Genauere Zahlen des gestrigen Wahlgangs

Wie die Wahljustizbehörde mittlerweile bekanntgab wählten 1.095.469 Personen für Horacio Cartes während Efraín Alegre 883.630 Stimmen bekam. Mario Ferreiro sicherte sich auf Platz drei 140.622 Stimmen. Ánibal Carrillo brachte es immerhin noch auf 79.327 Wähler während Miguel Carrizosa nur 27.036 Stimmen für sich gewinnen konnte.

Die Wahlbeteiligung war mit 68,57% überdurchschnittlich hoch. Insgesamt durften 3.516.275 Personen wählen von denen immerhin 2.391.790 Personen erschienen.

Obwohl die Auszählungen noch nicht beendet sind scheint es so, dass zwei bis vier Gouverneure der liberalen Partei angehören werden, die einzig sichere Provinz darunter ist Amambay. Cordillera, Ñeembucu und Presidente Hayes sind noch nicht entschieden.

Im Parlament wird das Abgeordnetenhaus quasi zu einer Kammer mit Mitgliedern aus fast nur zwei Parteien, der PLRA ist dabei ebenfalls zahlenmäßig unterlegen.

Im Senat gehen nach neuesten Hochrechnungen 19 Sitze an die ANR, 12 an die PLRA, 5 an die Frente Guasu, 3 an Avanza País, 3 an die PDP, 2 an die Unace und 1 an PQ.

Bis zur endgültigen Stimmenauszählung für alle Ämter werden noch zwischen 7 und 10 Tagen vergehen.

(Wochenblatt / TSJE)

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9 Kommentare zu “Genauere Zahlen des gestrigen Wahlgangs

  1. es ist eingetreten, was ich bereits vor Monaten, nach dem Putsch von Herrn Franco gegen den eigenen Präsidenten Lugo, vorausgesehen hatte. Die Colorados haben landesweit einen sensationellen Wahlsieg erzielt. Damit wurde die PLRA für ihren Koalitionsbruch abgestraft und vermutlich für mehrere Wahlperioden auf die harten Bänke der Opposition geschickt. Sicher wird die PLRA die desaströse Niederlage unter anderem mit Wahlbetrug und Stimmenkauf begründen, springt damit aber viel zu kurz. Ein machtbesessener Mann hatte es vom ersten Tag darauf angelegt, statt einer gemeinsamen Koalitionspolitik, die über den gestrigen Wahltag hinaus hätte halten sollen und können, unbedingt noch Präsident werden zu wollen. Herr Cartes, ein nicht nur politisch sehr geschickter Mann, hat ihn dabei unterstützt und die PLRA so ins offene Messer laufen lassen. Er hat politisch die richtigen Zeichen gesetzt und die Wähler sind ihm gefolgt. Sie haben der PLRA scharenweise den Rücken gekehrt. Aber, wie eingangs bereits gesagt, genau das war zu erwarten und wer an anderes geglaubt hat, der war und ist ein Illusionist.

