von jemand bekleidet werden darf, der nicht gleichzeitig Parteimitglied ist. Außerdem sollte jeder in einem öffentlichen Amt jährlich eine eidesstattliche Erklärung über seine Vermögensverhältnisse abgeben müssen, welche gleichzeitig alle drei Jahre von einer unabhängigen Kommission überprüft werden. Justizangehöriger dürften grundsätzlich nicht Mitglied einer Partei sein und kein zusätzliches politisches Amt bekleiden. Der gesamte Justizapparat gehört von Grund auf reformiert. ‚Dazu sollte eine unabhängige Kommission geschaffen werden, bestehend aus freien Journalisten, ‚Wissenschaftlern, Unternehmern des Mittelstandes und bisher nicht auffällig gewordenen Justiziaren. Doch ganz ehrlich, ich glaube, solche Ideen werden in Paraguay NIEMALS diskutiert und schon gar nicht realisiert. Alles bleibt wie es ist und wie es sich seit zig Jahren „bewährt“ hat. Am besten vergessen!!

    1. Moyses Comte de Saint-Gilles sur Ludersac

      Es huelfe dir nichts nur Parteilose zu Aemter zuzulassen. In Paraguay wird das meiste vis a vis gemacht ohne Papierkram. Papierkram gibts nur als oeffentliches Aushaengeschild Uneingeweihten gegenueber. So laeuft es uebrigens auch bei den Mennoniten. Das informelle unbweisbare System nennt man „bereden“.
      Dem Paraguayer und Mennoniten ist jeder Papierkram, geschriebenes und registriertes wesensfremd und zutiefst suspekt. Eben weil man ihn damit festnageln kann.
      Die meisten Dinge werden „aufs Wort“ gemacht mit dem expliziten Ziel ja nur keine Beweise zurueckzulassen.
      Deswegen ist das Frisieren der Buecher gang und gaebe in Paraguay – man passt halt nur den Wisch Papier an gegebene informelle Realitaeten an wenn sich die Dinge zuspitzen.
      Ansonsten ist die ANR ja die alte Parteil des Feldmarschalls Lopez. Nur damals lief das glaube ich etwas besser da er selber die Partei war (es war eine Einmannpartei). L’etat c’est moi.
      Das Problem des Paraguayers ist in einer etwas anderen Variante dasselbe wie des Mennoniten: beide kommen aus eine Vorsager- und Gaengelgesellschaft bei der das Individuum nicht gelernt hat selber zu denken. Bei solchen ist die Schwarmintelligenz ueberlebenswichtig. Kommt der Mensch einmal raus aus solchem Zwangssystem so rastet er komplett aus. Das kann man gut an diesen Altkolonier Mennoniten sehen: einmal raus wo der Pfaffe ihm nicht kontrollieren kann, faengt er sofort an zu saufen und spaziert in den naechstbesten Puff. Ein klassischer Fall von Orientierungslosigkeit wenn der Fuehrer fehlt. Der naechste Schritt solcher ist immer der dass sie in die Willkuer fallen und dort auch verharren – was er subjektiv macht ist immer recht weil er es ist der es macht. Das Motto fuer solche ist: was geht und womit man durch kommt, das ist dann wohl Daumen mal Pi das Richtige.
      Eigentlich ist es ein Problem von Gottlosigkeit denn sie haben keinen internen Fuehrer der sie in alle Wahrheiten fuehrt, welches der Heilige Geist ist. Und dieser ist halt eben bei Gottlosen abwesend da er nur bei Christen anwesend ist.
      An ihren Fruechten erkennt man solche Leute immer bestens.
      Die Grundlage all dieser Leute ist die Gier nach Geld und Geldliebe – dafuer verkaufen sie Land, Kinder und Leute ohne zu zoegern.
      Das ganze ist eigentlich ein religioeses Problem – ein Problem des Mangels an echtem Christentum. Die Mennoniten kamen unbewusst in eine ihnen sehr aehnlichen Kultur rein als sie einwanderten. Bezeichnenderweise fuehlen sich die Mennoniten pudelwohl in Lateinamerika – rate mal was sie dabei akzeptiert haben.
      Auch unter den Mennoniten gibt es keine Ehrlichen die auf Posten sind.
      Ueberleg mal: waere der Bauernstand die Ehrlichkeit in Persona, dann muesste man nur deren Kinder in alle Verwaltungspositionen und Aemter setzen um einen sofortigen Systemwechsel zu realisieren, oder? Damit waere auf einen Schlag die Korruption komplett weg.
      Nun, die heutigen Korrupten SIND alles Bauernkinder. Es gibt keine „ehrliche Reserve“ mehr im Land denn alles wurde durchseucht. Der Arme ist gierig nach Geld und der Reiche auch.

