Genau darin liegt das Problem

Asunción: Senatorin Yolanda Paredes (Cruzada Nacional) wies in der letzten Sitzung des Senats auf die groben Widersprüche ihrer Kollegin Lizarella Valiente von der Colorado-Partei hin. Sie fragte sich, wie es möglich sei, dass Valiente einerseits durch das Land reise und Workshops durchführe, um für das Buch „12 Wissenschaften für die Erziehung zu Sexualität und Affektivität in der Schule“ zu werben, das eine konservative Sichtweise gegen sexuelle Vielfalt in den Händen religiöser Organisationen vertrete, andererseits aber gegen NGOs sei.

Paredes fragte sich, warum wir zulassen, dass „sie uns einen Lehrplan aus Ecuador bringen, um ihn in Paraguay einzuführen“, und bat Lizarella Valiente ausdrücklich darum, „dass fremde Nationen nicht kommen, um unseren Kindern den Lehrplan aufzuzwingen“.

Gegen Einmischung

Die Senatorin der Cruzada Nacional fragte ihren Kollegen, ob nur „die NGOs, die Sie mögen“, weiter bestehen können, aber wenn sie nicht mit der Colorado-Partei zusammenarbeiten, „sollten sie eliminiert werden“.

Paredes sprach sich dafür aus, die Einmischung ziviler Organisationen, die das Bildungswesen in Paraguay verwalten, zu unterbinden, forderte aber seinen Kollegen von Honor Colorado auf, konsequent zu sein und dieselben Kriterien für alle Organisationen anzuwenden und nicht nur für einige wenige.

Auslöser für die ganze Debatte war die Tatsache, dass die Legislative derzeit über die Verabschiedung eines Gesetzes zur Kontrolle von NGOs und deren Rechenschaftspflicht für die erhaltenen Gelder diskutiert. Obwohl im Abgeordnetenhaus eine breite Debatte vor Verabschiedung stattfinden soll, wurde selbst der Präsident des Landes vom Prokurator darüber in Kenntnis gesetzt, dass diverse Artikel des Gesetzes verfassungswidrig sind.

Dies hält jedoch eine politische Gruppe wie Honor Colorado nicht davon ab, dieses Gesetzesprojekt zu billigen. Die letzte Instanz, die Exekutive, kann dies jedoch mit einem Veto belegen, wenngleich die Kammern des Kongresses hier wieder mit Zwei Drittel Mehrheit etwas entgegensetzen könnten.

Wochenblatt

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