Gewehr auf dem Motorrad: Schuss löst sich und verletzt Fahrer

Hohenau: Wer auf einem Motorrad ein Gewehr transportiert sollte Vorsicht walten lassen. Ein 51-Jähriger wurde nach einem plötzlichen Schuss am rechten Oberschenkel verletzt.

Bei dem Opfer handelt es sich um Mario Antonio Amarilla, der in Pastoreo, im Bezirk Hohenau, Departement Itapúa lebt.

Amarilla teilte den Polizeibeamten der 65. Polizeistation mit, dass er sein Haus mit dem am Gepäckträger befestigten Gewehr auf einem Motorrad verlassen habe. Irgendwann merkte er, dass die Waffe herunterfallen würde und hielt an. Dabei fiel dann das Gewehr zu Boden und der Schuss traf auf den Oberschenkel.

Polizeibeamte stellten ein Gewehr, Kaliber 22 mm, sicher, das selbst zusammengebaut wurde.

Amarilla kam zur medizinischen Versorgung ins Gesundheitszentrum. Die Nationalpolizei meldete den Fall der Staatsanwaltschaft weiter, die weitere Ermittlungen in die Wege geleitet hat.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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12 Kommentare zu “Gewehr auf dem Motorrad: Schuss löst sich und verletzt Fahrer

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Das ist ein selbstfabriziertes Gewehr. Wohl Teile von anderen Gewehren zusammengesammelt und sich was zusammengebaut. Auf den ersten Blick erkennt man den Eigenbau nicht aber wenn man den Abzug und Buegel sieht so sieht man sofort dass diese nicht Standard sind.
    Klar hat man beim Eigenbau Sicherheitsmechanismes fuer ueberfluessig weil zu kompliziert herzustellen, befunden.
    Nach dem Waffengesetz ist solch Eigenbau streng verboten und der Typ muesste fuer einige Jahre einfahren. Erstaunlicherweise ist sogar das Wiederladen von Munition nach dem Waffengesetz fuer eigene Sport- und Jagdzwecke erlaubt, nur darf man diese nicht kommerzialisieren. Das Herstellen von Schusswaffen ist allerdings verboten.
    Es ist nicht unueblich dass paraguayer sich Windrifles (Luftgewehre) kaufen und diese als 22LR Kaliber umbauen lassen, welches nach dem Waffengesetz streng verboten ist.
    Bei den Waffenpreisen der lokalen Waffenhaendler kann sich allerdings kein Mittelstaendler eine Waffe leisten. Daher ist unter Mennoniten das Kaliber 22 LR das weitverbreitetste weil billigste im Ankauf der Waffe und Munition. Auch die Waffenscheine koennen auf die Laenge schoen ins Geld gehen da jedes 2. Jahr rund 200.000 Gs faellig werden fuer die Erneuerung x sounsoviele Waffen und da geht das Geld dahin.
    Zum staunen ist allerdings “die aeussere Qualitaet“ dieses Selbstbaus. Der hintere Hebel ist der Schlagbolzen und der vordere Hebel ist die Kammeroeffnung. Wetten dass da irgend jemand diese kommerziell unter der Hand herstellt denn dazu ist diese Model zu gut verarbeitet.

  2. Kuno Gansz von Otzberg, ich dachte du weisst alles über Waffen? aber anscheinend das Gesetz kennst du nicht ganz, weil man den Waffenschein alle 3 Jahre verlängern muss.
    Jeder Transport von Waffen ist verboten, es sei denn, man hat den Waffentrag- oder ein Waffentransport- Schein.

  3. Der Waffentrag- und Transportschein, ist seit 2 Jahren, jedes Jahr zu erneuern, bei Privat Personen, wie es bei Polizisten und Sicherheitsdiensten aussieht, weiß ich nicht. Nehme mal an, das die Firma, für die die arbeiten, diese Erlaubnis erledigt. Jedenfalls muss man als Privat Person, jedes Jahr, sone art “ Psychotest“ machen. Da werden dann mehrere Fragen gestellt. Auf meine Frage, warum jetzt jedes Jahr, bekam ich die Antwort, es gab und gibt in letzter Zeit zuviel “ tödliche Zwischenfälle“ mit erlaubten Mitgeführten Waffen.

  4. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Rolf
    Ja ich sagte absichtlich 2 Jahre anstatt 3 denn mir kommen die Fristen immer kuerzer vor. Reichst die Erneuerung ein so kommts 3 Monate spaeter raus und so hat man wenn man 1 Monat vorher vor dem Ablaufen das eigereicht hat 5 Monate verloren so dass der Schein nur fuer 2 Jahre und 7 Monate gueltig ist.
    Das Fuehren von Waffen AN DER PERSON ist zwar verboten aber wer tut das nicht. Ansonsten kann man auf dem eigenen Hof, im Haus, im Auto, also auf dem Motorrad auch und auf dem eigenen Grund und Boden die Waffe im geladenen Zustand benutzen, abfeuern und fueren. Als ich gestern das Waffengesetz ueberflog so las ich da dass sogar Dritte, also Besucher, Mitbewohnen meine Waffe legal benutzen duerfen im Notfall wenn der Eigentuemer verhindert ist – z.B. angeschossen bei einem Ueberfall, und wenn dann der Mitbewohner die Waffe ergreift und dann im Feuergefecht die Raeuber vertreibt oder erschiesst, so ist das legal.
    Ansonsten schau mal unter dem LKW Sitz von Fahrern, da wirst du oft eine Schrotflinte finden. Mit dem Transport mit Polizeiueberwachung nimmt man’s in Paraguay nicht so genau da das noch Coima kosten koennte und den Verlust der Waffe wenn die Polizei auf das Feuereisen neidisch wird und diese kurzerhand beschlagnahmt um sie sich unter den Nagel zu reissen.
    Was mich besonders wunderte und erstaunte war dass man sogar fue private sportliche und jagdliche Zwecke die Munition Wiederladen darf – sogar ganz legal mit Registrierung.
    Das Modell im Artikel ist wohl eine Replika eines Anschuetz Gewehrs – definitiv wollte man da ein deutsches Gewehr kopieren. Das Modell ist typisch europaeisch und keinesfalls amerikanisch.

