Jedem das Seine

Villarrica: Jeden Tag ist Ariel Montenegro Ocampo, 12 Jahre alt, am Busbahnhof in Villarrica, Guairá, zu finden. Vormittags arbeiten, nachmittags Schule. “Arbeit macht frei und schafft Wohlbefinden“, sagt er.

Ab 07:00 Uhr ist Ocampo am Busbahnhof der Hauptstadt von Guairá aktiv. Er kommt mit einem Bus aus Caazapá. Bis Mittag putzt er dort die Schuhe von vielen Buspassagieren oder anderen Kunden. In der Regel fährt er mit rund 50.000 Guaranies an Einkommen am Mittag wieder heim.

Nachmittag geht er wieder zur Schule. „Wer arbeiten will findet Arbeit in Paraguay. Es ist falsch zu glauben, das das nicht so ist. Die meisten wollen bloß nicht“, sagte Ocampo. Sein Vater ist stolz auf den Sohn und hofft er kommt in seinem Leben weiter voran.

Sicherlich dürfte das äußere Aussehen von dem Kind zu mehr Aufmerksamkeit und höheren Einnahmen führen. Jedoch der Elan ist wohl bemerkenswert, zumindest für Paraguay.

Wochenblatt / El Informante Guairá

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5 Kommentare zu “Jedem das Seine

  1. Ok, vielleicht hat er „El trabajo te libera“ oder ähnliches gesagt, was mit „Arbeit macht frei“ übersetzt wurde. Muss man jetzt nicht immer unbedingt mit KZ in Verbindung bringen. Der Bub wird deutsche Geschichte wohl nicht kennen.
    Warum der Artikel mit „Jedem das Seine“ benannt wurde, macht mich aber auch etwas stutzig. In Buntland hättet ihr wahrscheinlich nun den Verfassungsschutz am Hals.

  2. Die anderen 10 Millionen Kinder in Paraguay gehen auch den halben Tag zur Schule und haben beste Chancen Arzt, Inschenieuro oder Anwalt zu werden. Dank Richterin Barbara Selesch-Verschnitt, Yingo, Calle 7, Conejo und Bonanza.

  3. Ich bin echt sprachlos. Ein 12 (!!!) Jähriges KIND muss arbeiten, um den Familienetat aufzustocken und das Wochenblatt berichtet darüber so, als ob genau das wünschenswert und vorbildhaft ist?
    Dazu ein deftiges Nazivokabular … Glückwunsch, ihr habt den Nerv der aktivsten Kommentatoren mit diesem Artikel garantiert getroffen

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