    1. hallo asuncion 045
      angesichts ihrer frueheren kommentare kann ich gar nicht nachvollziehen,dass sie sich wie ein „schneekoenig“ freuen,dass der ?????und zigarettenkoenig horacio cartes
      die wahl gewonnen hat.
      im gegensatz zu ihnen kann ich zu den aussagen meiner
      frueheren kommentare stehen.
      nie habe ich gesagt, dass alegre gewinnen wird. gesagt habe ich,dass die wahl nur zwischen cartes und alegre
      entschieden wird. aussage eingetroffen.
      sie haben sich aufgeregt als ich schrieb, dass die
      „golpistas parteien“zusammen zwischen 80 und 90% der
      stimmen erhalten werden,(liberal,colorado,unace,pq )
      aussage eingetroffen.
      in mehreren kommentaren habe ich den „linken“ zwischen
      10 und 15% der stimmen gegeben,mit internen vorteilen
      fuer mario ferreiro bei der praesidentschaft und mit
      vorteilen fuer FRENTE GUASU im senat.
      aussage eingetroffen.
      trotz stimmenverlusten fuer die PLRA (leihstimmen fuer
      PDP und EN,aber auch unzufriedenheit mit dem regierungsstil von federico franco)ist immer noch klar zu erkennen,wer in der frueheren koalition die stimmen-
      mehrheit hatte und wer „beifahrer“ war.
      fehler von federico franco
      zuviel selbstdarstellung in seinem regierungsstil.
      falsche auswahl seiner minister.(der raffgierigste ist
      ohne zweifel salyn burzarquis-niemand glaubt ihm,dass er aus patriotismus weitere 8 monate als minister dem
      5 jaehrigen mandat als senator vorgezogen hat.
      bewilligung kurz vor der wahl fuer den kauf durch indert von laendereien, die mit dem unace chef
      jorge oviedo matto in verbindung stehen.
      spekulationen ueber den kauf eines „wochenendhauses“
      kurz vor der wahl.
      fehler der PLRA parteifuehrung.
      der ziemlich sinnlose pakt mit UNACE.die meisten UNACE
      mitglieder sind ehemalige colorados und die meisten
      davon haben cartes gewaehlt. der PLRA vorsitzende
      blas llano hat schon seinen ruecktritt angesagt.
      zumindest hier in pilar war zu erkennen, dass die meisten UNACE leute,die an den wahltischen arbeiten
      sollten,in den wahllokalen nicht erschienen sind,
      wahrscheinlich wurden sie von den colorados dafuer bezahlt.
      da ich momentan wenig zeit habe,will ich es heute bei
      diesen zeilen belassen.spaeter werde ich etwas ueber die wahlbeteiligung schreiben.
      an BIRDIE. 1967 habe ich die schulbank verlassen und
      beabsichtige nicht dorthin zurueck zu kehren,
      am schluss ein kleiner wermutstropfen fuer die
      colorado fans. hier in ñeembucu gewann die PLRA erstmals
      den gobernator posten,hielt den abgeordnetenposten und
      verbesserte sich in der anzahl der concejal departamental mitglieder.

      1. In Colonia Independencia hat sich seltsamerweise Alegre durchgesetzt, was den Colorados des Ortes die Laune verdorben hat.

