Geglückter Raketenstart

Coronel Oviedo: Ein geglückter Raketenstart lässt Studenten hoffen, dass man sich zunehmend an den Traum wagen kann, den paraguayischen Luftraum weiter zu erforschen.

Die “Arasunu“, eine maßstabsgetreue Rakete von Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik an der Polytechnischen Fakultät der Nationalen Universität in Asunciónj (UNA) entworfen, schrieb vorgestern Geschichte, als sie den Himmel über Coronel Oviedo überquerte.

Der Raketenstart wurde auf dem Flugplatz Coronel Oviedo in Caaguazú durchgeführt. Das Projekt betreuten die Studenten der Polytechnischen Fakultät der UNA und des Aerospace Clubs.

Es ist die erste Rakete, die es geschafft hat, mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 700 km/h vertikal aufzusteigen und eine Höhe von etwa 1.000 Metern zu erreichen. Die Arbeiten und Planungen begannen vor einem Jahr mit vorherigen Untersuchungen der für die Herstellung erforderlichen Elemente und insbesondere mit den korrekten Berechnungen, damit der Start erfolgreich ist.

Der Dekan der Fakultät, Ingenieur Teodoro Salas, der das Projekt begleitete, beschrieb die Tatsache als etwas Historisches in der Weltraumforschung in Paraguay. Die etwas mehr als einen Meter schwere Rakete wog 4,3 Kilo.

Cristian Rivas, ein Student des 6. Semesters der Luftfahrt, sagte, dies sei “ein Anfang für die zukünftige Entwicklung der Technologie“, der es den Studenten ermöglichen werde, solche Projekte fortzusetzen. Er fügte hinzu, dass die Rakete von den Studenten entworfen und hergestellt worden sei, die sie durch vorherige Tests perfektioniert hatten. „Der Bau der Rakete umfasste auch die Herstellung fester Brennstoffe“, sagte er.

Letzten Oktober nahm dieselbe Gruppe von Studenten an einem Wettbewerb in São Paulo (Brasilien) teil, bei dem ein Raketenstart missglückte, weil sie explodierte. Die Studenten ließen sich jedoch nicht entmutigen, sondern arbeiteten noch mehr daran, den Prototypen zu verbessern, der vorgestern endlich ohne Umstände vertikal in den paraguayischen Himmel aufstieg.

Wochenblatt / La Nación

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4 Kommentare zu “Geglückter Raketenstart

  1. Danke, danke da ich momentan wegen Krankheit wenig zu lachen hatte, wurde ich doch durch diese Überragende Leistung der Paraguayischen jungen Forscher – Elite aufgemuntert. 4,3 Kg in 1000 Meter Höhe transportieren zu können, zeigt von unbändigen Wissensdrang der angehenden Weltraumelite. Friedrich Schmiedl (1902-1994) abgebildet auf der Paraguayische 25 Gs Briefmarke, entwickelte schon vor ca.90 Jahren WETTERRAKETEN um Daten und Wolken zu erfassen. Die Raketen waren ferngesteuert mit einem Lenkstab. Die Landung per Fallschirm gab es auch schon. Nach 6 Semester haben die jungen Forscher das Prinzip sicher erkannt und werden nach weiteren 22 Semester sicher die Leistung der Österreichers Schmidl erreichen. Viel Glück!

  2. 4,5 Kg auf 1000 Meter könnte man auch mit einem selbtsgebauten Drachen schaffen. 2 Latten, Dachdeckerfolie und ein paar Rollen Neodym-Angelschnur. Bastelarbeit ca. 2 Stunden + etwas Zeit um die Schwanzschnur auszutarieren. Die Drachen die wir als Kinder gebaut hatten, waren etwa 1,5 * 0,8m groß, kamen auch auf mehrere Hundert Meter Höhe, eben 1 oder 2 kleine Rollen normaler Friedfisch-Angelschnur, also 200 – 400 Meter….natürlich ohne 4,5 Kg Last, aber so stark wie die gezogen haben, hätte man da locker einen Kilo dranhängen können.
    Ich war vor ca. 20 Jahren mal auf so einem Treffen von Modellfliegern in D und die hatten auch einige selbstgebaute Raketen steigen lassen. Manche waren über 3 Meter lang. Keine Ahnung wie hoch die flogen, aber sicher deutlich mehr als 1000 Meter.

  3. Raumlufttechniker mit 45 jaehriger Praxis

    Sollten angehende professionelle Raumlufttechniker nicht in m/s anstatt km/h rechnen? Aber auch so (mit 700 km/h) wird diese Rakete niemals die (ca.) 35m/s erreichen, um die Erdanziehungskraft zu überwinden und 9,81 g Gras zum Trinken mit Eis ins Vakuum zu befördern. Jedenfalls kann man froh sein, dass die Enterprise senkrecht und nicht waagrecht gestartet ist. Die anderen professionelle Raumlufttechniker lassen ihre Raketen übrigens auch senkrecht starten. Phänomenal was.

    1. Raumlufttechniker mit 45 jaehriger Praxis

      Heya, hab ich das tatsächlich mal nachgerechnet. 700km/h ist ja nicht gerade langsam. Zum Glück wie landesüblich nur geschätzt.
      Jedenfalls 700 km/h div 3,6 = sagenhafte 194,444 m/s. Das sollte reichen.
      Schalten Sie also auch wieder ein, wenn es heißŧ: Nach Äthiopien hat nun auch der Paragauy einen nationalen Satelliten, um türkische Telenovelas zu schaun.

      Äthiopien hat seinen ersten Satelliten im All
      https://apps.derstandard.de/privacywall/story/2000112523264/aethiopien-hat-seinen-ersten-satelliten-im-all

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