    1. Ich denke, in weiten Bereichen sind Freimaurer = Colorados und Colorados = Freimaurer. Das verstärkt die Problematik im Lande natürlich noch weiter. So sehe ich wirklich nicht, wie das jemals besser werden könnte. Und die Bevölkerung wird das alles weiterhin geduldig ertragen, denn alles andere wäre mit Mühen verbunden. Eine geistige Elite ist auch nirgendwo zu erkennen. Wie gesagt: Alles zum vergessen! Wer keine Ansprüche an das Leben und geistige Weiterentwicklungen stellt, wird sich hier wohl fühlen. Man hält sich aus allem raus, interessiert sich für nichts, lebt von einem Tag zum anderen wie das liebe Vieh und denkt über die Zukunft nicht groß nach. Auch eine Lebensauffassung!

    2. Es wird sich in den nächsten 20 Jahren nicht viel ändern in genau den 20 Jahren in denen ich schon jetzt hier bin.
      Ob das gut oder schlecht ist, möge jeder für sich selbst entscheiden.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles sur Ludersac

    Gustave Le Bon
    https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie_der_Massen
    „1. Wesen, Funktion und Bewertung der Masse:
    Eine Masse ist grundsätzlich impulsiv, beweglich, irritierbar, suggestibel, leichtgläubig, besessen von schlichten Ideen, intolerant und diktatorisch.
    Der Geist der Massen ist konservativ („Konservativismus der Masse“), leichtgläubig gegenüber alten, skeptisch gegenüber neuen Ideen und Idealen.
    Es existiert eine spezifische „Religiosität der Massen“, die die Religiosität einzelner Individuen außerhalb der Masse bei weitem übertrifft.
    Massen transportieren vor allem „Ideen“ und kulturelle „Ziele“.
    Das Individuum kann in der Masse in moralische Höhen aufsteigen oder in Tiefen hinabsinken (meist Letzteres).
    Es existiert eine allen Massenbestandteilen eigene „Massenseele“, die wiederum aus einer „Rassenseele“ – als dem gemeinsamen, ererbten kulturellen Substrat hervorgeht.
    Angelsächsische Massen reagieren anders als romanische, sie zeigen oft in ähnlichen Situationen gegensätzliche Reaktionsweisen.
    Massen weisen unter bestimmten Umständen eine „Gemeinschaftsseele“ auf und sind in solchen Fällen zu Altruismus, Heroismus und solidarischem Handeln fähig. (Beispiel: Revolutionsmasse und Demonstrationsmasse).
    Das aufkommende Massenzeitalter ist negativ zu bewerten, da die modernen Massen nicht mehr in nennenswertem Maße an traditionelle Ideale, Überlieferungen und Institutionen gebunden sind.
    2. Beeinflussbarkeit und Leichtgläubigkeit:
    Die Mitglieder einer hochemotionalisierten Masse büßen ihre Kritikfähigkeit ein, die sie als Individuen im Zustand der seelischen Ruhe haben.
    Die individuelle Persönlichkeit schwindet in der Masse und macht einer gemeinschaftlichen Persönlichkeit Platz: Der Einzelne empfindet und denkt nun als Teil eines Ganzen, nicht mehr als Individuum.
    Die Masse kann Persönliches nicht von Sachlichem unterscheiden.
    Sie erliegt leicht Suggestionen, deren Wirkung der Hypnose vergleichbar ist und wird unter bestimmten Umständen hysterisch.
    Gehorcht sie einer gemeinsamen Führung, ist die Masse leicht lenkbar. Tut sie dies nicht, ist sie in ihrem Verhalten spontan und unberechenbar.
    Die Masse ist empfänglich für naive Legenden, die von meist heldischen Führern und Ereignissen handeln.
    Die Meinungsbildung in der Masse erfolgt durch geistige Übertragung und Nachahmung.
    3. Intelligenz, Emotionalität und Einseitigkeit:
    Die Masse ist nur wenig kreativ und vermindert intelligent.
    Sie denkt einseitig grob und undifferenziert im Guten wie im Bösen.
    Die Masse denkt nicht logisch, sondern in Bildern, die häufig durch einfache Sprachsymbolik hervorgerufen werden.
    Die Masse ist leicht erregbar, leichtgläubig und sprunghaft. Ihre Emotionalität ist schlicht.
    4. Urteile, Handlungen und Überzeugungen der Masse:
    Die Masse ist überdurchschnittlich religiös („Religiosität der Massen“).
    Die Masse ist beseelt von einer „Gemeinschaftsseele“.
    Die Masse ist im Allgemeinen sehr konservativ.
    Die Masse kann nicht durch logische Argumente überzeugt werden, sondern nur emotional.
    Die Masse handelt mitunter uneigennützig, gegebenenfalls auch tugendhaft oder heroisch.
    Die Masse ist unduldsam und herrschsüchtig.
    Sie kann sehr grausam werden, weit über das dem Einzelnen Mögliche hinaus, und ist bei geeigneter Führung bereit zu Revolutionen.
    Die Grundüberzeugungen der Masse sind rückwärtsgewandt und verändern sich nur sehr langsam.
    Die moralischen Urteile einer Masse sind unabhängig von der Herkunft oder dem Intellekt ihrer Mitglieder.
    Die Masse urteilt durch vorschnelle Verallgemeinerung von Einzelfällen.
    Ihre Überzeugungen beruhen oft auf Sehnsüchten und Wunschvorstellungen.
    5. Führer von Massen:
    Massenführer und Massenideen werden unter bestimmten Umständen charismatisiert (durch Nimbus bzw. Prestige aufgeladen).
    Führer stärken die Gemeinschaftssehnsüchte der Massen und verkörpern den Wert der „Gemeinschaftsseele“ der Masse.
    Ohne Führer ist die unorganisierte Masse wie eine Herde ohne Hirten.
    Führer sind keine Denker, sondern Männer der Tat; gelegentlich findet man unter ihnen Nervöse, Reizbare und Halbverrückte.
    Führer wirken oft durch eine große Rednergabe. Große Führer können einen Glauben erwecken und damit ganze Völker steuern.
    Führerherrschaft wirkt durch Überzeugung und erst in zweiter Linie durch Gewaltsamkeit.
    Es gibt zwei Arten von Führern: kurzfristig wirksame und langfristige. Das hängt von der Ausdauer ihres Willens ab.
    Führer überzeugen durch Behauptung, Wiederholung und Übertragung.
    Hat ein Führer keinen Erfolg, verliert er rasch seinen Nimbus und geht unter – eine Idee, die der berühmte Soziologe Max Weber später als „Entzauberung des Charismas“ abhandeln sollte.“.

