Gegendarstellung

Liebe Leserinnen und Leser der Zeitung Wochenblatt,

am 30.10.2018 wurde ein Artikel mit der Überschrift „Das Denken auf Deutsch der Mennoniten erfordert mehr Integration“ im Wochenblatt veröffentlicht. Dieser Artikel wurde aus einem Interview zusammengestellt, das ich in spanischer Sprache für die digitale Zeitung und den Fernsehkanal RCC (Red Chaqueña de Comunicaciones) gegeben habe. Die Überschrift in der Originalfassung lautet „Nosotros debemos integrarnos“. In diesem Interview habe ich die demografische Situation in der Kolonie Neuland geschildert, wo wir eine Spanisch sprechende Gemeinschaft (Lateinparaguayer), eine Deutsch sprechende Gemeinschaft (Deutschmennoniten) sowie eine indigene Gemeinschaft vorfinden. Der Grundtenor meiner Aussagen bezog sich darauf, dass wir uns alle integrieren müssen: die Deutschmennoniten, die Lateinparaguayer und die Indigenen. Das bedeutet konkret, dass es darum geht, die anderen Kulturen zu verstehen und zu respektieren, ohne die Essenz der eigenen Kultur aufgeben zu müssen. Wir an der Primar- und Sekundarschule von Neuland sind darauf bedacht, die deutsche Kultur und Sprache zu fördern und uns ebenso intensiv damit zu befassen, andere Kulturen zu verstehen und zu respektieren. Wir sind in einem Lernprozess, bei dem es uns wichtig ist, eine Schule zu sein, die sich nach außen öffnet, ohne dabei die uns eigene Kultur, die sich in einer speziellen Art und Weise durch die deutsche Sprache auszeichnet, zu vernachlässigen. Dieses Recht räumen wir auch den anderen Kulturen ein. Uns als Schule von Neuland geht es darum, einen Beitrag zu einer gelingenden Integration verschiedener Kulturen zu leisten, ohne dass eine Kultur in der anderen aufgeht oder untergeht. Es geht darum, voneinander und miteinander zu lernen, damit die Worte Respekt und Toleranz nicht einfach nur viel verwendete Floskeln darstellen, sondern wirklich gelebt werden.
Der erschienene Artikel im Wochenblatt hat die Grundaussagen des Originalinterviews nicht korrekt dargestellt. Mit dieser Gegendarstellung hoffe ich das Missverständnis aufgeklärt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Riky Unger

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3 Kommentare zu “Gegendarstellung

  1. Da scheint mir doch der Schwanz mit dem Hund zu wedeln wenn ich lese, dass sie von den „Lateinparaguayern“ und der indigenen Gemeinschaft verlangen sich integrieren zu müssen.
    Ich habe grossen Respekt vor dem, was die Mennoniten hier aufgebaut haben, aber anstatt nur neben den vorgenannten Gemeinschaften zu leben tendiere ich eher dazu ein Miteinander zu propagieren…. alles andere führt nur zur Entstehung von Ghettos, mit einem dementsprechenden Konfliktpotenzial.

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    Entweder der Server des Wochenblattes hat Probleme oder meone Kommentare werden hier Zensiert.
    So machen es die Mennoniten auch durch ihre Lobbyisten bei ABC Color und Ultima Hora.

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