Flughafen: Und dann kam Wiens und krempelte alles um

Asunción: Noch ist die neue Regierung nicht angelobt und schon sorgt Arnoldo Wiens für einen kalten Schauer auf dem Rücken von Dinac Gewerkschaftsvertretern.

Laut Wiens Ansicht, und die vertritt nicht nur er allein, ist das aktuelle Flughafengebäude am Limit seines Passagierdurchflusses. Da aber auch das Flughafengelände klein ist, denkt er über eine Komplettverlegung in den südlichen Chaco nach, wie er gestern gegenüber Geschäftsleuten äußerte.

Der zukünftige Minister für öffentliche Bauten stellt damit alle Beteilgten vor ein neues Szenario, zu welchem sich noch keiner weder positiv noch negativ äußern kann. Wiens sprach gestern vor Mitgliedern des Clubs der Unternehmer und gab Details zu seiner Agenda bekannt. Die Geschäftsleute ließen Wiens ihre Befürchtungen wegen des Flughafens wissen, welcher mit einer neuen Lösung aufwartete.

Wiens stimmt mit den Geschäftsleuten überein, dass ein neuer, moderner Flughafen notwendig ist, damit die Konnektivität steigt. Wiens erklärte mit dem aktuellen Minister des MOPC übereinzustimmen, dass das nationale Kontrollorgan (CGR) nicht die Attribute hatte, um die Ausschreibung der Modernisierung des Flughafens zu stoppen. Auch wenn man noch auf eine Antwort des Obersten Gerichtshofes dazu wartet, denkt Wiens schon an eine Alternative.

“Paraguay braucht dringend einen neuen Flughafen. Wir müssen unsere Präsentation verbessern. Wir haben verschiedene Herausforderungen. Das Gelände von 500 ha was wir in Luque haben ist laut Ansicht vieler nicht ausreichend groß. Selbst laut der OACI gibt es sicherheitstechnische Zweifel. Eben aus Gründen der Sicherheit müssen wir auf ein größeres Gelände ausweichen. Eine der Ideen ist es dies im unteren Chaco zu tun“, informierte er.

Einmal den Standort ausgewählt, müssen auch die Zufahrtstraßen fließenden Verkehr garantieren können. In diesem Sinne denken wir an zweispurige Straßen in jede Fahrtrichtung, einmal zwischen Puerto Falcón und Puente Remanso und zwischen Puente und Cerrito.

Der Präsident des Landes wird es jedoch sein, der die Entscheidung über den Standort trifft. Man sprach auch schon über einen Flughafen in Villeta. Bezüglich der Finanzierung ist auch noch alles offen, da die Dinac derzeit rund 15 Millionen US-Dollar jährlich in die Staatskasse spült.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

9 Kommentare zu “Flughafen: Und dann kam Wiens und krempelte alles um

  1. allein aufgrund der lärmbeslästigung wäre der chaco ideal dazu. die 500ha in luque könnens dann mit senavitat wohnvierteln vollpflastern und das ganze leidige thema chacharita hat aufgehört hahaha aber ich denke das die 15 mio U$ für einen neubau da auch nicht ganz ausreichen, immerhin hat wiens da sicherlich schon einige mios davon für seine eigene tasche anvisiert weil man ja nicht so ganz korrupt sein will.

  2. Für die zwei Flugzeuge, die in Luque alle drei Tage landen und starten, ist es schon wichtig einen größeren Flughafen zu bauen, so in der Größenordnung eines Flughafen Zürich, wo nur alle drei Minuten ein Flugzeug startet oder landet.
    Ich nehme mal an, dass dem neuen Direktror des Ministeriums für „Korruption per se“’s Amigo, Hermano, Padrino oder Tio zufälligerweise eine Flughafen-Bauunternehmung betreibt, die sich sicherlich dem Ausschreibungsverfahren stellen wird und die Arbeiten zur noch-völlsteren Zufriedenheit ausführen wird.

  3. Das ist wirklich lustig: ASU hat so etwa 60 Starts und Landungen pro Tag, die kleinen Privat-Jets werden mitgezählt, weil sie auch unter so genannte „Luftbewegungen“ fallen …

    Baut das mal im Chaco so groß wie den Kansai International Airport, nein besser gleich so groß wie Dallas, Texas, damit Generationen die Schulden abbezahlen werden. Aber jammert nicht, wenn die Mehrwertsteuer dann bei 22% und die Einkommensteuer bei 45% liegen wird.

    Aufwachen!

  4. Dr. Adrian Schmidt

    Antworten

    Der Flughafen in wenigen Minuten vom neuen Zentrum …ohne Stau …ist einer der wenigen Standortvorteile von Asuncion, jetzt wollen sie Milliarden ausgeben, um diesen Vorteil kaputtzumachen. Egl was an Strassen neu gebautwird, diese werden nach einigen Jahren immer ueberfuellt sein, nur die unmttelbare Naehe garantiert eine sichere schnelle Verbindung. Fuer Tourismus, Investioren etc. ist ein sehr naher Flughafen ein wichtiger Pluspunkt. Richtig ist aber, dass man einen Bezirk im chaco reservieren sollte, wenn es irgendwann wirklich nicht mehr anders geht, das wird aber 20 bis 30 Jahre dauern. Mit einem neuen Terminal kann Pettirossi ca. das FUENFFACHE der aktuellen Fluege bewaeltigen. Villetta waere das schlimmste, denn dorthin kann man keine funktionierende Verbindung bauen, das gibt ein Riesenchaos und einen massiven Standortnachteil fuer Asuncion und damit das ganze Land. Viel dringender ist ein Stadtautobahnnetz fuer ganz Gran Asuncion, ansonsten wird es irgendwann voellig unertraeglich, ist es jetzt schon, aber die Autozahl wird sich noch einmal vervielfachen, vor allem in den Vororten. .Das sollte oberste Prioritaet haben, vor allem anderen.

  5. Ich hab mich auch schon gefragt wie lange die „paciencia“ den obligatorischen stau in der hauptstadt noch aushalten wird angesichts der vielen „Autoplajas“ die permanent autos verkaufen.

  6. Hab mich auch schon gewundert wie lange die „paciencia“ der stadtbewohner den permanenten stau in der Hauptstadt noch aushalten werden wo noch viele Autohäuser ihre autos verkaufen und damit die Sache nicht erleichtern.

  7. Hab mich auch schon gefragt wie lange die „Paciencia“der Bewohner der Hauptstadt das noch aushalten werden mit dem Stau.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.