“Gemeinsam schmieden wir unseren Chaco-Boden, in Frieden und mit Liebe zum Leben“

Filadelfia: Mit einer Parade wurde der Frieden des Chacos gefeiert und geehrt, inmitten einer multikulturellen und geselligen Umgebung, bei noch angenehmen Temperaturen.

Es wurde auf der Veranstaltung oftmals betont, dass Frieden nicht automatisch kommt, sondern dass er geschaffen werden muss, und dass heute andere Schlachten zu gewinnen sind, aber ohne Waffen.

Die Stadtverwaltung von Filadelfia feierte ihre traditionelle Bürgerparade, die zum Gedenken an den Frieden des Chacos organisiert wurde. In diesem Jahr und im Gedenken an den dreiundachtzigsten Jahrestag des Friedens wurde das Motto gewählt: “Gemeinsam schmieden wir unseren Chaco-Boden, in Frieden und mit Liebe zum Leben“.

Die Zeremonie fand unter Anwesenheit der Bürgermeister von Filadelfia, Loma Plata, Tte. Irala Fernández und Mariscal Estigarribia, sowie Vertretern ziviler Institutionen und einer großen Anzahl von Bürgern, statt.

Mehr als 40 Einrichtungen nahmen daran teil, darunter eine große Anzahl von Schulen aus verschiedenen Kulturbereichen, die dieses Gebiet des Landes charakterisieren.

Holger Bergen, Bürgermeister von Filadelfia, sagte, dass die Parade in Frieden und zu Ehren der Helden dieser Zeit durchgeführt werde, aber heute gebe es auch viele große Helden, egal ob alt und jung, mit verschiedenen Hautfarben und Religionen im Chaco. „Sie kämpfen jeden Tag, um in Frieden zu leben, sich zu entwickeln, zu versuchen, nicht zu konfrontieren und Schulter an Schulter weiterzugehen. Lasst uns diesen Frieden feiern, lasst uns weiter bauen, lasst uns weiterhin unseren Chaco-Boden in Frieden und mit Liebe fürs Leben bauen“, sagte er.

In einem ökumenischen Moment erinnerte sich Amadeus Benz an Momente des Kriegsendes in Villamontes, wo die bolivianischen Soldaten aus nächster Nähe die Paraguayer angeschrien hätten, dass der Frieden des Chaco bereits besiegelt und der Krieg beendet sei. Er warnte, dass Frieden nicht automatisch zustande komme, sondern das Ergebnis einer persönlichen Anstrengung, der Familie, des Chacos, national und international, sei.

Pastor Ronald Balzer erinnerte daran, dass “unsere Eltern ihr Leben gaben, damit wir heute in Frieden leben. Wir können die Opfer, die die vorherige Generation für uns brachte, nicht ausreichend würdigen“. Er sagte weiter, es sei ein Vorrecht Gottes, heute in Frieden zu leben, “aber es gibt andere Schlachten, die gewonnen werden müssen, diesmal jedoch ohne Waffen, mit einer guten Veranlagung, Anerkennung unserer Unterschiede und einem festen Glauben an Gott, der uns sein Leben gezeigt hat. Er entsandte aus Liebe seinen Sohn Jesus Christus, als ein Opfer, um eine Erlösung und den ewigen Frieden in unsere Herzen zu bringen“.

Er betonte, dass Filadelfia eine Stadt sei, die einen besonderen Zweck erfülle. Sie sei eine Quelle für viele “und deshalb leben so viele Menschen im Chaco. Wir alle spüren, dass an diesem Ort etwas Besonderes ist. Ich glaube, dass Gott möchte, dass diese Stadt ein Ort ist, wo es leicht ist, die Erlösung, Wiederherstellung, Parität und Hilfe zu finden, die wir alle so sehr brauchen. Diese Hilfe besteht nicht durch Geld, sondern in der Wiederherstellung von Leben und Familie“, sagte Balzer.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu ““Gemeinsam schmieden wir unseren Chaco-Boden, in Frieden und mit Liebe zum Leben“

  1. Wer nicht an Wunder glauben kann, der möge sich einmal Zeit nehmen und in die mennonitischen Kolonien reisen. Ein Besuch von Filadelfia wird so manchem unvoreingenommenen Zeitgenossen vielleicht die Augen öffnen, was Gott auch heute noch bewirkt. Bitte in Filadelfia das Museum besuchen und sich im gleichnamigen Hotel einen Film über die Ansiedlung der ersten Mennoniten zeigen lassen. Dazu persönliche Gespräche mit Mennoniten suchen, vielleicht sogar mit ihnen eine Indianermission aufsuchen. Wer nicht so weit fahren will, dem sei auch ein Besuch in der mennonitischen Hospitaleinrichtung „km81“ bei Itacurubi empfohlen. Ich glaube, danach wird Mancher/Manche sich gut überlegen, ob er/sie praktizierende Christen weiterhin als „Märchenerzähler“ und „naive Schwätzer“ und verächtlich als Laienprediger bezeichnen möchte. Gott segne weiterhin die Mennoniten in Paraguay, die wirklich größte Hochachtung verdient haben.

  2. Kommt, lass uns morgen einen Krieg anfangen. Dann können wir in ein paar Jahren den Frieden feiern. Raten Sie mal, wer der große Held seine wird! (Nein, außer ich werden es die anderen nicht sein). Freue mich schon meine Straße, nein, in jeder Stadt hierzulande mindestens eine Straße, nach mir benannt zu sehen.
    Übrigens, Frieden kommt nicht automatisch zustande, man muss den explizit zustande kommend machen.
    Aber wenn ich mir das richtig überlegen, lasst uns doch keinen Krieg anfangen. Dank dem es dadurch keine Toten geben wird, können meine Enkel einmal sagen: „Dank meinem Opi leben wir heute in Frieden“.
    Sehen Sie, man muss das eben mit Köpfchen machen, damit einem seine Enkel ihre Straße nach dem Opi benennen.

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