Freundschaft falsch interpretiert

Asunción: Die Freundschaft war in der DDR ein Gruß der Freien Deutschen Jugend, ist heute eigentlich ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander und anscheinend nur in Paraguay ein Grund in die Federn zu hüpfen.

Trotz des heutigen Tages der Freundschaft wird quasi bei jeder Radiosendung erklärt, es gäbe keine Freundschaft zwischen Mann und Frau, sondern nur Anziehung zwischen einander, welche, wenn es nach Motel-Betreibern geht, mit einem romantischen Besuch bestätigt werden sollte. Eine Menge an Angeboten überschwemmen den Markt der Motel – Kenner und – Nutzer.

Im Motel Dejavú in Capiatá und Mariano Roque Alonso können sich die freunde mit Vorzügen oder Spezialrechten treffen und sparen. Anstatt 104.000 Guaranies das Zimmer kostet es jetzt nur 73.000 Guaranies und im komfortabelsten Zimmer sacken die Preise von 131.000 Guaranies auf 92.000 Guaranies. Das Motel Oasis in Ciudad del Este geht noch weiter und verschenkt Gutscheine für eine ganze Nacht samt Frühstück, wenn man sich traut zwei Frauen in den sozialen Netzwerken zu etikettieren.

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10 Kommentare zu “Freundschaft falsch interpretiert

  1. War das nun eine Werbeartikel für bestimmte Motels oder wie soll man diesen Bericht interpretieren? „Nur-Freundschaften zwischen Mann und Frau sind wohl eher die Seltenheit. Über kurz oder lang kommt es zu einer sexuellen Beziehung oder die „Freundschaft“ geht in die Brüche. Echte Freundschaften zwischen Frauen gibt es nur wenige. Meistens sind das reine Zweck-Freundschaften auf Zeit und dienen oftmals auch dem gemeinsamen Männerfang. Auch herrschen bei Frauen-Freundschaften vielfach Neid, Mißgunst und Eifersucht auf Männer vor. Tiefgehende Freundschaften sind das weniger. Meine Lebenserfahrungen lehrt mich, daß es nur zwischen Männern gute, selbstlose Freundschaften gibt – ganz ohne sexuelle Absichten. So hatte ich in Deutschland mehrere, sehr gute Männerfreundschaften. Man war in Notlagen aller Art für einander da, völlig selbstlos und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Heutzutage getraut man sich ja kaum noch eine Männerfreundschaft zu pflegen, weil man schnell unter den Verdacht der Homosexualität gerät. Obwohl ich nunmehr seit 17 Jahren in Paraguay lebe, halten einige meiner Freundschaften immer noch an und man hilft sich aus der Ferne mit guten Ratschlägen und Anteilnahme an den Problemen des Anderen. Allerdings muß ich sagen, alle meine Freunde waren/sind überzeugte und praktizierende Christen. Ob das damit zu tun hat, will ich nicht unbedingt behaupten – aber irgendwie wohl schon.

    1. Zu meinen Freunden gehören Erz-Katholiken, Erz-Protestanten, Juden, Buddhisten, Hindus und Atheisten, aber keine Musels (die dürfen das nicht), auch keine Lutheraner und Mennoniten. Ist das nicht toll und ein Beweis für Toleranz und Intelligenz?

      1. Was müssen Sie doch ein sympathischer, toleranter und hoch intelligenter Typ sein (dazu sogar noch „Professor“ für Haßpropaganda?), daß Sie über einen solch großen, vielseitigen Freundeskreis verfügen! Ich gratuliere Ihnen, lieber Caligula.

        1. Manni: den Kommentar hätten Sie sich spraren können. Ich wußte, daß er kommt. Wie kommen Sie darauf, dass ich Caligula sein soll?
          Übrigens: ich gehe davon aus, dass Ihr deutsch-englisches Wörterbuch schon total zerflettert ist. Wie könnten Sie sonst mit Captcha zurecht kommen?

          1. DerEulenspiegel

            Stehen Sie doch endlich mal zu dem, was Sie sind. Oder sind Sie ein Feigling der sich ständig hinter neuen Namen verstecken muß. Ihre Formulierungen, Ihre „super-schnellen“ und schon krankhaften Reaktionen auf alles was mit Christen, Kirche und Bibel zu tun hat verrät Sie.

          2. monosapiens sapiens

            Manni: Sie sind doch der große Versteckspieler und Wahrsager. Wer und was ich nicht alles sein soll. Kuno meinte doch neulich tatsächlich, ich sei u.a. Nicki. Wenn ich mich recht erinnere, hat er eine Estancia. Wäre mir ganz recht. Vielleicht ist aber Nicki in der Ukraine und holt sich dort Fachleute, oder ihm fehlt einfach ein englisch-deutsches Wörterbuch. Neulich wünschten Sie in ihrem geistigen Überschwang, ich möchte doch zur Hölle fahren. Nun, wo gibt es sie? Weit kann sie ja nicht sein, denn selbst in unserer Galaxie sind die Entfernungen zu groß. Aber ich bin mir sicher: Sollte es die Hölle geben, werden Sie mich mit einem Bruderkuss empfangen. igitt igitt!

