Fußballweltmeisterschaften und eine fehlende Klassifizierung

Asunción: Nein, es wahr kein Scherz. Paraguay will zusammen mit Uruguay und Argentinien eine WM im Jahr 2030 ausrichten. Im Gegensatz zu Paraguay haben Uruguay und Argentinien schon ihre Tickets gelöst für Russland 2018.

Es lief wieder einmal schlecht bei den letzten Spielen. Jetzt, besser gesagt, heute Abend, muss Paraguay in Santiago de Chile gegen die chilenische Nationalmannschaft ran. Wenn sie gewinnen sollten, bleibt eine Restchance doch noch nach Russland zu reisen, sollten sie verlieren ist alles aus.

Umso mehr wundert es, dass der Vorsitzende des südamerikanischen Fussballverband, Alejandro Dominguez zusammen mit Staatschef Horacio Cartes, den Moment als perfekt ansehen, sich für eine Weltmeisterschaft zu bewerben. Das Wirtschaftswachstum und die entstandene Infrastruktur, vielleicht sogar das neue Cerro Porteño Stadion, sollen vorteilhaft sein.

Nachdem diese Aussage publik wurde, dauerte es nur Minuten, bis der Ex Nationaltorwart und mehrfacher Welttorhüter, José Luis Chilavert, das Wort ergriff und konterte: „Dominguez, Paraguay braucht keine WM. Was Paraguay braucht sind Krankenhäuser, Schulen, Infrastruktur. Verarscht die Leute nicht“.

Bei all den verschiedenen Meinungen bleibt nur eines zu sagen: Viel Glück heute Abend.

Wochenblatt / Última Hora

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6 Kommentare zu “Fußballweltmeisterschaften und eine fehlende Klassifizierung

  1. Ich hab das wirklich für einen Scherz gehalten, aber die meinen das wohl ernst.
    Obwohl, in Paraguay werden viele leere Versprechungen gemacht. Das wird genauso Realität werden, wie die U-Bahn in Asuncion, die Eisenbahhnlinie Asuncion-Ypacarai oder der Satellit.
    Was Paraguay aber sehr wahrscheinlich noch werden wird, ist Weltmeister – und zwar im Waldroden.
    Guter Kommentar von Chilavert – so und nicht anders ist die Realität.

  2. Bis dahin sind es noch 12 Jahre. Jetzt mag es vielleicht noch ein Traum sein. In 8 bis 10 Jahren wissen wir, ob das zu realisieren ist oder nicht. Jetzt heisst es erstmal den Wind aus den Segeln holen, abwarten und „Tereré“ trinken 🙂

  3. Hat er doch mehr als Recht, der Herr José Luis Chilavert. Da fallen die Schulen zusammen, Medikamente fehlen oder sind veraltet, Bauwerke werden von vorneherein als Pfusch gebaut und dann eine Fussball-WM?? Na ja, Traeume sind eben doch Schaeume

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