  5. Kuno, Du hast Recht, das ist ein “ Luftgewehr“ gewesen. Allerdings hat dieses Teil einen “ modifizierten Lauf“. Dreht man das Ende des Kolbens um, kommt man auf ein normales Luftgewehr. “ Durchlader“ mit Magazin. Neben dem Abzug, befindet sich sogar noch das Loch für das Magazin..

  6. Jedenfalls passt so ein Gewehr besser auf den Gepäckträger als Frau, zwei Kleinkinder, einen Ordnungshüter, Hühnerkäfige, Einkauf und Holz, um sich einen Schrank zu zimmern, aber die Patronen scheinen gestört zu haben beim Mit dem iTelefon zu sprechen und Terere nachzuschenken, man hat schließlich einfach nur zwei Hände. Vor allem wenn kein Kleinkind da ist, um das Gewehr zu halten. Gut hat die Polizei den aus dem Verkehr gezogen, als sie durch den Schuss aufgewacht sind. Denn wenn man schon ein Gewehr transportiert sollte man diesem auch einen Helm spendieren, gibt es ab Kindergröße aufwärts, nicht, dass es sich noch den Kolben spaltet, wenn es herunterfällt.

  7. Wenn er nicht mehr leben wollte sollte er sein gewehr nehmen und sich vertilgen wo keiner es sieht;wie beklopt kan man werden so ein geladenes apparat mitzunehmen mit dem zweirad,ist nur zum unschuldige zu erschieszen,o nicht mutwillens,50 Jahre gefaengnis.

  8. Kuno Gansz von Otzberg

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    @eggi
    Ich versteht nicht ganz wie du der Meinung bist Luftgewehre haetten ein Magazin. Ich kenne nur die einschuessigen chinesischen Billigluftgewehre die mit einer pneu Pumpe aufgezogen werden (modus operandi einer Handpumpe). Aber beim Loch duerfte anno dazumal durchaus was anderes montiert gewesen sein.
    Vom Aeusseren her aehnelt es mir sehr nach den Modellen der Marke Anschuetz. Abzug und Buegel sind rudimentaer nur der Rest ist schon low tech manufacturing wenn sie mich fragen. Ich besteh drauf dass der hintere Griff die Feder des Schlagbolzens aufzieht und der vordere Griff laedt die Patrone (das ist der Verschluss). Man kann sich auch solche Anschuetz Kolben vorgefertigt aus DE mitbringen – und der Rest meinerseits waere pure Spekulation…
    Irgendjemand fertigt da in der Zone 22 LR Gewehre an und vertreibt die unter der Hand – fuer einen geringen Preis (so bei 1 Millon) duerfte das die „muchachos“ schon sehr in Kauffreude versetzen da der Lateiner mit dem 22 LR so praktisch alles jagd: von der Wildhenne bis zum Rindvieh wohingegen in den USA das 22 LR Kaliber nur fuer „small game“ bis zum Coyoten erlaubt ist aber vorrangig fuer Tiere wie Hasen und dergleichen Groesse gebraucht wird.
    Einen Strauss muss man mit nem 22 LR Gewehr bis zu 25 mal schiessen bis der endlich am Boden liegt – das bedeutet dass das Kaliber zu schwach ist fuer die Gewichtsklasse und Groesse wie Strausse und dergleichen.
    In Paraguay sollte das Kaliber 22LR eher eine Vogelflinte oder Pestkontrolle fuer Hunde oder Katzen sein – fuer mehr als das ist es zu schwach.

    1. Kuno, auf jedem Rummel siehst Du die sogenannten Durchlader, Du musst zwar jedes mal durchladen, das erfolgt aber über Magazin, das Magazin fasst 10 Schuss. Dann gibt es den Knicker, wo man vorne den Lauf abknickt und jeden Diabolo selber rein legt. Außerdem gibt es noch die Diopter ( Seiten Spanner und Sport Gewehr, weil mit Ziel Optik ), Diese Gewehre verfügen alle samt auf ein Federsystem mit Membrane, die dann den nötigen Luftdruck erzeugt und die Kugel oder Diabolo aus dem Lauf schleudert. Bei den Durchladern, rückt dann beim nachladen die Kugel aus dem Magazin nach.

      1. Kuno Gansz von Otzberg

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        Ich kenne nur die „Knicker“ made in el cheapo China. Seid langem hab ich schon nichts mit Luftgewehren zu tun gehabt – daher wohl meine Unkenntnis.

        1. Kuno, ich auch nicht, früher war ich Sport schütze, heute beschäftige ich mich, leider, mit richtigen Waffen. Es ist keine Unkenntnis, aber Du bist woanders groß geworden als ich.

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