  3. Nana, also nicht übertreiben. Soo schlecht ist das nun für Investoren auch wieder nicht im Paragauy. Ich mein, da könnens einfach sagen sie täten keinen Müll produzieren und sparen sich ganze 5 Euro monatlich. Abzüglich Streichhölzl natürlich. Wie die Eingeborenen. Und falls doch einer der Munispalidades meint, der Betrieb müsse Müllgebühr zahlen, so kann man sich auch auf 2.5 Euro para mi und 2.5 Euro para ti einigen. Ersparnis immerhin 2.5 Euro monatlich. Abzüglich Streichhölzl natürlich. Ein Paraíso für Investoren.
    Hinzu kommen bestens mit täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen Fachkräften, die auch sehr lernwillig sind und beste öffentlich Infrastruktur mit bestens wie oben erwähnt ausgebildeten Beatmeten vom Beatmetenhäuschen, schließlich nehmens auch gerne 76% der Staatseinnahmen, müssen also beste Fachkräfte sein.
    Da ist hierzuland nicht etwa wo wie bei den loco Europäos, die sich auf einen schönen Feierabend freuen, um ihn draußen zu verbringen. Hier feiert man den schönen Tag draußen in der Hängematte und wartet auf den Feuerabend. Naja, die meisten stört der Müllabfackel nicht, sondern machen gerne noch Sport wie Fußball oder Bailar el Indio zum Shwuddi 120 dB.
    Also sollte sich Dünn und Fitsch etwas mehr Mühe geben und auch die Vorteile für Investoren in ihr Rating aufnehmen. Obwohl ich das Rating von DDD- dann doch wieder etwas zu gut gemeint erachte.

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