      2. liebe leser
        ich ueberlasse es ihnen zu entscheiden,wer mit seinen frueheren kommentaren leben kann oder nicht.jedenfalls meine ich,dass meine frueheren kommentare doch ziemlich
        zutrffend waren.
        eigentlich sollte man warten bis das offizielle endergebnis vorliegt,aber da ich aktuell sein will,beziehe ich mich in meinem kommentar auf den aktuellen ergebnisstand.
        asuncion 45 schreibt von einer vernichtenden niederlage
        fuer diePLRA.eine niederlage ist nichr wegzuleugnen,aber
        vernichtend ist sie nicht.vernichtend ist die niederlage fuerUNACE,die von 9 senatoren auf 2 zurueck fiel.das gleiche gleiche gilt fuer PATRIA QUERIDA,die von 4 sitzen auf 1 zurueckfaellt und auch fast alle
        abgeordnetensitze verliert.nun zur PLRA.im senat verliert sie 2 sitze,von 14 auf 12, aber ihre verbuendeten erhoehen mit leihstimmen ihre sitze.
        die partei PDP von rafael filizzola gewinnt 2 sitze und hat jetzt 3.dazu kommt ein sitz fuer ENCUENTRO
        NACIONAL (petta).in sachen gobernaciones sieht es momentan so aus.PLRA gewinnt ñeembucu und in einer
        koalition presidente hayes.auch central wird in den
        haenden der PLRA bleiben.die departamentos cordillera
        und amambay sind noch umstritten,mit geringen vorteilen
        fuer die PLRA. PLRA verliert san pedro und caaguazu.
        eine weitere sache.alegre hat mit einer hoeheren stimmenzahl verloren, als lugo 2008 gewonnen hat.
        die colorado partei erreichte ihr ZWEIT BESTES ergebnis
        seit 1993. 1998 erreichte die colorado partei mit
        cubas grau 53,75%, da gab es noch keine UNACE partei.
        nehmen wir 1998 zu den 38% von duarte frutos die etwa
        11%fuer sanchesz guffanti(der strohmann fuer lino oviedo) dazu, kommt man auf 49%.und wenn man 2008 zu
        dem ergebnis von blanca ovelar(31%)die 17& fuer lino
        oviedo hinzuzaehlt,kommt man ebenfalls auf dies zahl.
        „uebersetzt“ heisst das, die grosse mehrheit der UNACE
        anhaenger haben ihre ex-partei, also die colorados gewaehlt.
        nun zur wahlbeteiligung von etwa 69%.die wirkliche
        wahlbeteiligung ist wesentlich hoeher.wissen sie wie
        viele paraguayer in argentinien im neuen auslands-
        wahlregister eingetragen sind?laecherliche 15 ooo.
        zehntausende von paraguayern die seit 1995 (der einfuehrung des neuen waehlerverzeichnis)nach argentinien verzogen sind,stehen immer noch in den
        oertlichen waehlerlisten, weil sie sich nie abgemeldet
        haben.auch gab die wahlbehoerde selbst zu,dass etliche verstorbene nicht geloescht wurden.
        warum gibt es keine extrem hohe wahlbeteiligung in hart
        umkaempften orten?weil viele ihre cedula verkauft haben
        und deswegen nicht waehlen koennen.wie wird dies gemacht? in der letzten woche vor der wahl werden von den „punteros“ die cedulas von „gegnern“ aufgekauft,damit diese nicht zur wahl gehen koennen.
        „unsichere“ eigene waehler kontrolliert man folgender massen.man sammelt deren cedulas ein und sie werden erst am wahltag im PC der partei an die betreffenden personen ausgegeben,die dann von einem „puntero“ begleitet zum wahllokal gebracht werden.das wird gemacht um zu verhindern,dass diese cedulas vom gegner
        aufgekauft werden.in dieser sache gibt es eine neuigkeit.wenn fuer eine cedula bezahlt wird,muss man
        samstags nacht seinen finger in die schwarze tinte tauchen und die cedula abgeben. also kann dies person
        nicht mehr waehlen. die hoehe des geldbetrages haengt von der oertlichen wahlsituation ab.
        damit will ich schliessen. wer es nicht glaubt, dem rate ich,sich mit einem oertlichen parteifunktionaer
        darueber zu unterhalten.

    2. gerade habe ich in ABC die verteilung der sitze im abgordnetenhaus gelesen. die sieht folgendermassen aus.
      PARTIDO COLORADO 44
      UNACE 2
      EBCUENTRO NACIONAL 2
      AVANZA PAIS 2
      PATRIA QUERIDA 1
      FRENTE GUASU 1
      laut ihrem kommentar sind die waehler scharenweise der
      PLRA davongelaufen
      PLRA 28–1 sitz weniger als 2008 !!!
      jeder hat das recht auf seine betrachtungsweise,
      ABER LETZTLICH ZAEHLEN DIE ZAHLEN

  2. Sicher wird die PLRA die desaströse Niederlage unter anderem mit Wahlbetrug und Stimmenkauf begründen,

    Bis zu jetzigem Zeitpunkt ist dies nicht eingetreten.

  3. Lieber Herr Bayer, bei uns zu Hause sagt man: „Ein betroffener Hund bellt“, das bitte ich jetzt nicht wörtlich zu nehmen. Meine Kommentare zu diesem Thema waren eindeutig und wer meine heutige Stellungnahme genau liest, wird feststellen, dass ich weder etwas hinzufügen noch weglassen, noch berichtigen muss. Ich habe das Wahlergebnis genau so erwartet, weil die politische Dummheit in Form von Ungeduld und Machtgier in der PLRA ihre Exzesse gefeiert hat. Allerdings mache ich mir da auch nichts vor, ob Alegre oder Cartes das hätte inhaltlich nichts geändert. Lediglich dann, wenn sie auf eine Koalition angewiesen gewesen wären, hätte eine politische Korrektur eine Chance gehabt. Aber auch das ist nicht gegeben Dank Franco und PLRA.

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