  2. Amos Reichsfreiherr Ochs von Oxenleben

    @Jelly et al.
    Das ist was ich vermutet hatte: Motels sind nur da um „Schaeferstuendchen“ zu vermitteln – wo es nicht unbedingt alle sehen sollen, wie z.B. das gutglaeubige „Eheweib Zuhause“.
    @Jelly.
    Ich wuerde gerne deine Lebensgeschichte hoeren. Besonders wie es dir ergangen ist mit eurem finanziellem Scheitern, welches die falschen Entscheidungen deiner Mutter waren und was es auf sich hatte. Die ganze Palette wenns geht. erovg@solution4u.com.
    Die Sache ist dass wenn DACh’ler in Paraguay in finanzielle Not geraten und nicht gerade sextouristische Rentner sind mit nem dicken Bankkonto, so koennen diese, wenns junge Leute sind, leicht ein verhaengnisvolles Ende erleben wie z.B. Denis Renner.
    Leider kann man von den Botschaften der DACh Laender auch nicht viel erwarten da das eher Buerohengste sind die ihren Gehaltsscheck abwarten und in wahrheit einen Dreck geben um ihre Landsleute. Und die Mennoniten kuemmern sich auch nen Dreck um die DACh’ler weil diese nicht Indianer sind die man als billige Arbeitskraefte in ein ASCIM System stecken kann wo man sie arbeiten laesst und der Mennonit die aeusserst reich dotierten Posten besetzt (ohne je was zu tun). Ich glaube kaum dass sich je ein Mennonit in der Colonia Rosaleda hat blicken lassen „da bei denen eben nichts zu holen ist“ – und denen was vom Evangelium sagen zu wollen eben ein ganz anderes Kaliber von Christ bedarf als den durchschnittlichen mennonitischen Halbanalphabeten der den Schwarzen nur einen Finanzjesus andrehen will. Die ganze Missionsarbeit der Mennoniten ist eher ein makabres Spiel und Gerangel um Terrain zu gewinnen in der Finanzkanalisierung, Geldabgrasen und Einflussnahme. Das ist auch der Grund warum es immer rasanter bergab geht unter den Mennoniten selbst – ein Finanzevangelium bietet eben keinen halt haelt aber solange an solange die Oekonomie gut laeuft. Bezeichnenderweise gab es in der Coronakrise keinerlei Verwaltungspostenreduzierung bei den Mennoniten.
    Unter Weissen wird es aber so interpretiert dass jeder „Evangelisationsversuch“ so interpretiert wird als ob der andere den Missionierten ueber den Tisch ziehen will – die Sache hat auch meist einen Haken.
    Freunde sind meist eine Interessengemeinschaft so dass man was geben muss sonst sind sie verschwunden – zuletzt wollen sie dir an die Waesche denn das ist das letzte was du geben kannst.
    Nur „der Heiland“ will dir nicht an die Waesche – die Pfaffen aber oft ja; die aber wiederum nicht zu verwechseln sind mit „dem Heiland“.

  3. Was für ein merkwürdiger Begriff Amigo con derechos, etwa übersetzt „Freund mit Rechten“, was heißt als dass ein Kerl eine Amiga (also nicht die Novia) poppen „darf“. Der englische Begriff Friends with benefits ist da aussagekräftiger.
    Ich glaube, das dürfte es nur selten geben, die meisten Frauen gehen nur ins Bett mit einem Kerl, wenn sie da irgendwelche Vorteile daraus gewinnen, sei es monetär oder beruflich (also mit dem Vorgesetzen). Und in Paraguay bist du sehr schnell Amigo von irgendjemanden, wenn er gewisse Vorteile daraus schaffen kann. Das hat nix mit der in Deutschland gebräuchlichen Bedeutung von Freundschaft zu tun.
    Nur einige wenige Männern (man schätzt 20 %) haben eine Alphatierattitüde, die eine Frau nicht bezahlen brauchen für einen ungezwungenen Beischlaf. Aber das hat auch rein gar nichts mit Freundschaft zu tun, sondern mit Fortpflanzungsinstinkten,

  4. In meinen Augen gibt es schon eine Freundschaft zwischen Mann und Frau… Ich weiß zwar nicht, wie meine männlichen Freunde es sehen, aber für mich sind sie Freunde. Ich habe nicht das Verlangen mit ihnen zu kuscheln, schmusen, sie zu küssen oder mit ihnen Sex zu haben. Ich bin für sie da, wenn sie mich brauchen und habe auch oft erlebt, dass sie für mich da waren. Wenn es um Freundschaft+, oder wie es hier auch „amigos con derechos“ heißt, geht, dann fühle ich mich extrem unwohl. Entweder ist man befreundet oder ein Paar; aber eine Freundschaft+ scheint für mich nichts Halbes und nichts Ganzes zu sein.

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