Geiz und Neid

Der Geiz und der Neid ist überall auf der Welt gegenwärtig, besonders aber auch unter den Einwanderern in Paraguay oder Kolonisten sind diese Sünden häufig anzutreffen, es kann aber auch positive Beispiele geben.

Nicht weit entfernt von der Kolonie Independencia liegt die sudetendeutsche Kolonie Sudetia. Fast zu 100% leben nur Kolonisten in dem Bereich, wenig Neudeutsche. Auch hier klafft eine Schere zwischen Reich und Arm, nur dass zumindest die Armen nicht viel ärmer werden, aber die Reichen immer reicher. Das führt häufig zu Missgunst und Sticheleien. Für öffentliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Schule, Kirche oder Sportplatz fehlen Gelder, die aber irgendwie fließen müssen. Entweder durch Veranstaltungen oder Mitgliedsbeiträge kommen geringe Summen zusammen, aber auch durch Spenden. Aber diejenigen, die viel haben wollen meistens nichts abgeben.

Edwin Peter besitzt eine Yerba Fabrik und hat von Haus aus immer mit Neidern zu kämpfen. Jedoch ist er einer der wenigen, der auch Geld in die Hand nimmt für den Wohlstand in der kleinen Kolonie. Schon vor längerer Zeit wurden Baumaßnahmen am Sportplatz durchgeführt, des Weiteren war dort vorgesehen, Steinplatten im Außenbereich zu verlegen. Das Material sowie die Durchführung sicherte Peter kostenlos zu. Die Zeit verstrich und es kümmerte sich von der Präsidentschaft des Sportplatzes keiner so richtig um das Vorhaben. Kurzer Hand beschloss Peter dafür, am Friedhof und der Kirche eine Baustelle zu eröffnen. Die Platten wurden nun vor dem Eingang verlegt.

Cirilio Giménez Cabrera war der ausführende Maurer mit mehreren Hilfskräften. „Die Fläche insgesamt beträgt mehr als einhundert Quadratmeter. Jede Steinplatte mit einer Fläche von einem Quadratmeter kostete 9.000 Guaranies, ohne Transport“, erklärte er.

Insgesamt waren die Arbeiter über eine Woche beschäftigt. Die Kosten dafür dürften sicherlich mehrere Millionen Guaranies betragen haben. Wie dem auch sei, der Neid wird sich hier auch wieder einstellen. Hinter vorgehaltener Hand wird schon gemunkelt, wenn der schon so viel Geld hat, kann er ja die Kegelbahn auch noch renovieren. Die Frage bleibt aber stehen: Wieso muss einer alles finanzieren? Es hätten auch ärmerer Kolonisten sich als Hilfsarbeiter zur Verfügung stellen können, dann wäre wohl ein Gemeinsinn erkennbar gewesen. Aber es kann keiner allen alles recht machen, Nörgler und Neider wird es immer geben. Das war ein aktuelles Einzelbeispiel, es gab in der Vergangenheit auch schon von anderen Kolonisten Spenden für gemeinnützige Arbeiten in der Kolonie.

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

1 Kommentar zu “Geiz und Neid

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.