Flucht vor der Justiz gelungen

Montevideo: Als Verdächtige der Entführung von Maria Edith Bordón de Debernardi durch die EPP lebten Juan Arrom, Anuncio Martí und Víctor Colmán 17 Jahre in Brasilien und genossen Flüchtlingsstatus. Dieser lief letzte Woche ab. Alle drei flohen nach Uruguay.

María Edith Bordón wurde am 16.11.2001 im Ñu Guasu Park entführt und nach 64 Tagen, am 19.01.2002 wieder freigelassen. Die drei Männer erkannte dass Opfer als ihre Wächter. Juan Arrom war der gute Wächter und Anuncio Martí der Schlechte. Colmán war auch zugegen.

Zu Zeiten wo die Ideologie zwischen beiden Ländern mehr Wert hatte als die Beweise und eine offene Anklage, lebten Arrom, Martí und Colmán sicher in Curitiba. Seit einer Woche jedoch, als der letzte Widerspruch gegen ihre Berufung abgelehnt wurde, stand eine Festnahme wegen eine offenen Haftbefehles an. Nun reisten sie illegal aus Brasilien aus und in Uruguay ein, vermutlich über Chuy, wo es keine Grenzkontrollen gibt.

Einmal in Montevideo angekommen, ließen sie sich mit Familienmitgliedern ablichten und die Fotos in sozialen Netzwerken verbreiten. Jetzt sucht die Polizei in Uruguay nach ihnen. Eine wage Bestätigung für ihren Aufenthalt gibt es. Wie es aussieht, steht nun für die paraguayische Justiz eine neues Prozedere an, um die Uruguayer davon zu überzeugen, was die Brasilianer erkannten, damit die drei Landsmannes endlich vor Gericht kommen. Ihre Flucht im Jahr 2002 fand einen Tag vor Beginn des Gerichtsprozesses gegen sie statt. Vergangenen Jahr forderten sie beim interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Entschädigung von 120 Millionen US-Dollar von der paraguayischen Regierung ein, welche jedoch strikt abgelehnt wurde, da es ein Mangel an Beweisen gab.

Jetzt, wo Uruguay ideologisch mehr hilft als Brasilien unter Bolsonaro fühlt man sich auf lange Sicht sicherer. Ein offizieller Antrag auf Asyl wurde jedoch bei der zuständigen Behörde noch nicht gestellt.

Wochenblatt / Ministerio Publico

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